Aserbaidschan vermeldet bewaffnete Auseinandersetzung an Grenze zu Armenien

POLITIK

An der Grenze zu Armenien ist es am Sonntag laut dem aserbaidschanischen Verteidigungsministerium zu einer bewaffneten Auseinandersetzung gekommen. Beide Seiten haben nach Angaben der Behörde Verluste zu beklagen.

„Ab Mittag, am 12. Juli, haben Einheiten der armenischen Streitkräfte den Waffenstillstand auf dem Tovuz-Abschnitt der aserbaidschanisch-armenischen Grenze grob verletzt und unsere Stellungen mit Artilleriegeschützen beschossen. Beide Seiten haben Verluste zu beklagen“, teilte der Pressedienst des Militäramtes gegenüber der Agentur RIA Novosti mit.

Die Gefechte gingen in dieser Richtung weiter. Von der aserbaidschanischen Seite sind nach eigenen Angaben zwei Militärangehörige getötet worden. Weitere fünf hätten Verletzungen erlitten. Auch unter armenischen Militärs gebe es Verluste. Derweil gab das armenische Verteidigungsministerium keinen Kommentar dazu ab.

Bergkarabachkonflikt

Im Februar 1988 war in dem mehrheitlich von Armeniern bewohnten und zu Aserbaidschan gehörenden autonomen Gebiet Bergkarabach ein Konflikt ausgebrochen, nachdem Bergkarabach seinen Austritt aus der Aserbaidschanischen SSR verkündet hatte. Im September 1991 wurde im Verwaltungszentrum von Bergkarabach, Stepanakert, die Republik Bergkarabach ausgerufen. Im Zuge des militärischen Konfliktes in den Jahren 1992-1994 hatte Aserbaidschan die Kontrolle über Bergkarabach verloren.

Seit dem Jahr 1992 laufen Verhandlungen über eine friedliche Beilegung des Konfliktes im Rahmen der Minsker OSZE-Gruppe. Es handelt sich eigentlich um einen Konflikt zwischen Armenien, das die Interessen der Republik Bergkarabach vertritt, und Aserbaidschan. Dieses besteht weiter auf der Rückgabe Bergkarabachs und Armenien auf dessen Unabhängigkeit von Aserbaidschan.

ns/sna/ae

Quelle: Sputnik vom 12.07.2020 


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