Was der Münchner Merkur unter „aufgeben“ versteht


Charlotte Meentzen

Hintergrundbild: pxhere.com, JouWatch
Was der Münchner Merkur so unter Flucht versteht (Hintergrundbild: pxhere.com, JouWatch)
 

„#Bayerns AfD-Chef gibt auf“ titelt der #Münchner Merkur vom Mittwoch in seiner Printausgabe zu #Petr Bystrons Ankündigung, nicht mehr für den Landesvorsitz der bayerischen #AfD zu kandidieren (JouWatch berichtete) und setzt auch noch gleich eins drauf mit: „Der Richtungsstreit in der bayerischen AfD gipfelt in einem Schlagabtausch beim Parteitag.“

Damit betreibt der Münchner Merkur schon wieder CSU-Politik. Einmal mehr suggeriert diese, der CSU-Regierung nahestehende Zeitung, dass der Erzrivale der #CSU sich in einem permanenten, zerrissenen Zwischenzustand befinde.

 

Dem Leser bleibt nach der Lektüre des Artikels mehr als verborgen, was denn nun mit Bystrons „Aufgabe“ tatsächlich gemeint sein soll. #Bystron, der 2015 nach dem Weggang von Bernd Lucke einen dezimierten Landesverband mit gerade einmal drei Prozent Zustimmung übernahm, gelang es in seiner zweijährigen Amtszeit, die Mitgliederzahl auf 4.000 nahezu zu verdoppeln. Mit 12,5 Prozent holte er bei der #Bundestagwahl für seine Partei das beste Ergebnis aller westlichen Bundesländer.

Ist solch eine Bilanz politischen Tuns tatsächlich ein Grund, „aufzugeben“, wie es der Münchner Merkur schreibt, zumal bereits in dem Text erwähnt wird, dass der 44-Jährige als eines der bekanntesten Gesichter der AfD bundesweit im Dezember mit guten Chancen für den Bundesvorstand kandidiert?

Völlig absurd wird es, wenn in dem Artikel von einer „Flucht“ nach Berlin gefaselt wird. Bystron wurde –ebenso wie weitere 94 AfD-Abgeordnete- von den Wählern in den Bundestag gewählt. Das ist die Erfüllung des Wählerwillens von mehr als sechs Millionen Menschen in #Deutschland.

Zur Höchstform läuft der jugendliche Merkur-Redakteur Sebastian Dorn anschließend in seinem Kommentar auf.  Er macht aus einem, in jeder Partei normalen Vorgang einen mörderisch geführten Flügel- und Grabenkampf um Macht und Ämter in der Bayern-AfD.  Etwas neidisch macht den Jungredakteur die Tatsache, dass die AfD – ganz im Gegensatz zur CSU und dem öffentlich ausgetragenen Seehofer-Söder-Gezänke – keine Umfrageeinbußen zu verzeichnen hat.

Auch die Darstellung seiner Nachfolger als einen Haufen „zerstrittener Funktionäre“ verfängt nicht wirklich. Diese vermeidliche Zustandsbeschreibung der bayerischen AfD durch das CSU-Sprachrohr „Münchner Merkur“ bleibt Wunschdenken der Redaktion.

Egal, wen die Mitglieder der bayerischen AfD am 25. November beim Landesparteitag in Greding zu ihrem neuen Vorsitzenden wählen werden, es wird in einer demokratischen Wahl erfolgen.  Und Bystron wird – mit höchster Wahrscheinlichkeit als Mitglied des Bundesvorstandes auch weiterhin der bayerischen AfD erhalten bleiben. Was der Münchner Merkur dann daraus wieder konstruieren wird, wird mutmaßlich wieder einmal wenig überraschend sein.


Höllberg

Quelle: journalistenwatch.com vom 17.11.2017

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