26. Mai 2019
- Der abtrünnige libysche General Khalifa Haftar (Filippo MONTEFORTE / AFP)
Der libysche Milizenführer Haftar hat dem UNO-Sondergesandten Salamé, Parteilichkeit vorgeworfen.
Salamé habe „unverantwortliche“ Erklärungen abgegeben, sagte Haftar der französischen Zeitung „Journal du Dimanche“. Seine Gegner strebten eine Spaltung Libyens an, die der libanesische Diplomat möglicherweise ebenfalls befürworte, meinte Haftar. Er betrachte Salamé daher nicht länger als ehrlichen und unparteiischen Vermittler.
Der Sondergesandte hatte vor dem UNO-Sicherheitsrat davor gewarnt, dass die Kämpfe zwischen Haftars Milizen und den Regierungstruppen zu einer dauerhaften Teilung Libyens führen könnten.
Haftar hatten Anfang April eine Offensive auf Tripolis begonnen, den Sitz der international weitgehend anerkannten Einheitsregierung. Seither wurden mindestens 500 Menschen getötet, fast 80.000 Bewohner flohen.
Quelle: Deutschlandfunk vom 26.05.2019