Stimmungsmache zu Hongkong bei Twitter und Facebook: 200.000 Accounts gesperrt

 

Die Logos der Firmen Facebook und Twitter. (picture alliance / dpa / Weng Lei)

Twitter und Facebook werfen China Meinungsmache in Hongkong vor. (picture alliance / dpa / Weng Lei)

Die Online-Dienste Twitter und Facebook werfen der chinesischen Regierung Meinungsmache gegen die Demokratiebewegung in Hongkong vor und haben zahlreiche Nutzerkonten gesperrt. Twitter teilte mit, neben den 936 aktivsten Konten seien weitere 200.000 vorsorglich gelöscht worden.

Außerdem seien Werbeanzeigen von staatlichen Medienunternehmen verboten worden. Beide Maßnahmen zählten zu den allgemeinen Bemühungen, böswillige politische Aktivitäten einzudämmen, hieß es.

Meldung an das FBI

Ein Twitter-Mitarbeiter sagte der Nachrichtenagentur AP, die Konten seien wegen Verstoßes gegen die Nutzungsbedingungen gesperrt worden. Die chinesischen Aktivitäten seien dem FBI gemeldet worden, das auch die russische Beeinflussung der US-Wahl 2016 mithilfe sozialer Medien untersuchte.

Twitter erklärte, die Informationskampagne gegen die Protestbewegung sei staatlich gelenkt gewesen. Zahlreiche Nutzerkonten hätten koordiniert agiert, um Botschaften über die Proteste in Hongkong zu verbreiten. Auf dem chinesischen Festland ist Twitter verboten. Der tatsächliche Standort der Nutzer sei verschleiert worden, hieß es.

Twitter führte die Kampagne gegen die Hongkonger Demonstranten auf zwei gefälschte chinesische und englischsprachige Twitterkonten zurück. Diese hatten sich als Nachrichtenorganisationen mit Sitz in Hongkong ausgegeben, hieß es.

Twitter in der Kritik

Dem sozialen Netzwerk war zuletzt vorgeworfen worden, eine Plattform für Wahlbeeinflussung zu bieten und Werbeanzeigen zu erlauben, die von staatlichen Medienunternehmen für Propagandazwecke genutzt werden.

Facebook wurde nach einem Hinweis von Twitter aktiv. Auf Facebook wurden sieben Seiten, drei Gruppen und fünf Konten entfernt. Darunter seien einige, die Demonstranten als Kakerlaken und Terroristen darstellten, hieß es. Nachforschungen hätten ergeben, dass es Verbindungen zwischen einigen Urhebern und der chinesischen Regierung gebe. Anzeigen von staatlichen Medienunternehmen verbietet Facebook nicht.

Demonstranten gehen seit Anfang Juli auf die Straße und fordern volle demokratische Rechte und eine Untersuchung von mutmaßlicher Polizeigewalt gegen Protestierende.

Quelle: Deutschlandfunk vom 20.08.2019 


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