Stammen die Runen und damit die deutsche Sprache aus Nordafrika?

Stammen die Runen und damit die deutsche Sprache aus Nordafrika? Das behaupten Forscher, die in Karthago (heute Nähe von Tunis in Tunesien) germanische Runen gefunden haben. Könnte das sein oder ist diese These ein weiterer Versuch der Gehirnwäsche zur Eliminierung unserer deutschen und auch europäischen Kultur?

Zunächst einmal ist ein Runenfund in Karthago nicht verwunderlich, da dort die germanischen Vandalen unter König Geiserich ein eigenes Reich aufgebaut hatten. Die Vandalen stammten ursprünglich aus dem Gebiet der Weichselmündung, waren also Elbgermanen und wanderten mit den Westgoten zunächst nach Spanien und dann 429 über Gibraltar nach Nordafrika. Nach dem Geschichtsschreiber Prokopios waren es etwa 80 000 Menschen, davon 20.000 Krieger.

Die Römer ließen die Vandalen ziehen, damit sie von ihnen verschont blieben und weil sie einen Brückenkopf bilden sollten in den Streitigkeiten mit dem oströmischen Kaiser in Konstantinopel, dem Regenten des nun christlichen Imperium Romanum, zu dem Nordafrika als Provinz „Africa“ gehörte und aufgrund seiner wirtschaftlichen Reichtümer der beste Steuerzahler des westlichen Imperiums war und Rom mit Getreide versorgte.

Die Vandalen errangen die Seeherrschaft im Mittelmeer, plünderten 455 Rom, was sicher kein so kluger Schachzug war. Dieses Vandalen-Reich war ständig gefährdet aufgrund des Drucks der Berber aus dem Süden und hielt auch nicht lange, da unter den Nachfolgern König Geiserichs Thronstreitigkeiten auftraten, die der oströmische Kaiser nutzte, um seine Ansprüche durchzusetzen und die Vandalen 534 durch eine Militäraktion auslöschte.

Thomas Cole «Der Lauf des Imperiums – Zerstörung». Das Gemälde des amerikanischen Malers aus dem Jahr 1836 spielt auf die Zerstörung Roms durch die Vandalen an. Foto: Wikipedia


Die Vandalen verwendeten Runen, daher sind die Funde zu erklären, und sie hatten die Runen bereits mitgebracht auf ihrer Wanderung von Germanien nach Karthago. Sicher haben die Katharger den Vandalen nicht die germanische Runenschrift beigebracht, wie einige Forscher nun passend zur BLM-Bewegung behaupten! Sie begründen das damit, dass die Punier Phönizier gewesen seien und damit eine der ältesten Alphabete verwendeten. Das germanische Runenalphabet unterscheidet sich wesentlich vom phönizischen, das keine Vokale kennt, und auch von den ägyptischen Hieroglyphen.

Woher die germanischen Runen kommen, lässt sich nicht sicher belegen, nur vermuten, da sie Anklänge an das etruskische und griechische Alphabet haben. Jedes der 24 Runenzeichen hat eine eigenständige Bedeutung und kann für sich allein stehen oder als Buchstabe für einen Text verwendet werden. Nach den ersten sechs Zeichen heißt das Runenalphabet Futhark, die zehnte Rune sieht aus wie ein kleines Kreuz und heißt eigenständig „Not“ und vertritt den Buchstaben N. Diese Rune stand für Unglück!

Die Germanen gehören zu den Indogermanen, deren Zentrum im nördlichen Bereich zwischen dem Schwarzen Meer und dem Kaspischen Meer lag. Von da aus kann man radiale Wanderungsbewegungen feststellen: Die Germanen Deutschlands und Europas zogen also gen Westen. Die germanischen
Runen dürften daher eine eigenständige Entwicklung sein. Ob sie von der mesopotamischen Keilschrift abzuleiten sind oder inspiriert wurden, sei dahingestellt.

In Skandinavien wurden bisher die meisten auch älteren Runenfunde gesichtet: Ein weiterer Beweis gegen die These, dass die Karthager den Germanen die Runen beigebracht haben sollen, wohingegen in Karthago es lange Zeitstrecken keine weiteren oder gar ältere Runenfunde gibt. Sicher sind die Phönizier nicht an den Küsten Europas bis Skandinavien gesegelt, um den Germanen die Runen beizubringen. Ein solches Eindringen in ihren Herrschaftsraum hätten die Wikinger auf jeden Fall verhindert, und es gibt darüber auch keine Belege.

Die Germanen haben wenige schriftliche Zeugnisse hinterlassen, da die Runen nicht nur in Stein gemeißelt, sondern meistens auf vergängliches Holz geritzt wurden – nachgewiesenermaßen für das Losorakel auf längliche Buchenstäbe, daher kommt das heutige Wort „Buchstabe“. Vor wichtigen Entscheidungen wurde das Losorakel mit Runen, eingeritzt auf Stäben auf Buchenholz, geworfen; die Deutung war Sache des Hausvaters.

Den Runen wurde auch eine magische Bedeutung zugeschrieben, denn sie wurden auf Waffen geritzt und sollten bei Speeren die Zielgenauigkeit verbessern. Die Bedeutung der Runen für die Germanen zeigt sich auch in den Namen, die sie ihren Mädchen gaben: Gudrun (gute Rune) oder Ortrun (geheime Rune an der Spitze einer Waffe). Wenn die Runen auf Waffen geritzt wurden oder auf langlebige Gebrauchsgegenstände wie Kämme, sind sie erhalten. In Thüringen hat man vor 15 Jahren einen Kamm gefunden, auf dem das Wort „Kamba“ (Kamm) mit Runen eingeritzt war.

Nach der germanischen Mythologie habe der Göttervater Odin (aus dem Geschlecht des Asen), den Germanen die Runen gegeben. Bei der christlichen Missionierung der germanischen Goten hat Bischof Wulfila die germanischen Runen weiterentwickelt und dabei lateinische und griechische Sprach-Elemente aufgenommen bei der Niederschrift der gotischen Wulfila-Bibel. Die Thorn-Rune wurde ausgesprochen wie das englische th. Am bekanntesten ist das gotische Vaterunser in gotischer Runenschrift.

Insgesamt muss man sagen, dass die neu aufgestellte These, die Punier (Phönizier ) hätten den Germanen die Runen beigebracht, jeglicher Grundlage entbehrt und es sicher kein Zufall ist, dass derzeit alles hochgejubelt wird, was aus Afrika kommt. Wobei man sagen muss, dass Nordafrika durch die Zugehörigkeit zum Imperium Romanum auch stark europäisch und christlich geprägt war, kulturell aber auch von der Zusammensetzung der Bevölkerung her. Das änderte sich erst mit dem Zusammenbruch des Imperium Romanum, so dass dann Berber vom Süden her eindrangen und das Gebiet übernahmen.

Diese Gehirnwäsche findet nun auf allen Ebenen statt und hat zum Ziel unser germanische Identität zu untergraben. Was der „Gröfaz“ nicht geschafft hat, sollen nun Wissenschaftler besorgen, indem laufend komplette Definitionsänderungen stattfinden, sodass bisherige Sachverhalte ins Gegenteil verkehrt werden oder so schwammig definiert, dass alte Bezeichnungen ihren Wert verlieren sollen.

Germanische Familie vor Beginn der Christianisierung ab dem 4. Jahrhundert. Foto: Unbekannt


Angeblich hätte es nach neueren Forschungen die germanischen Stämme gar nicht gegeben oder sie waren wegen der Wanderungsbewegungen so kurzlebig, dass man sie als Stamm gar nicht fassen könne und daher die alten Stammesbezeichnungen wie Sueben lieber weglassen solle ebenso wie den Begriff „Germanen“, da das ein Sammelbegriff sei, der von Tacitus verwendet wurde. Stimmt, die Germanen bezeichneten sich mit ihrem Stammesnamen, aber es gab eine gemeinsame germanische Sprache von Nord bis Süd, gemeinsame Runen, gemeinsame Werte und eine gemeinsame Kultur.

Im frühen Mittelalter wurde Deutschland als „Germanien“ bezeichnet in Abgrenzung zu Frankreich, das „Gallien“ genannt wurde. Sankt Bonifatius war ab 719 Missionserzbischof von Germanien, das von der Gegend um Hamburg bis nach Salzburg reichte und bis ins Elsass mit Lothringen und bis in die heutige Schweiz (St.Gallen). Die germanischen Stämme gab es aber über viele Jahrhunderte, allein die Alemannen sind mehr als 2000 Jahre nachweisbar. Cäsar (+44 v. Chr.) hat sich mit ihnen herumgestritten, aber sie gab es schon Jahrhunderte vorher. Ob sie sich nun aus der mesolithischen oder neolithischen Bevölkerung heraus entwickelt haben, dürfte doch in diesem Zusammenhang keine Rolle spielen, dann wären sie schon 4000 Jahre vor Christus als Volk ansässig gewesen.

Da die Alemannen von den Römern mit Argusaugen betrachtet wurden und diese auch Ansässigkeitskarten angefertigt haben, weiß man, dass die Alemannen zunächst weiter nördlich siedelten und dann als Unterstamm der Sueben ins heutige Südwestdeutschland (vor allem Baden-Württemberg) gezogen sind, wo sie bis vor 40 Jahren als „Schwaben“ deutlich erkennbar waren, aber nun durch die massive Massenimmigration schon stark ausgetauscht sind.

Wir haben von insgesamt 82 Millionen Einwohnern in Deutschland bereits 20 Millionen Deutsche mit Migrationshintergrund und zehn Millionen Ausländer, Tendenz steigend. Von den 50 Millionen angestammten Deutschen sind circa 25 Millionen im Rentenalter. Jetzt soll noch unsere gemeinsame deutsche Vergangenheit ausgemerzt werden, indem Afrika hochgejubelt wird, damit der Austausch der angestammten deutschen Bevölkerung möglichst widerstandslos vollends ins Finale gebracht werden kann.

Die neu aufgestellte These, dass die Phönizier bis nach Nordeuropa gesegelt wären und den Germanen die Runen beigebracht hätten, ist einfach abstrus, und es gibt dafür auch keine Belege. Die Germanen, besonders die Wikinger, hätten einen solchen Einfluss keineswegs geduldet. Ein solches Verhalten wie heute mit gebrochenem Rückgrat wäre niemals denkbar gewesen.

Die Römer haben versucht, die Germanen zu kaufen (mit vorteilhaften Verträgen, mit Geld oder Wohlleben), was ihnen bei einigen Stämmen im Bereich des heutigen Nordrhein-Westfalen auch gelungen ist, aber nicht bei den Alemannen und den Bajuwaren. Diese haben dann 476 im Verbund mit anderen germanischen Stämmen von „Germania Magna“ den Limes überrannt und damit das Ende des alten Imperium Romanum eingeleitet.

Quelle: compact-online.de vom 04.07.2020


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4 Kommentare zu Stammen die Runen und damit die deutsche Sprache aus Nordafrika?

  1. ulrike sagt:

    Solche Forscher spinnen doch. Vor allem stammen wir aus Afrika. Lachhaft.

  2. Kleiner Grauer sagt:

    Hat das der Neitzel* von NTV geschrieben der alles über den II. WK weiß?
    Der und alle überflüssigen Kulturhistoriker wissen alles über die dummdämlichen Deutschen. Die dummdämlichen Deutschen sind so gefährlich in Ihrer Blödheit, daß 75 Jahre nach Kriegsende immer noch mit Besatzung auf DIE aufgepasst werden muß!
    Frage: Was wollte Ötzi hier wenn es die Stämme nicht gab? Hat der etwas von der Himmelsscheibe von Nebra gewusst? Die dürfte es auch nicht geben!
    Auszug
    #Forschungen die germanischen Stämme gar nicht gegeben oder sie waren wegen der Wanderungsbewegungen so kurzlebig, dass man sie als Stamm gar nicht fassen könne und daher die alten Stammesbezeichnungen wie Sueben lieber weglassen solle ebenso wie den Begriff „Germanen“, da das ein Sammelbegriff sei, der von Tacitus verwendet wurde. Stimmt, die Germanen bezeichneten sich mit ihrem Stammesnamen, aber es gab eine gemeinsame germanische Sprache von Nord bis Süd, gemeinsame Runen, gemeinsame Werte und eine gemeinsame Kultur.#
    Auszug Ende
    *Der Neitzel kommt schon in den Pyramiden und bei den Freimaurern vor. Die Niete im Zirkel…!

  3. Kleiner Grauer sagt:

    Die nicht existierenden Stämme hatten vor über 4000³ Jahren schon Computer oder Funk besessen.
    Die haben sich per Funk mit Punkt und Pause Texte übermittelt. Wie sonst sind über 200 000 Mann wie auf Kommando mit einmal durch das unbewohnte* Germanien auf die Römer los? Die hatten so eine Wut im Bauch, die haben nicht mal Nachschub an Essen mit losgeschickt. Heute sagt man Etappe dazu!
    Von einer hervorragenden Tarnung hängt der Sieg ab! Und die Tarnung hatten Sie. Der Schild war als Bildschirm getarnt, der Speer war die getarnte Antenne, den Strom bekamen diese Barbaren-diese Horndreher, aus Ihrem barbarischen Bart durch Reibung! Damals gab es schon Knöpfe-den haben heutige Hochkulturen noch nicht erfunden.
    *unbewohnt-nur von Auerochsen und Römern besiedelt.
    Ein Ochse ist doch kastriert. Wie haben die Weiblichen Tiere Kälber bekommen? Waren das die Römer?
    Warum haben die Römer am Rhein gesiedelt wo doch danach das Niemandsland begann?
    Scheinbar alles Ochsen!
    Habe nochmals „gelesen“ hier kommt im Text der Begriff „Gröfaz“ vor. Den Begriff verwendet nur der Willi Reichling von „Reichsdeppen“ oder „Sonnenstaatsland“ an
    ##Reichling’s Blog
    Reichling’s Blog mit dem Untertitel Das Deutsche Reich und andere alten Kamellen ist die Aufklärungsseite des Internetaktivisten Willi Reichling (Pseudonym).
    Die Seite ist eine der ältesten Aufklärungsseiten über Reichsideologen im Internet. Trotz des unfreiwilligen[1] falschen Apostrophs ist es die wohl beste und umfangreichste Sammlung von Recherchen und Informationen über das Thema im Netz, wobei auch die Betroffenen selbst in der Kommentarfunktion zu Wort kommen. ##
    Hütet Euch dort Kommentare abzugeben! Der, nein DIE, machen aus allem den §130 daraus!
    Willi stammt die ScheiXXX Abschlussarbeit aus Eurem Bunker-Lennestraße?

    • birgit sagt:

      Willi sollte mal bei Hugin und Munin nachfragen, wie es nun richtig gewesen ist, mit dem Stamm der Germanen.

      IHR habt genug Raben in Kleinistanbul. Macht die Fenster EURER Buchte auf und schon werdet IHR geholfen !

      Allerdings, bestellt vorher das Buch „Wie spreche ich rabanisch ? „.

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