„Vice“-Magazin verherrlicht Linksextremismus

 

Antifa contra Salvini (Foto:Imago/CarstenThesing)
 

„Vice“, das auch in Deutschland erscheinende, angebliche „Lifestyle- und Jugendmagazin“ macht in seiner aktuellen Ausgabe unverblümte Werbung für die linksextremistische und kriminelle „Antifa“. „#DankeAntifa: Es ist gut, dass Ihr Probleme bekämpft, die der Staat verdrängt!“, jubelt der Autor Juri Sternburg in einem aktuellen Beitrag, und ergänzt: „Wir brauchen euch so dringend wie selten zuvor!“

Auf mehreren Seiten folgt sodann eine haarsträubende Verherrlichung von linksradikalen Kampagnen und Gewalttaten. Offenbar in Übertragung der heftigen Gegenreaktion auf Donald Trumps kürzliche Drohung, den US-amerikanischen Ableger der „Antifa“ als Terrorgruppe einzustufen, wird in dem Artikel diffus aneinandergereihten, womöglich irgendwie zusammengegoogelten „amerikanischen Rechten unter Trump“ wie der „Alt-Right“-Bewegung oder konservativen Militär-Think-Tanks (die dort allerdings schon immer ein Teil des politischen Spektrums darstellten) ein angeblich an allen Ecken und Enden erstarkender Rechtsextremismus in Deutschland und Europa gegenübergestellt. Und weil der Staat dagegen nichts tut, kommen linksextreme Kriminelle natürlich gerade recht – findet „Vice„.

 

Zynische Häme über Opfer linksextremer Gewalt

Perverse, zynische Verniedlichungen linker Gewalttaten gegen fremdes Eigentum – wie etwa die anhaltenden Anschläge auf Autos politischer Gegner – sind für „Vice“, das als werbefinanziertes Medium ja gerade den verhassten Kapitalisten seine Existenz verdankt, offenkundig kein Problem. In Sternburgs Text stehen allen Ernstes Sätze wie diese: „Dass es immer mal wieder Aktionen von Linksradikalen gibt, bei denen Luxusautos brannten, scheint den guten Deutschen extrem zu wurmen… Fun Fact: Alle möglichen Leute zünden Autos an. In Berlin gibt es Anschlagsserien auf Autos, die Neonazis gehören, Autodiebe zünden Autos an, Pyromanen, gelangweilte Jugendliche, arbeitslose Feuerwehrmänner.“ Whataboutism at its best, und falsch dazu: Ein Blick in die polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass die Zahl linksextremistischer Straftaten gegenüber 2012 um fast ein Drittel auf 1.648 Straftaten angestiegen ist. Die Anschläge von „gelangweilten Jugendlichen, arbeitslosen Feuerwehrmännern“ fallen hingegen mit Null ins Gewicht.

Zu politischen Kontroversen – etwa den Nahostkonflikt oder die von Kevin Kühnert grundlos angezettelte Systemdebatte über eine neosozialistische Renaissance – fehlt dem Autor entweder Hintergrundwissen oder er hat dazu schlicht keine Meinung; mit Phrasen wie „man kann darüber streiten, ob…“ entzieht er sich der Positionierung. Aber dafür weiß er ganz genau: „Eine Sache allerdings ist nicht verhandelbar. Dieses Land braucht eine starke antifaschistische Bewegung. Jedes Land der Welt braucht eine Antifa. Es sollte Konsens sein, dass (Neo-)Faschismus unbedingt und unmittelbar dort bekämpft werden muss, wo er sich ausbreitet.“ Und wo das ist, was abgefackelt oder wer angezündet oder zusammengeschlagen wird, bestimmen natürlich die jeweiligen Linksautonomen an der Basis. Ganz in mentaler SA-Tradition eben, deren eigentliche Erben diese „Aktivisten“ in Wahrheit sind.

Rechtfertigungslehre für Hobbyrevoluzzer

Die Legitimation von Lynchjustiz und primitivster, roher Straßengewalt zieht sich wie ein roter Faden durch das unfassliche Pamphlet: Weil „…die Polizei und ihr von Law-and-order-Fetischisten wie der Heilige Gral vor sich her getragenes Gewaltmonopol“ gewisse Minderheiten – „Sinti, Roma, Muslime„, aber auch „Homosexuelle und Migrantinnen  und Migranten“ nicht mehr schützen können, brauche es „antifaschistische Strukturen„. Es ist die uralte Rechtfertigungslehre für Anarchie als Traumzustand wohlstandlinker Hobbyrevoluzzer.

Natürlich bekommen auch die Gegner der Seenotrettung im Mittelmeer, ebenfalls alles Faschisten, ihr Fett weg: So ist der Beitrag mit dem Foto von einer „Antifa“-Demonstration illustriert, auf der ein Spruchband gegen den italienischen Innenminister Mattheo Salvini zu sehen: „Salvini zu Salami„. jouwatch hat zur Dokumentation dasselbe Foto über diesen Beitrag gestellt (siehe oben). Ein wahrhaft „origineller“ Slogan der linken Menschenfreunde. Wie die hier demonstrierende Klientel, die „Vice“-Redaktion oder Großteile der Öffentlichkeit reagieren würden, wenn bei Pegida & Co. ein Banner mit dem Slogan „Merkel zu Mett“ umhergetragen würde – man möchte es sich lieber nicht ausmalen.

Der Autor schließt mit einer geradezu irren Romantisierung des „Antifa“-Heldendaseins, wohl gedacht als verdeckter Rekrutierungsaufruf: „Antifa zu sein, heißt nicht, Neonazis doof zu finden. Antifa zu sein bedeutet, Repressionen von Staat, Neonazis und ihren Helfern und Helferinnen zu erdulden. Antifa zu sein, bedeutet, sich selbst in Gefahr zu bringen, um andere zu schützen. Seine Freizeit zu opfern. Oftmals auch sein Privatleben zu vernachlässigen. Archive anzulegen. Kameradschaften auszuspähen. Verbindungen sichtbar zu machen. Sich mit der Kamera im Gebüsch bei irgendwelchen Neonazi-Konzerten im Hinterland zu verstecken, um Strukturen aufzudecken. Antifa zu sein, heißt: auch mal aufs Maul zu kriegen. Im Gefängnis zu sitzen. Unverständnis von Familie und Umfeld zu ernten.“

„Vice“ als Teil des medialen Establishments

Dass das in Kanada gegründete, heute in New York ansässige Unternehmen Vice Media, das „Vice“ herausgibt, solche Werbetexte für eine klar verfassungsfeindliche und verbrecherische Organisation teilt, ist ein um so größerer Skandal, als das Magazin praktisch global, über diverse Online- und Print-Ausgaben in verschiedenen Ländern, breit vertreten ist, wobei alleine die monatlichen Drucknummern eine Gesamtauflage von 1,2 Millionen verbreiteten Exemplaren erreichen. Diese wiederum sollen, nach Angaben des Verlages, über Multiplikatoren- und Mehrfachlesereffekte „von rund 130 Millionen Lesern“ gelesen werden. Die deutsche Ausgabe wurde 2005 gegründet, hat eine Monatsauflage von immerhin rund 100.000 Exemplaren und beschäftigt laut „Wikipedia“ 140 Mitarbeiter. Das Unternehmen kooperiert sogar mit dem Social-Media-Riesen „Snapchat“ und produziert Content für deren Ableger „Discover“.

Seit 2019 ist Felix Dachsel, früherer Mitarbeiter von „Spiegel Online“ und „Zeit“, verantwortlicher Chefredakteur; seine Vorgängerin war die Ex-„Stern“-Reporterin Laura Himmelreich, die eigentlich nur für eine von ihr selbst (mit entlarvendem zeitlichen Abstand von fast einem Jahr) thematisierte angebliche Äußerung des FDP-Politikers Reiner Brüderle über ihre Oberweite in Erinnerung geblieben ist. Das linksjournalistische Milieu, das für „Vice“ federführend ist, hat offenkundig keine Probleme mit solch einer Antifa-Verherrlichung ersten Ranges. Verwundern wird dies niemanden, der sich mit der Entwicklung der deutschen Medien in den letzten Jahren befasst hat. (DM)

Quelle: journalistenwatch.com vom 05.08.2019 


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