Trotz Boykott: Rußland ist zweitgrößter LNG-Lieferant in die EU

08. Dezember 2023
Trotz Boykott: Rußland ist zweitgrößter LNG-Lieferant in die EU
INTERNATIONAL
Foto: Symbolbild

Moskau/Zeebrugge. Es ist eine Farce erster Güte: obwohl Europa einen strikten Boykott russischer Gaslieferungen verhängt hat, ist Rußland inzwischen zweitgrößter Lieferant von Flüssiggas (LNG) in die EU nach den USA. Europäische Unternehmen verdienen am Weiterverkauf von russischem Gas.

Laut den inzwischen vorliegenden statistischen Daten haben die EU-Länder im Jahr 2022 voraussichtlich Rekordmengen an LNG aus Rußland bezogen, nachdem 2022 die Nord Stream-Pipeline gesprengt wurde. Mehr als 20 Prozent der russischen Lieferungen werden außerdem von EU-Gashändlern in andere Länder außerhalb der EU weiterverkauft.

Der russische Anteil am Import von Flüssigerdgas in die EU machte zuletzt 16 Prozent aus. Von Januar bis September 2022 flossen 17,8 Milliarden Kubikmeter Erdgas als LNG aus Rußland in die EU. Die größten Mengen kamen im belgischen Hafen Zeebrugge und im französischen Montoir-de-Bretagne an.

Auch Häfen in Spanien und Frankreich beziehen noch immer erhebliche Mengen an Flüssiggas aus der sibirischen Anlage Yamal LNG. Die Anlage gehört mehrheitlich dem zweitgrößten russischen Erdgasproduzenten Novatek, weitere Anteilseigner sind die China National Petroleum Corporation und das französische Energieunternehmen Total Energies.

In einigen EU-Ländern und in Großbritannien ist das Weiterverkaufen von russischem LNG verboten, in anderen wie Spanien, Frankreich und Belgien erfolgt das Umladen hingegen routinemäßig weiter.

Aus den USA sollen bis zu 50 Milliarden Kubikmeter Erdgas in Form von LNG bezogen werden. Langfristig soll US-LNG die russischen Lieferungen ganz ersetzen.

Die EU-Kommission will dennoch am Ziel festhalten, bis 2030 die Lieferungen von Erdgas aus Rußland komplett zu stoppen. Demnach wollen sich die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten noch im Dezember auf Regeln einigen, die es ermöglichen sollen, den Zugang russischer und weißrussischer Betreiber zur EU-Gasinfrastruktur zu verhindern. Doch danach sieht es derzeit nicht aus. (mü)

Bildquelle: Wikimedia/Jan Arrhénborg/AGA/CC BY-SA 3.0

Quelle: zuerst.de vom 08.12.2023

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Ulrike
Ulrike
2 Monate zuvor

Lachhaft wenn man da von Sanktionen labert. Blöder geht nimmer. Hier würden schon längst die Lichter ausgehen wenn kein russisches Gas mehr käme….. Ihr Volltrottel kapiert das aber nicht.

Kleiner Grauer
Kleiner Grauer
2 Monate zuvor

Russland macht das richtig! Keine Verträge mit der EU!

Kauft nicht in der EU! DIE versaufen der Oma Ihr klein Häuschen!