Unruhen in Caracas: Maduro meldet Verletzte unter Militärs


Bergfürst

© AFP 2019 / Federico Parra

POLITIK

Bei den Auseinandersetzungen zwischen Oppositionsanhängern und regierungstreuen Sicherheitskräften in der Hauptstadt Caracas sind laut dem venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro fünf Militärs verletzt worden.

„Es gibt fünf verletzte Militärangehörige bei den Unruhen auf dem Altamira-Platz. Zwei von ihnen befinden sich in kritischem Zustand“, sagte Maduro am Mittwoch gegenüber dem staatlichen Fernsehen.

Laut Maduro erlitten noch drei Polizisten Verletzungen.

Maduro zeigte sich bei einem Live-Event nach dem versuchten Militärputsch der Opposition am Dienstagmorgen erstmals wieder in der Öffentlichkeit.

Auf Bitte des Präsidenten wurden im Fernsehen mehrere Videos gezeigt, bei denen Oppositionsführer Leopoldo Lopez neben den sich ihm angeschlossenen Militärs zu sehen ist. Die Militärs sollen schwere Maschinengewehre auf der Brücke unweit vom Altamira-Platz in Stellung gebracht haben.

Laut Maduro zeugt dies von der Absicht der Opposition, „ein Blutbad in Caracas  anzurichten“.

Auf einem anderen Video ist zu sehen, wie ein oppositionstreues Militär das Feuer eröffnet habe, allem Anschein nach in die Luft.

Wie Maduro weiter betonte, blieben noch 20 bis 25 Militärs oppositionstreu. Sie seien aber bereits ausfindig gemacht worden.

 

Juan Guaidó, Oppositionschef und selbsternannter Präsident Venezuelas,hatte am Dienstag an die Armee des Landes appelliert, Staatschef Nicolás Maduro zu entmachten. Guaidó und seine Unterstützer versammelten sich auf der Autobahn vor der Militärbasis La Carlota bei Caracas.

Guaidó teilte diesbezüglich via Twitter mit, dass er bereits die Unterstützung der Streitkräfte des Landes erhalten habe, und kündigte in seinem Kampf gegen den legitim gewählten Präsidenten die so genannte „Endphase“ an.

Maduro erklärte daraufhin, dass – trotz des Putsch-Appells der Opposition – die gesamte militärische Führung Venezuelas regierungstreu bleibe.

 

Am 23. Januar hatte sich der Präsident der Nationalversammlung von Venezuela, Juan Guaidó, während Protesten zum Übergangspräsidenten des Landes erklärt. Die Vereinigten Staaten sowie mehrere Länder Lateinamerikas und weltweit auch andere, darunter das EU-Parlament, hatten Guaidó umgehend als Interimsstaatschef anerkannt. Russland, China, die Türkei und weitere Staaten bekundeten dagegen Solidarität mit Maduro, der seinen Rücktritt ablehnte und von einem von den Vereinigten Staaten inszenierten Putschversuch sprach.

Quelle: Sputnik vom 01.05.2019 


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