Antisemitismus – Internationale Kritik an „Holocaust“-Äußerung von Abbas


17.08.2022

Abbas spricht und gestikuliert, Scholz blickt ihn mit versteinerter Mine von der Seite an.

Abbas spricht und gestikuliert, Scholz blickt ihn mit versteinerter Mine von der Seite an.
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und Mahmoud Abbas (l), Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, beantworten nach ihrem Gespräch auf einer Pressekonferenz Fragen von Journalisten. (picture alliance/dpa)

Ein Holocaust-Vergleich von Palästinenserpräsident Abbas im Kanzleramt hat für Empörung gesorgt. Dieser hatte nach einem Gespräch mit Bundeskanzler Scholz Israel einen „Holocaust“ an den Palästinensern vorgeworfen.

Scholz schwieg zunächst. Der Antisemitismus-Beauftragte der Bundesregierung, Klein, kritisierte die Äußerungen mit deutlichen Worten. Klein sagte dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“, mit seiner Holocaust-Relativierung habe Abbas jegliche Sensibilität vermissen lassen und den berechtigten palästinensischen Anliegen damit keinen Dienst erwiesen. Israels Ministerpräsident Lapid sprach von einer moralischen Schande und ungeheuerlichen Lüge ausgerechnet auf deutschem Boden.

Abbas hatte Israel in Berlin auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Scholz vorgeworfen, einen vielfachen „Holocaust“ gegen die Palästinenser begangen zu haben. Israel habe seit 1947 bis zum heutigen Tag „50 Massaker in 50 palästinensischen Orten“ begangen, sagte Abbas und fügte hinzu: „50 Massaker, 50 Holocausts.“ Der CDU-Vorsitzende Merz kritisierte, Scholz hätte Abbas umgehend widersprechen und ihn bitten müssen, „das Haus zu verlassen“.

Der Kanzler hatte dessen Äußerungen mit versteinerter Mine verfolgt und machte auch Anstalten, sie zu erwidern. Sein Sprecher Steffen Hebestreit erklärte die Pressekonferenz aber unmittelbar nach der Antwort Abbas‘ für beendet. Die Frage an den Palästinenserpräsidenten war schon vorher als die letzte angekündigt worden. Später erklärte Scholz, jegliche Relativierung des Holocaust sei unerträglich und inakzeptabel.
Scholz hatte Abbas bereits vorher auf offener Bühne kritisiert, weil dieser die israelische Politik als „Apartheidssystem“ bezeichnet hatte. „Ich will ausdrücklich hier an dieser Stelle sagen, dass ich mir das Wort Apartheid nicht zu eigen mache und dass ich das nicht für richtig halte für die Beschreibung der Situation“, sagte der Bundeskanzler.

Quelle: Deutschlandfunk vom 17.08.2022

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Kleiner Grauer
Kleiner Grauer
1 Monat zuvor

Das kam heute auch schon in der Goebbelsharfe. Wer das Problem an die Tafel einlädt, der hat das Risiko, das dieser mit angeblichen Problemen behaftete wirr oder krude spricht! „IM Erika“geht mit Ihren Vorgaben an Kruden Worten Beispielhaft voran. Nun hat der Egon Olsen ein Problem, welches es auszusitzen gilt, oder man fängt ein kleines Krieglein an um abzulenken. Die Palästinenser bekommen jeden Monat aus der EU
800 Millionen Euro damit Sie die Schnauze halten, ist wohl nicht mehr genug?

Ulrike
Ulrike
1 Monat zuvor
Reply to  Kleiner Grauer

Das ist eine bodenlose Frechheit der EU denen soviel zu zahlen. Mit welcher Berechtigung eigentlich ?

Kleiner Grauer
Kleiner Grauer
1 Monat zuvor
Reply to  Ulrike

Damit Sie keine Flugzeuge mehr kapern und Geld für den Lebensunterhalt haben. Sie würden sonst fast alle verhungern. Die Männer sind über ganz Asien verstreut um zu arbeiten damit die Familie in den Gettos etwas zu essen kaufen kann!

Echolot
Echolot
1 Monat zuvor
Reply to  Kleiner Grauer

das geld verschleiert die probleme aber löst sie nicht. aus dem selben grund werden bauern subventioniert. das land kann sich nicht mehr selber mit agrar wirtschaft versorgen aber damit diese zerstörung ruhig verläuft bezahlt man den bauern „schweigegeld“.

Ulrike
Ulrike
1 Monat zuvor

Somit dürfen die Israelis das Land weiter ausbeuten und die Palästinenser unterdrücken. Toll.

birgit
birgit
1 Monat zuvor

„vielfachen „Holocaust“ gegen die Palästinenser begangen“
Abbas hätte fragen sollen als was man diesen Terror gegen die dort wohnenden Menschen bezeichnen darf ! Beschämen, blamieren, diese Bande !