Brasilien: Früherer IWF-Mann wird Chef der Zentralbank

Neuer brasilianischer Notenbank-Chef wird der ehemalige Mitarbeiter des IWF und Investmentbanker Ilan Goldfajn. Finanzminister Henrique Mereilles kündigt ein rigides Austeritäts-Programm für Brasilien an.

Der brasilianische Finanzminister Henrique Meirelles kündigt ein rigides Sparprogramm und den neuen Notenbankchef an. (Foto: dpa)

Der brasilianische Finanzminister Henrique Meirelles kündigt ein rigides Sparprogramm an. (Foto: dpa)

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Neuer Chef der Zentralbank Brasiliens wird der bisherige Chefökonom der Geschäftsbank Itau, Ilan Goldfajn. Das teilte Finanzminister Henrique Mereilles am Dienstag mit. Zugleich versicherte Mereilles, der unter Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva selbst an der Spitze der Notenbank gestanden hatte, die Unabhängigkeit der Bank stehe nicht in Frage. Übergangspräsident Michel Temer, der CIA-Informant gewesen sein soll, werde dem Parlament eine Verfassungsänderung vorschlagen, um die Autonomie der Zentralbank gesetzlich zu verankern. Dies sei bislang nicht der Fall. Zudem sollen US-Öl-Konzerne ungehinderten Zugang zum brasilianischen Öl-Markt erhalten.

Goldfajn war  von 1996 bis 1999 für den IWF tätig und wurde von 2000 bis 2003 Vizegouverneur der brasilianischen Notenbank, berichtet die Agencia Brasil. Anschließend war er als Investmentbanker und Finanzberater tätig.

„Er hat mit mir gearbeitet“, sagte Finanzminister Mereilles. Goldfajn ersetzt Alexandre Tombini, der aber noch bis zur Abstimmung im Senat über Goldfajn das Amt ausübt. Brasilien steckt in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten.

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Erwerbslosen- und Inflationsraten sind hoch. Zudem lähmt der Machtkampf um das Präsidentenamt das Land seit Monaten. Mereilles hat ein rigides Sparprogramm angekündigt. Er will das Rentensystem reformieren – „wenn nötig“ – Steuern erhöhen und das Arbeitsrecht lockern. Am Donnerstag hatte der Senat nach einer Marathonsitzung die vorläufige Amtsenthebung von Präsidentin Dilma Rousseff beschlossen. Übergangspräsident Temer übernahm das Amt für zunächst 180 Tage.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten vom 17.05.2016


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