Unsere Frauen?

Foto: Durch Liderina/Shutterstock
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#Unsere Frauen. Die gibt es nicht. Genauso wenig wie unser Land und unsere #Grenze. Ob es da einen Zusammenhang gibt?

Von Volker Kleinophorst

An einem leicht alkoholgeschwängerten Abend kam es bei einem Freund und mir zu einer wirklich knallharten Generaldiskussion zum Thema „#Deutschland schafft sich ab“ und warum das wohl so ist.

An einer Stelle sagte ich: „Du ist doch schon auffällig. Die Verbindung läuft immer über die Frauen. Also migrierende Männer schwängern, heiraten „unsere Frauen“, ihre schließen sie weg.“

„Unsere Frauen?“ Er guckt mich kopfschüttelnd an. „Unsere Frauen. Was soll denn das bitteschön sein“

„Hör mal. Die deutschen Frauen. Unsere Mädels.“

Also da kann er nix mit anfangen. „Die gehören doch nicht uns. Die können doch zusammen sein, mit wem sie wollen.“

„Nein, die gehören nicht uns, jedenfalls sicher nicht so wie im #Islam. Aber dennoch gehören sie zu uns und stehen auch unter unserem Schutz, wenn sie bedroht werden. Egal wie sie sind. Dass wir deutschen Männer keinen Zugang zu deren Frauen haben, darauf achten aber alle ausländischen Gemeinden, auch Russen, oder Albaner, nicht nur die Moslems, peinlich genau. Das ist doch nicht zu übersehen.“

Konnte er so gar nichts mit anfangen. War so was zwischen #Macho und ja, #Rassismus.

Einige Tage später beobachte ich eine Szene auf einem Konzert. Ein Mann (und diesmal ist es kein Codewort, sondern wirklich ein deutscher Mann gemeint) betatscht immer wieder eine Frau, die vor mir steht.

Nicht bösartig, aber grenzwertig. Es ist eindeutig zu sehen, dass sie nicht angefasst werden will. Er hat keine Chance, aber die nutzt er und lässt nicht locker. Das kann man ja charmant machen und plump. Er war der plumpe Typ. Aber auch jetzt kein Typ vor dem man Angst haben muss. Ihr Mann steht daneben.

Ich find es, wenn ich die große Klappe „Ich brauch keinen Mann, der für mich eintritt“ vieler Mädels Revue passieren lasse, schon einen Witz, dass Frau nicht mit einer gezielten Bemerkung die Situation beendet.

Der Mann muss es aber auch mitgekriegt haben. Er macht nichts. Eine Bemerkung hätte „höchstwahrscheinlich“ gereicht.

Da hab ich echt lange drüber nachgedacht.

Unsere Frauen? Wer meine anpackt, den ruf ich schon zur Ordnung. Kam aber selten vor.

Ich denke, dieser ganze Pazifismus, die Humanität, diese konfliktscheue Menschenfreundlichkeit hat noch eine ganz andere Triebfeder:

Feigheit. Angst, sich weh zu tun.

Denn: Wenn man zuschlägt, tut die Hand hinterher ganz schön weh. Die Boxhandschuhe sind zum Schutz der Hände, nicht zum Schutz des Gegners.

Da scheint ein Erfahrung zu sein, die heute immer weniger gemacht haben. Und deshalb jede Auseinandersetzung scheuen.

Ich kann nur sagen, gibt Schlimmeres, als ein paar aufs Maul zu kriegen. Und manchmal gewinnt man ja auch. Ich will hier jetzt nicht eine Ode auf die Gewalt singen und dass man sich in jedes noch so aussichtslose Getümmel stürzen soll, aus nichtigen Anlässen. Wie schon erwähnt, in dem Fall hätte eine klare Ansage sicher gereicht.

Aber immer zurückweichen geht nicht, dann ist man wenn es mal wirklich ernst wird, schlecht vorbereitet.

Diese Scheu vor dem Kampf, verkauft man sich selbst als Friedfertigkeit.

Aber es ist Angst. Und da hat Angela Merkel Recht. Angst ist ein schlechter Ratgeber.

Besonders, wenn sie dazu führt, dass man vor einer Gefahr die Augen verschließt.

Ich habe auch Angst. Wer sich gerne schlägt, ist doch ein Psychopath. Aber seine Angst kann man auch überwinden.

Wieso ich in der Situation nicht eingegriffen habe?

Ein Männerding: Kann doch den Mann nicht bloßstellen.

Außerdem: Ist ja „seine“ Frau.

Und eigentlich muss er selbst drauf aufpassen.

Auch wenn sie ihm „rein rechtlich“ nicht gehört.


Höllberg

Quelle: journalistenwatch.com vom 02.11.2017

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