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Röttgen (CDU) zu Saudi-Arabien: „Die Situation ist ganz kurz vor Krieg“

Satellitenaufnahme der Raffinerie in Falschfarben, veröffentlicht von der Europäischen Kommission (Europäische Kommission/AP/dpa)

Der CDU-Außenpolitiker Röttgen warnt davor, im Nahen Osten in einen neuen Krieg hineinzustolpern. Die USA beschuldigen den Iran, für die Drohnenangriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien verantwortlich zu sein. Die Regierung in Riad lädt nun internationale Experten ein, die Vorfälle aufzuklären.

Röttgen sagte im Deutschlandfunk (Audio-Link), nach den Angriffen auf Ölanlagen in Saudi-Arabien stehe die Region kurz vor einem Krieg. Allerdings hätten weder die USA noch der Iran daran Interesse. US-Präsident Trump denke vor allem an seine Wiederwahl. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages betonte zudem, die Europäer müssten sich politisch einbringen. Er schlug eine Konferenz für Sicherheit im Nahen und Mittleren Osten vor.

Auch Nato-Generalsekretär Stoltenberg warnte vor einer Eskalation. Er sagte nach den Drohnenangriffen auf zwei Ölraffinerien in Saudi-Arabien, er sei „extrem besorgt“. Die Konfliktparteien forderte er auf, weitere Angriffe zu verhindern. Dem Iran warf Stoltenberg vor, die Gewalt im Nahen Osten anzuheizen und damit eine Destabilisierung der gesamten Region voranzutreiben.

UNO-Experten sollen aufklären

Die Regierung in Riad strebt nun nach eigener Aussage eine Untersuchung durch ausländische Experten an. Auch Vertreter der Vereinten Nationen sollten sich an der Aufklärung beteiligen, erklärte das Außenministerium am Abend in Riad.

Saudi-Arabien und die US-Regierung bekräftigten ihre Einschätzung, dass der Iran hinter den Angriffen vom Samstag steckt. Die saudisch geführte Militärkoalition erklärte, es seien iranische Waffen zum Einsatz gekommen. US-Präsident Trump betonte, er wolle keinen Krieg, aber die USA seien vorbereitet. Die diplomatischen Mittel seien nie erschöpft.

Iran weist Beschuldigung zurück

Die Regierung in Teheran bestritt erneut eine Verantwortung für die Angriffe und verwies auf die jemenitischen Huthi-Rebellen. Der iranische Präsident Ruhani sagte, es sei legitim für die Jemeniten, sich gegen die Vernichtung ihres Landes zu wehren. Die Huthi hatten die Angriffe bereits am Samstag für sich reklamiert.

Der UNO-Gesandte für den Jemen, Griffiths, rief zu Friedensgesprächen für das Bürgerkriegsland auf. Die Angriffe zeigten, dass der dortige Konflikt Konsequenzen weit über die Region hinaus habe, sagte Griffiths im UNO-Sicherheitsrat in New York. Eine militärische Eskalation sei nun wahrscheinlicher geworden.

Quelle: Deutschlandfunk vom 17.09.2019 


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