Katholiken: Mixa, Zdarsa und die AfD: Das blinde Auge des Bischofs


Bergfürst

(c) Dr. Christoph Goldt [CC BY-SA 2.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/deed.en)]

 

Wir brauchen keine ‚Political Correctness‘ “ (Bischof Zdarsa)

Dass sich die Kirchen heute mit politisch genehmen Wahlempfehlungen Vorteile im Sinne einer abbremsenden Wirkung auf Austrittswillige erhoffen, stellt ihnen ein klägliches Zeugnis aus. Dem Christentum ureigene, elementare Inhalte zeitgeistfremder Moral lagern sie in der Abstellkammer ein, und billiges Zeitgeistdenken präsentieren sie stattdessen im Angebot.

Ein Gastbeitrag Josef Hueber

Kardinal Woelki (Foto l.), immer zu haben, wenn es Spektakuläres bis Komisches bei der Glaubensvermittlung zu implementieren gilt, weiß, vermutlich aus göttlicher Eingebung, dass Christen „bei Wahlen nicht ihr Kreuz bei Parteien wie der AfD machen“ sollten.

Dieses neue Kirchenlied singt er nicht alleine: „ Das AfD-Programm stehe im Gegensatz zum christlichen Menschenbild“ lernen wir vom katholischen Verband ND in Würzburg.

ARGUMENTATIVE  VERRENKUNG

Peinlich für die Argumentation: „Aussagen der AfD etwa zu Familie, Abtreibung und Genderpolitik kämen Vorstellungen von vielen kirchlich denkenden Menschen zwar nahe … “

Ach so, dem kleinen Zwar inhaltlich nicht so relevanter Aussagen zu Nebensächlichkeiten wie Abtreibung, Familie, Genderideologie (die übrigens auch aus Rom Ablehnung erfährt)  muss man wohl ein großes Aber von Bedenklichkeit  hinzufügen. Hört, hört! Die erwähnten Nebensächlichkeiten, so wissen das die katholischen Mitläufer,  würden  a b e r „ethnisch instrumentalisiert und gegen Menschen anderer Herkunft in Stellung gebracht“.

Wie bitte? Aussagen zu Familie, Genderpolitik und Abtreibung werden „ethnisch instrumentalisiert“? Soll das heißen, dass das bedingungslose Ja zum Leben, das christliche Bild von Familie und Geschlecht, etwas mit Ethnie zu tun hat?

KOPF AUS DER DECKUNG – UND SCHNELLER RÜCKZUG

Eine aktueller Konflikt zeigt, wo die geistige und geistliche Reise hingeht, wenn Exzellenzen den moralischen Zeigefinger heben, ohne mit beiden Augen auf die Wirklichkeit zu blicken.

Bischof Mixa, einst Bischof von Eichstätt, ruhmlos ins geistliche Abseits gestellt, wollte sich aus der Deckung wagen und, eingeladen von einem AfD-„Populisten“, einen Vortrag über den Islam im Bistum Augsburg halten. Aber da hatte er wohl die Rechnung ohne den Hirt gemacht. Es war nämlich weder  mit Bischof Konrad Zdarsa noch mit Generalvikar Harald Heinrich abgesprochen. Also kam die Ausladung.

Ich hingegen schickte Bischof Zdarsa deswegen eine Einladung. Zu einer kleinen brieflichen Debatte. Den Lesern von PP soll sie nicht vorenthalten werden, damit sie, ob katholisch, christlich oder nichts davon, am Wahltag wissen, was man aus Gewissensgründen (nicht) wählen kann.

EINLADUNG ZUM GEDANKENAUSTAUSCH

Hier die (leicht gekürzte)  Mail  an Bischof Zdarsa (Augsburg):

Ich lese [auf Domradio.de] folgende Nachricht aus dem Bistum Augsburg  zu Ihrer Ausladung von Bischof Mixa, der einen Vortrag bei einer AfD- Veranstaltung über den Islam halten wollte.

Dort heißt es:

„Offenbar sei Mixa nicht bewusst,  „dass er mit seinem Verhalten bei vielen Menschen, insbesondere auch bei zahlreichen Gläubigen, große Verärgerung verursacht und damit dem Bistum Augsburg und der Kirche insgesamt schweren Schaden zufügt“.“

Ich möchte Ihr Zitat auf meine Person (und viele Christen) hin leicht verändern.

Das liest sich dann so:

„Offenbar sei Zdarsa mit der Ausladung Mixas nicht bewusst, „dass er mit seinem Verhalten bei vielen Menschen, insbesondere auch bei zahlreichen Gläubigen, große Verärgerung verursacht und damit dem Bistum Augsburg und der Kirche insgesamt schweren Schaden zufügt.“

Ich vermute, dass Sie von der AfD nicht mehr wissen, als man Ihnen in „Tagesschau“ und „heute“ erzählt hat, inklusive den Interviews mit Vertretern der Altparteien.

Wissen Sie nicht, dass unter den Wählern der AfD viele Katholiken sind, und dass es sogar eine Gruppe „ Juden in der AfD“ gibt, obwohl der Vorwurf „antisemitisch“ perpetuiert wird?

Wissen Sie nicht, dass es unter Katholiken sehr viele gibt, die das kirchenoffizielle Duckmäusertum gegenüber dem Islam nicht nur falsch, sondern sogar widerlich-anbiedernd finden?

Auch finde ich es beschämend (genau wie die „Kreuzabnahme“ von Marx und Bedford-Strohm auf dem Tempelberg), dass die christlichen Kirchen in Deutschland nicht mehr den Mut haben, sich mit dem Islam und seiner Unvereinbarkeit mit dem Christentum  auseinanderzusetzen und kritische Stimmen dazu nicht mehr hören wollen.

Noch zwei Denkanstöße mit Anschlussfrage, wenn Sie erlauben: Die größte religiöse Verfolgung der Gegenwart erleiden gegenwärtig die Christen. Wissen Sie durch welche Religion? Gehen Sie mal zum „Weltverfolgungsindex“.

In Deutschland haben wir ca. 100 000 Abtreibungen pro Jahr. Für die Kirche kein Thema mehr.

FRAGEN VOR DER RICHTIGEN WAHL

Anschlussfrage: Wissen Sie, welche Partei in Deutschland ( ausschließlich!) Christenverfolgung und Abtreibung thematisiert und Abtreibung im Parteiprogramm ablehnt? Im Internet werden Sie leicht fündig.

Letzte Frage: Würden Sie einen Vortrag über „ Grüne Politik“ in Ihrer Diözese zulassen?

Dann informieren Sie sich doch einmal, wie diese Partei – zusammen mit der SPD – zum Thema Abtreibung steht.

Die wollen zwar Insektensterben verhindern, aber schon wird bei ihnen gefordert, Abtreibung bis kurz vor der Geburt zu legalisieren.

Bedauerlicherweise verursacht dies bei Ihnen und den Gläubigen keine „ große Verärgerung“.

Eine Reaktion auf diese Mail erfolgte nicht.

Stattdessen lässt Mixa wissen, dass er noch weitere Einladungen seitens der AfD erhalten habe, ihnen aber nicht folgen werde.

So geht christlicher Bekennermut.

Quelle: philosophia-perennis.com vom 24.05.2019


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3 Kommentare zu Katholiken: Mixa, Zdarsa und die AfD: Das blinde Auge des Bischofs

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  2. Ulrike sagt:

    Pfaffen sollten sich grundsätzlich nicht in die Politik einmischen. Das hat noch nie was gutes gebracht. Die nehmen eh nur die dummen Gläubigen aus damit sie in Saus und Braus ihr Dasein fristen können diese elenden Heuchler.

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