„Böse Buddhisten“ Neues Feindbild der am Stockholsyndrom erkrankten Kirchen?“

 

Sehen so religiöse Terroristen aus (Foto: Von Tanison Pachtanom/Shutterstock)
 

Colombo – Bezeichnend für das „Stockholmsyndrom“ ist das pathologische Phänomen, dass Opfer von Aggressionen den Aggressor in Schutz nehmen oder für ihr Leiden entweder sich selbst oder einen anderen verantwortlich machen. Bei verprügelten Ehefrauen werden auf diese Weise oft Polizisten zu Sündenböcken, die den Prügelmacho verhaften wollen, oder Töchter, die entweder als Sexkonkurrentinnen gesehen werden oder sogar von den eigenen Müttern Dresche kriegen, wenn sie nicht mit Papa ins Bett gehen wollen. Von einem ähnlich gearteten kollektiven Stockholmsyndrom scheinen große Teile der „Christlichen Community“ erfasst zu sein, die nach den dschihadistischen Anschlägen von Sri Lanka, nach einem schizoiden Verdrängungsmuster, reflexartig vom Thema „islamische Christenverfolgung“ ablenken oder die Oster-Massaker auf regionale Konflikte abwälzen wollen. Nun hat die Autorin Agnes Tandler, die für die evangelische Presseagentur (epd) schreibt, die „bösen Buddhisten“ als die heimlichen Verursacher der Massenmorde entdeckt und ihre zum Schutze der „Abrahamitischen Kopfreligion“ verquasten Klimmzüge auf der katholischen Medienplattform Domradio ausbreiten dürfen.            

 

Schon das Titelbild des Artikels verheißt nichts Gutes. Drei finster dreinblickende Mönche lassen den Betrachter nicht aus den Augen. Ein Vierter scheint sich angewidert abzuwenden. Sind das die Attentäter oder Drahtzieher der Anschläge auf die katholischen Kirchen in Sri Lanka mit 360 Toten? Die darunter gesetzte Überschrift erhärtet den Verdacht. „Sri Lanka verlor seit Bürgerkriegsende an religiöser Toleranz – Buddha-Statuen und radikale Mönche“. Schon als Volontäre haben wir Redakteure diverser Tageszeitzungen gelernt: Die Überschrift ist das wichtigste am Artikel. Hier sollte, wie in einem Mikrokosmos, die Quintessenz des nachfolgenden Berichtes enthalten sein. Dann folgt ein Vorspann. Auch dieser lässt keinen Zweifel daran offen, wohin die Autorin hinauswill. Zitat:

„Sri Lanka steht nach den Osteranschlägen unter Schock. Die Suche nach Erklärungen dauert an. Haben religiöse Spannungen die Radikalisierung junger Muslime befördert? Warum waren Christen ihr Ziel, die auch eine angefeindete Minderheit sind?“

Im Klartext: Die Massenmörder sind selbst Opfer. Sie sind Opfer der „religiösen Spannungen“. So wie der Mann, der seine Frau schlägt und seine Tochter vergewaltigt, Opfer seines gewalttätigen Vaters geworden ist oder als Kind missbraucht wurde. Nach diesem kranken Schema und Muster nimmt Agnes Tandler die Muslime aus der Verantwortung. Sie wurden radikalisiert. Doch selbst bürgerliche Zeitungen, wie die Augsburger Allgemeine, enttarnen Tandlers Aussage vom gebeutelten radikalisierten Muslim als beinah unverschämte groteske Tatsachenverdrehung.

„Die Gruppe der Selbstmordattentäter sind fast alle gut gebildet und kommen aus der Mittel- oder gehobenen Mittelschicht. Sie sind finanziell recht unabhängig und ihre Familien leben in stabilen Einkommensverhältnissen“, erklärte Sri Lankas Verteidigungsminister Ruwan Wijewardene. „Das ist ein besorgniserregender Faktor hier“. Manche von ihnen haben offenbar im Ausland studiert. Ein Attentäter soll in Großbritannien und später Australien Universitäten besucht haben.“

Dies alles klingt nicht gerade nach einer durch religiöse Spannungen verursachte Radikalisierung. Nach dieser Einleitung fängt Tandler im Säuselton an zu featschern und bedient erst mal alle Tourismusklischees, ehe sie wieder bei den bösen Buddhisten angekommen ist. „Teegärten, ein Buddha-Tempel und tropische Natur prägen den malerischen Ort Kandy in Sri Lanka. Doch vor einem Jahr platzte Gewalt in die Idylle:“ Dann taucht eine Gruppe „aufgebrachter Buddhisten“ auf und zündet Geschäfte und die Moschee der muslimischen Einwohner an, nachdem bei einem Verkehrsunfall ein buddhistischer Jugendlicher umgekommen war. Was weiß Tandler über den Unfall? War es am Ende gar kein Unfall? Wurde der Junge absichtlich totgefahren?

Dann schwenkt die Autorin mit einem Abstecher über den Tamilischen Bürgerkrieg hinüber zu den Anschlägen auf Kirchen und Hotels an Ostern. Ohne jedoch Verbindungen oder Verbindungslinien aufzuzeigen, weil es einfach keine gibt. Zwischendrin, wie durch einen Geistesblitz erhellt, leuchtet schließlich die Erkenntnis auf: „Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ hat sich inzwischen zu den Attentaten bekannt. Es ist das erste Mal, dass Sri Lanka Angriffe von Islamisten erlebt. Und es ist auch das erste Mal, dass in dem Tropenstaat Christen so gezielt angegriffen werden.“

Also doch keine Buddhisten. Sondern wieder einmal das gleiche Pack, dass auch in New York, Paris, Madrid, Barcelona, Brüssel, London, Nigeria, Berlin, Nizza und sonst wo mit dem Kriegsgeschrei Allah Akbar um sich schießt, sprengt, plattfährt und angeblich nicht religiös motiviert messert vergewaltigt und mordet.

Dann folgt ein wenig Länderkunde und die auch bei WIKIPEDIA nachzulesenden Zahlen, dass Sri Lanka aus 70 Prozent Buddhisten (Singalesen), 12 Prozent Hindus (Tamilen) und zehn Prozent Muslimen und sieben Prozent Christen (Tamilen) besteht.

Nach einem kurzen Ausflug zum tamilischen und Singalesischen Bürgerkrieg – Krieg zwischen Hindus und Buddhisten – schweißt die Autorin dann Christen und Muslime zu einer Art Abrahamitischen Schicksalsgemeinschaft zusammen.  „Sowohl die Christen als auch die Muslime gerieten immer wieder zwischen die Fronten des Konfliktes, in dem etwa 100.000 Menschen starben. Mindestens zehn Priester wurden getötet.“ Dann sind endlich die gefunden, die Schuld an der ganzen Misere haben. Die böse buddhistische Mehrheit. Zitat: „Das Ende des Bürgerkriegs mit dem Sieg über die tamilischen Rebellen stärkte die Position der mehrheitlich buddhistischen Singhalesen – auf Kosten der ethnischen und religiösen Minderheiten.“ Damit nicht genug. Laut Autorin hatten Muslime noch viel mehr unter der buddhistischen Tyrannei zu leiden als die Christen. „Bei mehrtägigen anti-muslimischen Ausschreitungen 2014 wurden mindestens vier Menschen getötet und 80 verletzt.“ Über diese Opferzahlen kann man seit 2015 in Deutschland nur müde lächeln. Vier Tote schaffen Merkels Spezialgäste locker in einer Woche. Breitscheidplatzkiller Amri sogar 12 innerhalb weniger Sekunden.

Mehr Morde muslimischer Migranten in Deutschland als Übergriffe von Buddhisten in Sri Lanka

Allein 2018 fielen in Deutschland „Im Bereich Mord, Totschlag, Tötung auf Verlangen 230 Deutsche einer Straftat zum Opfer, an der mindestens ein tatverdächtiger Zuwanderer beteiligt war“, heißt es im Lagebild. Dies sei ein Anstieg von 105 Prozent im Vergleich zu 2017 (112) gewesen. „Davon wurden 102 Personen Opfer einer vollendeten Tat“, schreibt die WELT bei der Vorstellung eines unlängst erschienenen BKA-Berichtes.

Alle weiteren Versuche Muslime als Opfer zu stilisieren – eine Aneinanderreihung von Bagatellfällen ohne einen einzigen Toten – sind fast eine Verhöhnung der christlichen Opfer angesichts des gezielten permanenten islamistischen Terrors. Und so kommt die Autorin nach dem bekannten Muster am Ende zum gewünschten Ergebnis: „All das bietet einen Nährboden für die Radikalisierung junger Muslime.“

Damit hat sie bereits die Moral jener angenommen, die von ihren Opfern ein Schweigen und Kehle hinhalten erwarten. Das funktioniert in dieser Form in einem sich nach Selbstzerstörung sehnenden dekadenten masochistischen linken pseudointellektuellen Christentum, aber nicht in einem 2500 Jahre alten Buddhismus, der den infernalischen Ansturm muslimischer Eroberer, als auch die britische Kolonialzeit überlebt hat. Der ist zwar friedlich und hat nie Eroberungsgelüste gezeigt, aber lässt sich auch nicht mehr abschlachten.

Dazu hat man ihn in Indien in einem beispiellosen Massaker zu sehr dezimiert. Sein einziger Nachteil. Die islamische Community, sprich der politische radikale Islam, versteht es mit Hilfe westlicher dekadenter Eliten und Medien inzwischen perfekt trotz weltweiter Gräueltaten an „Ungläubigen“ sich stets als Opfer dazustellen. Je mehr Morde geschehen, je mehr Liebe wird ihm von linksgrünen Masochisten und Gutmenschen, ja selbst vom Papst, entgegengebracht.

Allein, dass die Autorin in einem Artikel den islamistischen Anschlag mit 360 Toten zusammen mit einer etwas rabiaten Gottesdienststörung radialer Buddhistischer Mönche erwähnt, die mit einem Palmzweig einen Pfarrer „schlugen“, zeigt den Zustand einer Kirche und ihren Eliten, die ohne Steuergelder keinen Tag länger leben würde. Sie könnte wahrscheinlich nicht einmal die Heizkosten für ihre kaum noch genutzten Immobilien, sprich Kirchen, aufbringen, geschweige denn einen Pressdienst unterhalten.  Klaus Lelek

ps: Ach, wo sind eigentlich die „Buddhastatuen“ abgeblieben. Die hat uns die Autorin glatt unterschlagen. Vielleicht haben sie die Taliban inzwischen gesprengt…

Quelle: journalistenwatch.com vom 26.04.2019 


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