Armut: Fast ein Drittel der Bevölkerung kann ungeplante Ausgaben nicht bestreiten

Waschmaschine kaputt? Für viele Menschen ein finanzieller Alptraum.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, stand nach Ergebnissen der Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen (EU-SILC) 2021 einem Fünftel der Bevölkerung in Deutschland ein jährliches Nettoäquivalenzeinkommen von unter 16 300 Euro zur Verfügung. Beim Äquivalenzeinkommen handelt es sich um ein um Einspareffekte in Mehrpersonenhaushalten bereinigtes Pro-Kopf-Einkommen.

Alleinerziehenden-Haushalte überdurchschnittlich oft in unteren Einkommensgruppen

Zu den 40 % der Bevölkerung mit den geringsten Einkommen zählen überdurchschnittlich oft Personen aus Alleinerziehenden-Haushalten. Fast zwei Drittel (64,6 %) von ihnen verfügten 2021 über ein Nettoäquivalenzeinkommen von weniger als 22 000 Euro im Jahr, bei gut einem Drittel (33,2 %) betrug es weniger als 16 300 Euro. Ähnliches gilt für Personen in Haushalten mit zwei Erwachsenen und drei oder mehr Kindern: 57,7 % der Personen dieser Haushalte hatten ein Nettoeinkommen von weniger als 22 000 Euro im Jahr. Für Personen in Haushalten mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern bzw. einem Kind traf das auf 36,0 % bzw. 29,7 % zu.

3,7 % der Bevölkerung in Deutschland im Zahlungsverzug bei Versorgungsbetrieben

Insbesondere der Belastung durch stark steigende Energiepreise sollen die Maßnahmen des dritten Entlastungspaketes der Bundesregierung entgegenwirken. Im Jahr 2021 lebten 3,7 % der Bevölkerung in Deutschland in Haushalten, die bei Rechnungen von Versorgungsbetrieben wie etwa Strom- oder Gasanbietern im Zahlungsverzug waren.

Fast ein Drittel der Bevölkerung hierzulande kann ungeplante Ausgaben nicht bestreiten

Deutlich höher fiel 2021 der Anteil der Personen aus, die in Haushalten lebten, welche aufgrund der finanziellen Situation nicht dazu in der Lage waren, größere, unerwartet anfallende Ausgaben aus eigenen Finanzmitteln zu bestreiten. In Deutschland traf dies im Jahr 2021 auf fast ein Drittel (31,9 %) der Bevölkerung zu. Niedriger fiel der Anteil etwa in Frankreich aus: Hier konnten 27,6 % der Bevölkerung für ungeplante Ausgaben nicht eigenständig aufkommen. In den Niederlanden lag der Anteil mit 15,1 % hingegen wesentlich niedriger. In Rumänien, Kroatien, Griechenland, Zypern und Lettland verfügten jeweils mehr als 40 % der Bevölkerung nicht über ausreichende finanzielle Rücklagen für ungeplante größere Ausgaben. Als unerwartet anfallende Ausgabe galt in jedem Staat in Abhängigkeit vom Einkommensniveau eine andere Summe. In Deutschland ging es um unerwartete Ausgaben in Höhe von 1 150 Euro oder mehr.

Quelle: opposition24.com vom 05.10.2022

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Bernd
Bernd
1 Monat zuvor

Wo unsere Steuermittel hingehen erfahrt ihr hier: https://www.youtube.com/watch?v=Mk0wuzB9pR8 . Das Krieg der Rüstungindustrie Umsätze bringt, ist klar. Aber die Variante Waffenleasing ist auch mir neu. Das ist der Weg unserer Steuergelder.

Alexander Berg
1 Monat zuvor
Reply to  Bernd

Es ist ein Irrglaube, dass jemandem irgendetwas „gehört“. Auch das Geld gehört keinem. Deshalb gibt es auch nicht „unsere“ Steuergelder“. Er DARF lediglich am Geldsystem teilnehmen… wenn er „artig“ ist… also gehorsamsbereit und den „Gepflogenheiten“ entspricht. Kompakt ausgedrückt.
Die eigentlichen Ketten bestehen aus dem anerzogenen Glauben an den Wert von Geld, Arbeit und dem was als Produkte und Dienstleistungen dabei herauskommt. auf diese Weise versklavt sich die Gesellschaft gegenseitig selbst.
Dabei nimmt sich sie sich gegenseitig die Butter vom Brot, während andere davon zu profitieren wissen.

Last edited 1 Monat zuvor by Alexander Berg
Rosemarie Pauly
Rosemarie Pauly
1 Monat zuvor
Reply to  Alexander Berg

Ich weiß wieder einmal nicht, was diese „Belehrungen“ sollen ! Arbeiten Sie nicht ? Benötigen Sie kein Geld ? Haben Sie sich etwa nicht versklaven lassen oder versklaven Sie Andere ? Fliegen Ihnen die gebratenen Tauben(oder das trockene Brot) ganz von selbst in den Mund ?

Bernd
Bernd
1 Monat zuvor
Reply to  Alexander Berg

Das Prinzip wird sehr gut in dem Video „Johnson’s Farm“ oder der Brief des D. Lynsch dargestellt. Die allegemeine verständliche Aussage lautet: Züchte Sklaven die ihre Ketten lieben. Was an dem Waffenleasing, wenn man sich tiefergehend damit auseinandersetzt, ist, dass dies nicht neu ist, sondern im 20. Jahrhundert schon zur Anwendung ( man nannte es nicht Leasing sondern Rüstungsaufträge. Egal ob das eigene Land dann mit diesen Waffen angegriffen wird.) gekommen ist. Neu daran ist, dass man jetzt offen darüber berichtet. Bin mal gespannt, ob die richtigen Rückschlüsse daraus gezogen werden.