- Lieferengpässe: Mal fehlt eine bestimmte Dosierung oder Darreichungsform, mal fehlt ein Wirkstoff ganz (picture alliance/ imageBROKER/ Jochen Tack)
Apotheken haben offenbar stärkere Lieferengpässe bei Medikamenten als in früheren Jahren.
Eine Sprecherin des Bundesinstituts für Arzneimittel in Bonn sagte der „Rheinischen Post„, derzeit lägen 226 Meldungen über eingeschränkte Verfügbarkeiten oder Lieferengpässe vor. Damit wäre schon bald der Stand des gesamten Vorjahrs erreicht.
Apothekervertreter erklären zur Begründung, viele Wirkstoffe würden mittlerweile in Ländern wie Indien, China oder Israel hergestellt. Mit dem Wohlstand weltweit steige zudem die Nachfrage. Auch Rabattverträge der Krankenkassen können nach Einschätzung der Apotheker zu Engpässen beitragen, wenn etwa die Versicherten einer Kasse nur Mittel bestimmter Hersteller verwenden dürften. Der AOK-Bundesverband wies dies zurück und erklärte, Rabattverträge sorgten im Gegenteil für mehr Planungssicherheit.
Quelle: Deutschlandfunk vom 08.06.2019