Celle: Polizistin in Regionalzug von Asylbewerber aus Marokko angegriffen und verletzt


Dildoking

Thomas Roth/CC-BY-SA-3.0
Archivbild.

22.04.2017 – 22:37 Uhr

DEUTSCHLAND. Ein 35 Jahre alter Asylbewerber aus Marokko hat am Donnerstag eine 24-jährige Polizistin in einem Regionalzug angegriffen. Ein 27-jähriger Polizeikollege konnte ihn von der jungen Beamtin wegreißen.

Es war um 22.40 Uhr, als die Zugbegleiterin einen Fahrgast im Regionalzug Richtung Celle kontrollierte. Der Mann hatte keinen Fahrschein und weigerte sich seine Personalien vorzuzeigen. Dabei verhielt er sich so bedrohlich, dass die Zugbegleiterin die Polizei zur Unterstützung rief.

Als der Zug im Bahnhof Celle anhielt, stiegen eine 24 Jahre alte Polizeibeamtin und ihr 27 Jahre alter Kollege in den Zug und forderten den Fahrgast auf, sich auszuweisen. Auch nach mehrfacher Ansprache kam der Mann dieser Aufforderung nicht nach.

Kollege ebenfalls verletzt

Zur weiteren Klärung sollte der Schwarzfahrer den Zug verlassen, was er ebenfalls nicht wollte. Dann entschieden sich die Beamten, den Mann aus dem Zug zu führen.

Hierbei griff der Mann unvermittelt die Polizistin an und drückte sie zwischen die Sitze. Die Enge des Zuges erschwerte das Einschreiten ihres Kollegen, aber schließlich konnte er mit Hilfe eines beherzten Fahrgastes den Angreifer von der Beamtin wegreißen.

Mit der zwischenzeitlich eingetroffenen polizeilichen Verstärkung konnte der Mann überwältigt und festgesetzt werden. Bei einer anschließenden Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich bei dem 35 Jahre alte Mann um einen Asylbewerber aus Marokko handelte.

Strafverfahren eingeleitet

Da sich der Mann stark aggressiv verhielt und sich kaum bändigen ließ, wurde er in ein psychiatrisches Krankenhaus eingewiesen. Zudem wurde eine Blutprobe entnommen, um festzustellen, ob sein Verhalten möglicherweise auf den Konsum berauschender Mittel zurückzuführen sein könnte.

Die beiden jungen Polizeibeamten wurden bei der Auseinandersetzung im Zug verletzt, konnten aber ihren Dienst nach ambulanter Versorgung fortsetzen.

Gegen den Marokkaner wurden Strafverfahren wegen Erschleichen von Leistungen, Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet, wie die Polizei mitteilte.

Quelle: freiezeiten.net vom 22.04.2017 (Überschrift geändert Redaktion staseve)

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