Der Krieg hat Pause … Überseeverlegungen von US-Truppen für 60 Tage auf Eis gelegt

Der Krieg hat Pause ... Überseeverlegungen von US-Truppen für 60 Tage auf Eis gelegt
Die US-Nationalgarde wurde von New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo beauftragt, das Jacob Javits Center in Manhattans West Site in ein Feldlazarett umzubauen, um neue Aufnahmekapazitäten zu schaffen (Bild vom 23. März).

Das erste militärische „Opfer“ der Corona-Pandemie war das Aus für das US-Großmanöver Defender Europe 2020, das sich in Osteuropa und entlang der russischen Grenze abspielen sollte. Jetzt trifft es die gesamte US-Armee, deren ausländische Truppenbewegungen eingeschränkt werden sollen.

Für die Machtprojektion der Vereinigten Staaten von Amerika in die entlegensten Winkel dieser Erde ist die Corona-Pandemie ein Fluch. Wird das Virus erst in die engen Kabinen von Flugzeugträgern, Kriegsschiffen, U-Booten oder in die weltweit verstreuten Stützpunkte eingeschleppt, ist das Risiko sehr groß, dass sich die gesamte Mannschaft infiziert.

Zlatko Percinic@ZlatkoPercinic

Zum ersten Mal wurden drei Matrosen an Bord des Flugzeugträgers USS Theodore Roosevelt positiv auf getestet. Das könnte sehr schnell die Kriegsmaschinerie stoppen… https://twitter.com/LucasFoxNews/status/1242513432164917253 

Lucas Tomlinson

@LucasFoxNews

BREAKING: 3 U.S. Navy sailors aboard the aircraft carrier Theodore Roosevelt in Philippine Sea have tested positive for Covid-19, marking the first time the virus has spread to an American warship at sea: U.S. officials

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Nachdem sich die Fallzahlen nun auch in den USA rasant erhöht haben und die Menschen aufgefordert werden, bis mindestens Ende März zu Hause zu bleiben, gelten die US-Streitkräfte als potenzieller Ansteckungsherd. Sie könnten sich im Ausland infizieren und nicht nur ihre unmittelbaren Einheiten anstecken, sondern auch das Virus bei der Rückkehr in die Heimat einschleppen. Am 24. März wurde zum ersten Mal innerhalb des Pentagons in Washington ein Mitarbeiter positiv getestet, und es wird befürchtet, dass sich weitere Personen im Nervenzentrum der US-amerikanischen Kriegsmaschinerie, dem National Military Command Center, infiziert haben.

Aus diesem Grund hat Verteidigungsminister Mark Esper bereits am Montag die gesundheitlichen Sicherheitsvorkehrungen für das Pentagongebäude, den berühmten fünfeckigen Sitz des US-Verteidigungsministeriums, auf die zweithöchste Stufe (HPCON C) erhöht. Am Mittwoch erhöhte er dann die Sicherheitsvorkehrungen für sämtliche Einrichtungen des Verteidigungsministeriums weltweit auf HPCON Charlie. Damit werden die Mitarbeiter aufgefordert, Vorkehrungen zu treffen, um sich auf längere Aufenthalte zu Hause einzurichten.

Gleichzeitig ordnete Esper an, dass die US-Streitkräfte ihre Reisen und Truppenbewegungen in Übersee für mindestens 60 Tage aussetzen, sagte er gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters. Das betreffe sämtliche US-Streitkräfte, zivile Mitarbeiter und natürlich die Familien.

Der Zweck ist, sicherzustellen, dass wir das Virus nicht nach Hause bringen, andere nicht infizieren, dass wir es nicht in der Armee verbreiten.

Davon ausgenommen sei beispielsweise der geplante Truppenabzug aus Afghanistan, wo man nach dem Abkommen mit den Taliban begonnen hat, das Kontingent innerhalb von 135 Tagen auf 8.600 Mann zu reduzieren. Ein vollständiger Abzug würde innerhalb von 14 Monaten erfolgen, wenn sich nach Espers Aussage die Taliban an ihren Teil der Abmachung halten.

Ein weiterer Grund für die Einschränkung der Truppenbewegungen ist die wachsende Sorge im Pentagon, dass die Pandemie die militärische Bereitschaft der USA beeinträchtigen könnte, wenn sich das Corona-Virus innerhalb der Befehlskette verbreitet.

Derweil rückt die nationale Seuchenbekämpfung vermehrt in den Fokus der Armee. Feldlazarette sollen in New York und Seattle aufgebaut werden, und die Navy schickt Lazarettschiffe mit jeweils eintausend Betten an Bord nach Los Angeles und New York, um dort für zusätzliche Kapazitäten zu sorgen. Allerdings sollen auf den Schiffen keine Corona-Patienten versorgt werden. Das Army Corps of Engineers ist ebenfalls im „Big Apple“ aktiv, um rund 10.000 Schlafplätze zu schaffen.

Quelle: Russia Today (RT) vom 26.03.2020


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5 Kommentare zu Der Krieg hat Pause … Überseeverlegungen von US-Truppen für 60 Tage auf Eis gelegt

  1. Kleiner Grauer sagt:

    Ich bin aber so etwas von enttäuscht, das dieses Manöver vorläufig abgesagt wurde. Jetzt können die russischen Spezialkräfte die Kameras im Manövergebiet wieder abbauen? Ich wollte mir das gegurkse live im Fernsehen anschauen. Wie das letzte Mal die ganz geheime Fluss Überquerung. Für den Aufwand die Gerätschaften zu montieren und wieder demontieren, oder nur das Auswechseln der Batterien würde ich dem Stoltenberg an russischer Stelle eine saftige Rechnung schicken. Es war ja schon Sendezeit mit eigeplant…
    Das gefährliche am Manöver im baltischen Raum ist ja; je länger das in das Frühjahr verschoben wird umso sicherer ist es das die Bären Ihren Winterschlaf beenden und das Bärli in die Brunft übergeht (also juckich wird) und der deckt alles was an der Höhle vorbei kriecht!

    • birgit sagt:

      Aber die Hasen sind fein raus ! Denn Bärchen fragt, “ fusselst Du „?
      Hasi antwortet mit ja ! Bärchen meint, “ dann kann ich mir mit Dir den Arsch nicht abwischen „. !!!

      • Waldtürenöffner sagt:

        Das interessante an seinem Balzverhalten ist das Vorspiel, nicht weil der das ganze Jahr kann, bei Ihm gibt es keins! (:-))
        Hase und Bär sind dicke Freunde und tauschen Ihre Hoden, aber am Jahresende wird zurückgetauscht-versprochen. Nun Hase wie ging es Dir? Ganz hervorragend, ich konnte den ganzen Tag und das ganze Jahr durch. Aber im Herbst als die Hasenjagd los ging bin ich beim Hakenschlagen ganz schön ins schleudern gekommen! (:-))

  2. ulrike sagt:

    Somit ruhen die Kriege der Amis wenigstens mal für einige Zeit. Hat was.

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