Gefängniswärter bei Neonazi-Randale in Connewitz dabei – NEUER JUSTIZSKANDAL IN SACHSEN

An den Neonazi-Ausschreitungen in Connewitz waren zwei sächsische Justizbeamte beteiligt Foto: picture alliance / dpa

Leipzig – Erst ein Rechtsreferendar, jetzt ein Gefängniswärter! An dem brutalen Überfall von 250 Neonazis auf den linken Leipziger Stadtteil Connewitz im Januar 2016 war ein weiterer Beamter der sächsischen Justiz beteiligt.

Das berichten der „Tagesspiegel“ und das Leipziger Stadtmagazin „Kreuzer“. Demnach handelt es sich um einen Gefängniswärter, der am Tatabend mit mehr als 200 anderen Rechtsextremisten von der Polizei festgesetzt worden war.

Doch das Justizministerium will erst drei Jahre später von den Ermittlungen gegen ihren Bediensteten erfahren haben: im Dezember 2018. Einen Monat später wurde der Mann schließlich suspendiert.

Ministeriumssprecher Jörg Herold zu BILD: „Der Beamte hatte bei der Polizei über seinen Beruf falsche Angaben gemacht. Eigentlich wäre er aber verpflichtet gewesen, seinen Dienstherren über die Ermittlungen zu informieren. Das hat er allerdings erst getan, als die Anklage fertig war.“

Die Anklage gegen den Gefängniswärter ist indes ebenfalls seit 2018 fertig. Wann er sich in einem Prozess verantworten muss, ist aber unklar. Das Gericht hat noch nicht über eine Zulassung der Anklage entschieden.

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