Die Seeschlacht am Skagerrak und der deutsche Sieger Admiral Scheer am 31. Mai 1916 – Die Einzige Seeschlacht des 1. Weltkriegs gewannen die Deutschen

 Kolonne: Herzstück der beiden Flottenverbände waren die modernen...

Kolonne: Herzstück der beiden Flottenverbände waren die modernen Schlachtschiffe. Das Deutsche Reich besaß 16 Schiffe dieser Klasse, Großbritannien dagegen 28. Die Briten waren den Deutschen nicht nur numerisch überlegen. Allein die britische „Malaya“ war mit 25 Knoten wesentlich schneller als ihre deutschen Pendants, die maximal 20 Knoten schafften. Auch die acht Geschütze der „Malaya“ mit einem Kaliber von 38,1 Zentimeter übertrumpften die deutschen (30,5). Das Bild zeigt deutsche Kriegsschiffe auf dem Weg in die Schlacht.



Berlin (dpa) – Westlich der Meerenge Skagerrak zwischen Norwegen und Dänemark lieferten sich Deutschland und Großbritannien am 31. Mai 1916 die einzige große Seeschlacht des Ersten Weltkriegs. In der Schlacht am Skagerrak (englisch: Battle of Jutland) standen sich die deutsche Hochseeflotte unter Admiral Reinhard Scheer mit 22 Schlacht- und Linienschiffen und die Grand Fleet unter Admiral Sir John Jellicoe mit 28 Schlachtschiffen gegenüber. Auf beiden Seiten kamen leichte Kreuzer sowie zahlreiche Zerstörer und Torpedoboote dazu. 60 000 Briten kämpfen gegen 45 000 Deutsche.

Gegen 15.30 Uhr eröffnete der deutsche Kreuzer «Elbing» das Feuer. Innerhalb weniger Minuten sanken die britischen Schlachtkreuzer «Indefatigable» und «Queen Mary». Es kam zu erbitterten Gefechten mit hohen Verlusten. In der Nacht konnte sich Scheer einer Umklammerung seiner Flotte durch britsche Schiffe entziehen. Schließlich brach Jellicoe das Gefecht ab, auch die deutsche Flotte zog sich zurück.


Am Ende gab es 14 Schiffsverluste und knapp 6100 Tote auf britischer sowie 10 verlorene Schiffe und mehr als 2500 Tote auf deutscher Seite. Unter den Toten war auch der deutsche Schriftsteller Gorch Fock. Die Schlacht brachte keine Veränderung der taktischen Lage: Die britische Marine kontrollierte weiter die Seewege nach Deutschland.

Admiral Reinhard Scheer der                                                                                                 Strategische Sieger der Schlacht am Skagerrak

Reinhard Scheer wurde am 30. September 1863 in Obernkirchen geboren. Er war ein Marineoffizier der Kaiserlichen Marine und führte als Admiral am 31. Mai/1. Juni 1916 die deutsche Hochseeflotte in die Skagerrakschlacht, eine der größten Seeschlachten der Geschichte. Sein Admiralsstander wehte im Top des Linienschiffes FRIEDRICH DER GROßE, von dem aus Scheer die Flotte kommandierte.

Die Sieger vom Skagerrak: Admiral Scheer und Admiral Hipper (zeitgenössische Fotopostkarte)

Folgende Ausführungen nach: Alfrit Zweiten, Skagerrak oder: Das Spiel geht weiter!, Schlüchtern 2010, S. 154 ff.:

Scheer besiegte die britische Royal Navy, indem er den „screen“ des commander in chief, Jellicoe, mit der deutschen Hochseeflotte durchbrach und die „Grand Fleet“ schwer bedrängte. Die deutsche Hochseeflotte machte das britische „crossing the T“ unwirksam und vereitelte durch die überragende Qualität der an Zahl so deutlich unterlegenen „Hunnenflotte“ einen britischen Sieg und damit den Plan der Briten, in die Ostsee einzudringen.

Quelle: Ohne Autorenangabe, Skagerrak! – Der Ruhmestag der deutschen Flotte, Berlin 1916, S. 128/129

Diese und folgende Ausführungen nach:

Friedrich von Kühlwetter: Skagerrak! – Der Ruhmestag der deutschen Flotte, Berlin 1933

Bis zum heutigen Tage wird dies von den Briten bestritten, aussagefähige Quellen werden vorenthalten und es wird sogar eine so genannte „Geschichtsklitterung“ (bewusste Verfälschung von erwiesenen Tatsachen) betrieben. Als federführend gilt hier insbesondere der spätere commander in chief Beatty, der sich durch sein unglaubliches Verhalten selbst disqualifizierte und deshalb ein berechtigtes Interesse an einer „Bereinigung“ der historischen Vorgänge während der Schlacht am Skagerrak hatte.

Die deutsche Hochseeflotte besiegte den zahlenmäßig weit überlegenen Gegner, wobei die deutschen Schiffe den Briten schwere Verluste zufügen konnten. So verlor die britische Flotte etwa das Doppelte an Schiffstonnage und Mannschaften in dieser Schlacht.

 

„Ein Gedanke der richtig ist, kann auf

die Dauer nicht niedergelogen werden.“

Otto von Bismarck

 

zitiert nach: Johann Winkelhagen: Das Rätsel vom Skagerrak – Eine Quellenanalyse, Leipzig 1925, S. 1

Quelle: Alfrit Zweiten, Skagerrak oder: Das Spiel geht weiter!, Schlüchtern 2010, S. 171

Quelle: Alfrit Zweiten, Skagerrak oder: Das Spiel geht weiter!, Schlüchtern 2010, S. 172

Die Lüge ist die furchtbarste aller Mütter.                                                                     Sie gebiert den Hass und den Mord ! 

Diese Presse (gemeint ist nicht nur die zeitgenössische Presse im Hinblick auf die verfälschte Darstellung der Skagerrakschlacht, sondern gerade auch die heutige!) lebt von der Lüge, das ist die traurige Wahrheit.

(zitiert nach: Alfrit Zweiten, Skagerrak oder: Das Spiel geht weiter!, Schlüchtern 2010, S. 91)

Das Bild zur Skagerrak-Schlacht über dem Grundstein des Marineehrenmals.

Admiral Reinhard Scheer legte am 8. August 1927 unter dem Leitspruch: „Für deutsche Seemannsehr, für Deutschlands schwimmende Wehr, für beider Wiederkehr“ den Grundstein für das Marine-Ehrenmal in Laboe. Der von Professor G.A. Munzer entworfene, 85 Meter hohe Turm stellt einen Rammbug dar, wie er an den Panzerschiffen des frühen 20. Jahrhunderts üblich war. Infolge dessen wurden die Panzerschiffe im Sprachgebrauch der Marine als „Plätteisen“ bezeichnet. Die feierliche Einweihung des Monumentes erfolgte am 31. Mai 1936.

Der Grundstein des Marineehrenmals heute…

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In der anglo-amerikanischen, aber in letzter Zeit auch verstärkt in der deutschen Literatur zur deutschen Marine im Ersten Weltkrieg finden sich immer wieder Hinweise auf eine letzte, alles entscheidende Schlacht, die  Scheer mit der gesamten Hochseeflotte gegen die Briten durchzusetzen suchte.

Dem gegenüber steht die wahre Absicht Scheers, der mit der Hochseeflotte einen massiven Versuch unternehmen wollte, die alliierten Truppen von ihrem Nachschub abzuschneiden, um dadurch den Verlauf des Krieges doch noch entscheidend zu Gunsten Deutschlands zu verändern.

Infolge meuternder Matrosen und eines Offizierskorps, welches zum größten Teil nicht mehr zur Fahne stand, kam dieses Vorhaben jedoch nicht mehr zustande.

Die ausbrechende Meuterei auf zahlreichen Einheiten der Flotte, die wenig standhaften, der Fahne nicht mehr treuen Offiziere und die daraus resultierende Revolution mit allen ihren Begleiterscheinungen hatten ihn menschlich schwer getroffen. Dass auch sein persönlicher Aufklärer ihn jahrelang bespitzelt und hintergangen hat, Dienstgeheimnisse weitergab und anderes mehr, hat ihn ebenfalls zutiefst verletzt. So ging Admiral Scheer im Jahre 1918 aufgrund des Matrosenaufstandes und der daraus resultierenden Revolution in den Ruhestand.

Er war bekannt (und gefürchtet!) wegen seines konsequenten Eintretens für seine Männer – auch nach seiner Pensionierung! Daher war es auch nicht verwunderlich, dass seine Person unter ständigen Anfechtungen Dritter litt.

Quelle: Alfrit Zweiten, Skagerrak oder: Das Spiel geht weiter!, Schlüchtern 2010, S. 228

Flaggen deutscher Flotten…

Eingang zur Gedenkhalle…

Gedenktafel der Bordkameradschaft ADMIRAL SCHEER…

Heute ist das Marineehrenmal in Laboe nicht nur den 35.000 im Ersten Weltkrieg und den 120.000 im Zweiten Weltkrieg gefallenen deutschen Seeleuten, sondern den Gefallenen aller Marinen gewidmet. Dieser Umstand ist ein fragwürdiges Unterfangen, so lange dies eine „Einbahnstraße“ ist; denn weder us-amerikanische noch britische Ehrendenkmäler gedenken gleichermaßen der Gefallenen der deutschen Marinen.

Am 26. November 1928 verstarb Scheer in Marktredwitz und wurde in Weimar beigesetzt. Der Admiralsstander mit der Unterschrift „Skagerrak“ schmückt noch heute sein Grab.

Screenshot (601)

Gedenktafel Australien-Deutschland

Screenshot (602)

Screenshot (603)

US-amerikanische Gedenktafel

Im Jahre 1934 wurde eine Gedenktafel zu Ehren des Siegers der Skagerrak-Schlacht an seinem ehemaligen Wohnhaus in der Scheerstr. 11 in Weimar angebracht, die nach dem Kriege verschwand…

Gedenktafel von Reinhard Scheer nach 65 Jahren wieder aufgetaucht!

Die gesäuberte Gedenktafel in Farbe..

Die Präsentation der restaurierten Gedenktafel durch Ernst Lahner…

Und der Unterlegene britische Gegenspieler der Skagerrak-Schlacht Admiral Jelicoe, den die Engländer bis heute als Sieger verkaufen:

 Sieger: Dem britischen Befehlshaber John Jellicoe wurden nach der Schlacht...

Der Seekrieg 1914-1918 in seltenen Filmaufnahmen:

Quelle: europeonline-magazine.eu und Nachrichtenagentur ADN (SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46) vom 31.05.2016

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