FRÜHERER VW-CHEF MATTHIAS MÜLLER BEKOMMT NUR 2700 EURO RENTE AM TAG

Der frühere VW-Chef Matthias Müller ist jetzt im Ruhestand und bekommt vom Autobauer 2700 Euro Rente am Tag

Ex-Chef Matthias Müller (rechts) mit seinem Nachfolger Herbert Diess. Foto:dpa

Vor gut zwei Jahren verlor Matthias Müller den Machtkampf gegen Herbert Diess und musste als VW-Vorstandschef abtreten.

Nach seinem Abgang erhielt er Abfindungszahlungen in Höhe von 17,8 Millionen Euro.

Nun ist Müller in den Ruhestand eingetreten und bekommt vom Autobauer eine Rente von rund 2700 Euro – pro Tag.

In Stuttgart-Zuffenhausen fand Matthias Müller sein Glück. Dort, in der Zentrale von Porsche, steuerte er seit dem Jahr 2010 die Geschäfte des weltbekannten Sportwagenbauers. Der Absatz der Nobelkarossen schnellte in Müllers Zeit nach oben, Gewinne in Milliardenhöhe ließen die Familienclans Porsche und Piëch jubeln. Und Müller brachte die ersehnte Ruhe zurück nach Zuffenhausen.

Denn in den Jahren zuvor hatte eine erbitterte Übernahmeschlacht zwischen Porsche und VW getobt, an deren Ende die Marke Porsche zur VW-Konzerntochter wurde, aber die Porsches und Piëchs die Macht beim weltgrößten Autobauer übernahmen.

Porsche-Chef sei sein Traumjob, betonte Müller immer wieder. Die emotionale Beziehung zur Luxusmarke zeigt sich auch daran, dass Müller privat Porsche sammelt. Ein Fahrzeug jeder Baureihe des legendären 911er stehe in seiner Garage, erzählte Müller schon mal mit Leuchten in den Augen.

Die Dieselaffäre vertrieb den gelernten Werkzeugmacher dann aus seinem Porsche-Paradies. Nach dem Rücktritt von VW-Vorstandschef Martin Winterkorn im Herbst 2015 nahmen ihn vor allem die Familien in die Pflicht, nach Wolfsburg zu wechseln. Fortan war Müller als Krisenmanager gefragt, der Volkswagen durch die schwierigste Zeit in der langen Konzerngeschichte manövrieren musste. Eine Rolle, die ihm durchaus gelang, aber spürbar weniger gefiel.

Nach zweieinhalb Jahren als VW-Chef musste Müller im April 2018 abtreten. Er verlor das Duell gegen Herbert Diess, der schon länger Müller von der Spitze verdrängen wollte und dann vor gut zwei Jahren mit dem einflussreichen Betriebsrat paktierte. Die Eigentümerfamilien Porsche und Piech ließen Müller fallen und vertrauten nun Diess.

Nach seinem Abgang als VW-Chef erhielt Müller 17,8 Millionen Euro als Abfindung

Das Tröstliche für Verlierer in VW-Machtkämpfen ist, dass sie in der Regel mit reichlich Geld das Werksgelände verlassen dürfen. Das galt auch für Müller: Laut Geschäftsbericht 2018 bekam er nach seinem Rücktritt Abfindungszahlungen in Höhe von 17,8 Millionen Euro. Sein Vertrag endete offiziell im Februar 2020, seitdem ist er Rentner und erhält sein Ruhegehalt vom Konzern.

Der renommierte Vergütungsexperte Heinz Evers rechnete für Business Insider die Müller-Rente aus. Demnach hat der langjährige Top-Manager einen Anspruch von 62 Prozent auf sein Fixgehalt aus dem Jahr 2016, das bei 1,584 Millionen Euro lag. Daraus ergibt sich ein monatliches Ruhegehalt von 81.800 Euro, macht rund 2700 Euro Rente pro Tag. Damit liegt er knapp hinter dem VW-internen Spitzenreiter, seinem Vorgänger Winterkorn (3100 Euro am Tag). Für Müllers Altersversorgung hat der Autobauer über die Jahre mehr als 30 Millionen Euro zurückgelegt.

Ganz soviel Rente wie Winterkorn und Müller bekommen die aktuellen VW-Vorstände nicht mehr. Auf Drängen der Arbeitnehmervertreter kürzte der Autobauer die Altersversorgung, die allerdings immer noch sehr üppig ausfällt.

Quelle: businessinsider.de vom 29.06.2020 


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2 Kommentare zu FRÜHERER VW-CHEF MATTHIAS MÜLLER BEKOMMT NUR 2700 EURO RENTE AM TAG

  1. ulrike sagt:

    Millionenabfindung und es reicht immer noch nicht.
    Der Konzern hat ne Meise dem auch noch täglich 2.700 Euro Rente zu zahlen.

    Davon kann jeder VW Mitarbeiter nur träumen. Also kauft fleissig die VW Kutschen damit solche Manager in Saus und Braus leben können.

  2. Kleiner Grauer sagt:

    Farbige Fotos machen doch einen guten Eindruck. Das sieht man das DIE einen schönen Binder um haben.

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