Trump kritisiert „Globalisten“: Pandemie zeigt, die Ära der Globalisierung ist vorbei

 

Von Tom Ozimek 21. Mai 2020 Aktualisiert: 21. Mai 2020 17:38

US-Präsident Trump sieht klare Anzeichen für ein Ende der Globalisierung. Die Unterbrechung der ausländischen Lieferketten während der Corona-Pandemie habe die Verwundbarkeit der USA offengelegt. Deshalb will Trump die Produktion wieder in die USA zurückholen.

Die Abhängigkeit der USA von ausländischen Zulieferern ist US-Präsident Donald Trump ein Dorn im Auge. Denn die Unterbrechung der Lieferketten in der Corona-Pandemie habe gezeigt, wie verwundbar die USA dadurch werden. Zudem sagt Trump im Interview mit Maria Bartiromo von „Fox Business“, dass die Tage der „Globalisten“ gezählt seien.

 

„Es wird bald wieder Normalität einkehren“, antwortete Trump am Donnerstag (14.5.) auf die Frage, wie lange die Reisebeschränkungen aufgrund der Pandemie noch andauern würden.

„In vielerlei Hinsicht haben wir viel gelernt. Wir werden auch die Produktion wieder in unser Land zurückholen. Das hätten wir ohne [die Pandemie] nicht geschafft  so schlimm es jetzt auch sein mag“, sagte der Präsident mit Blick auf sein Vorhaben, wichtige Lieferketten neu zu strukturieren. Die Pandemie hat bei medizinischem Material wie Schutzausrüstung und Beatmungsgeräten dramatische Engpässe in den USA verursacht, da diese Produkte meist im Ausland hergestellt werden.

Im Ausland produzieren zu lassen, sei zu einer Gewohnheit geworden. „Es scheint, als sei es zu einer Lebensart geworden“, sagte Trump über die Geschäftsinteressen derer, die er als „Globalisten“ bezeichnete. „Es geht um unser Land. Es geht nicht um die Welt. Wir müssen unser Land in Ordnung bringen“, sagte Trump mit Blick auf die Schwächen, die den USA durch die Corona-Pandemie aufgezeigt wurden.

Amerika strebe zwar eine Führungsrolle auf der Weltbühne an, dies dürfe aber nicht auf Kosten der nationalen Interessen geschehen, fuhr Trump fort. „Vor Jahren stellten wir unsere Produkte selber her. Wir waren nicht auf andere in der Welt angewiesen.“ Dann sagte er: „Sie sind Globalisten. Das sind Leute, die glauben, wir müssten der Welt auf unsere Kosten zum Wohlstand verhelfen.“

Aber diese Tage seien vorbei, betonte der Präsident und fügte hinzu: Die nationale Strategie habe sich als richtig erwiesen  und zwar nicht erst in den letzten zwei Monaten.

In dem Interview betonte Trump erneut, dass er der Kommunistischen Partei Chinas die Schuld am Ausbruch der Corona-Pandemie zuschreibe. Er sagte aber nicht, dass Peking die Ausbreitung des tödlichen Virus absichtlich zugelassen hätte. Auf die Frage, ob die KP Chinas das Virus absichtlich über die Grenzen hinaus verbreitet hatte, sagte Trump: „Ich weiß nicht, ob sie diesbezüglich eine Entscheidung trafen. Auf jeden Fall geriet es außer Kontrolle.“ Er fügte hinzu: „Wahrscheinlicher ist, dass es außer Kontrolle geraten ist.“

Trump sagte auch, die Pandemie mache die Verwundbarkeit globalisierter Lieferketten deutlich. „Ein kleines Stück der Welt hat Probleme und die ganze Sache ist außer Kontrolle“, sagte Trump mit Blick auf den Ausbruch im chinesischen Wuhan. Die wichtigsten Lieferketten sollten deshalb alle in den USA sein, betonte Trump.

 

Auf die Frage, ob es ein realistisches Ziel sei, die Schlüsselproduktion nach Amerika zu bringen, sagte Trump: Er glaube, dass es ein realistisches Ziel sei. „Wir werden es machen. Ich werde alle diese Mechanismen ändern.“

Um Unternehmen wieder nach Amerika zu holen, gebe es verschiedene Maßnahmen. Eine sei Handelsschranken, eine andere Steuern. „Ein Anreiz besteht offen gesagt darin, für die Unternehmen, die im Ausland produzieren, Steuern zu erheben“, so der Präsident.

Trump äußerte die Kommentare kurz vor einem Treffen mit einem US-Händler für medizinische Ausrüstung. Trump lobte den Unternehmer, da dieser im Kampf gegen COVID-19 dazu beiträgt, persönliche Schutzausrüstung herzustellen und landesweit zu versenden.

Zudem besuchte Trump Owens and Minor Inc., die nach Angaben des Weißen Hauses Millionen von N95-Masken, OP-Kittel und Handschuhe an Krankenhäuser im ganzen Land schickte. Dort erörterte der Präsident die Bemühungen zur Nutzung des nationalen Vorrats der Corona-Tests und die Bemühungen, den Vorrat an Schutzausrüstung aufzufüllen, damit Amerika nie wieder von einer solchen Pandemie überrascht werde.

Das Original erschien zuerst in The Epoch Times USA (deutsche Bearbeitung von so)
Originalartikel: Trump Says Pandemic Shows Era Of Globalization Is Over

Quelle: Epoch Times vom 21.05.2020 


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Ein Kommentar zu Trump kritisiert „Globalisten“: Pandemie zeigt, die Ära der Globalisierung ist vorbei

  1. ulrike sagt:

    So dumm wie unsere Medien POTUS immer darstellen ist der gar nicht.
    Aber die Lügen unserer Presse wird von den deutschen Schlafschafen geglaubt.

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