Jubiläum Luftbrücke Berlin: Flugverbot für Rosinenbomber


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Foto:Von Horst Lieber/shutterstock
 

Berlin – Es ist unfassbar. Zum 70-jährigen Jubiläum der Luftbrücke verweigern Berliner Bürokraten den historischen Rosinenbombern die Überflugrechte für die Stadt.

Vor siebzig Jahren versorgten Amerikaner die von den Sowjets eingekesselte Stadt über die sogenannte Luftbrücke mit Lebensmitteln. Pausenlos landeten sie mit ihren Douglas DC-3  und C-47 in Tempelhof. Ihre Flugzeuge wurden zu den weltberühmten „Rosinenbombern“. Die ausgebombten Berliner waren den Piloten unendlich dankbar. Durch die Luftbrücke wurde sowohl eine Hungersnot in Westberlin verhindert und ebenso, daß Westberlin den Sowjets in den Schoß fiel. In Westberlin produzierte Güter wurden über die Luftbrücke ausgeflogen.

Auf den Schuttbergen des Dritten Reichs standen Kinder und winkten den Piloten zu. Die warfen, an kleinen Fallschirmen befestigt, Schokolade aus ihren Cockpitfenstern. Fast ein Jahr lang ging das so, vom 24. Juni 1948 bis zum 12. Mai 1949. Schließlich gaben die Sowjets ihre Blockade der Land- und Wasserwege nach Berlin auf und Westberlin blieb eine freie Stadt im kommunistischen Machtbereich.

Deutschland 2019: Nach einer fünftägigen, strapaziösen Reise über den Atlantik erreichen 20 Originalmaschinen mit 150 Crewmitgliedern Europa, um 70 Jahre Luftbrücke zu feiern. Die Veranstaltungen waren seit Monaten geplant. Nach Zwischenstopps in Grönland und in Island wollen die Piloten wie vor 70 Jahren über die Stadt fliegen und Schokolade aus ihren Cockpitfenstern werfen. Unter ihnen: Der 98-jährige Gail Halvorsen, von dem die Idee mit den Schokoladen-Fallschirmchen für die Kinder im zerbombten Berlin stammte. Und dann das: Es gibt keine Überfluggenehmigung. Ein Sprecher des Bürgermeisters Michael Müller (SPD) erklärte, trotz verlängerter Fristen seien nötige Unterlagen nicht „vollständig und korrekt“ eingereicht worden, berichtet die Bild.

Unzweifelhaft ist es so: 1948 hat niemand nach vollständigen und korrekten Unterlagen gefragt. Damals waren die Berliner froh über die amerikanische Luftbrücke, diese logistische Meisterleistung, in deren Verlauf über 100 Personen bei Unfällen ihr Leben ließen. Glücklich waren die Westberliner darüber, daß ihre Stadt nicht den Sowjets in die Hände fiel. Um zum 80-jährigen Jubiläum noch einmal Schokolade für die Kinder aus dem Fenster einer alten DC-3 zu werfen, müsste Gail Halvorsen 108 Jahre alt werden. Deutschland ist einfach nur noch zum Schämen. (RB)

Quelle: journalistenwatch.com vom 15.06.2019 


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3 Kommentare zu Jubiläum Luftbrücke Berlin: Flugverbot für Rosinenbomber

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  2. Kleiner Grauer sagt:

    Erst hat der Befreier ganz Deutschland zusammengebombt. Egal ob Erwachsene oder Kinder zerfetzt wurden. Da hing keine Schokolade an jeder Bombe für die Kinder. Die waren mit Hassparolen gegen uns beschrieben. Der Deutsche ist der einzige auf der Erde der seine Besieger verherrlichen muß.
    Wer käme denn in Berlin für die Schäden auf die die Schokolade durch den Abwurf heute anrichten würde! 100 Gramm auf ein Autodach oder auf den Kopf, oder die bleibt in der Oberleitung der Straßenbahn hängen. Ich halte den symbolischen Abwurf für Sarkasmus. Wie wäre es mit einer Anfrage in Vietnam. Nach dem Abzug der US Armee zum 50jährigen mit einem symbolischen Flug der B52 über Nordvietnam? Die Antwort der Vietnamesen wär von Bedeutung.
    Warum haben die Amerikaner nur 50% der CARE Hilfspakete an die Deutschen ausgeliefert die die UNO freigegeben hatte? Die Frage ist bis heute nicht beantwortet.

  3. Kleiner Grauer sagt:

    Wer lesen und denken kann liest zwischen den Zeilen.
    Mit rechnen kommt man auch an die unzurXXX

    Im Netz gefunden
    Auszug

    #CARE-Pakete („Cooperative for American Remittances to Europe“) sind Nahrungsmittelpakete, die nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges im Rahmen von amerikanischen Hilfsprogrammen nach Europa geschickt wurden. 100 Millionen CARE-Pakete wurden in Europa verteilt.[1] Fast zehn Millionen Pakete erreichten zwischen 1946 und 1960 Westdeutschland; davon gingen drei Millionen nach West-Berlin, insbesondere 1948/1949 über die Berliner Luftbrücke.[2]
    Als nach dem Zweiten Weltkrieg Millionen von Menschen ohne Nahrung, Kleidung und Medikamente waren, gründeten am 27. November 1945 in den USA 22 Wohlfahrtsverbände die private Hilfsorganisation CARE („Cooperative for American Remittances to Europe“), um Hilfsaktionen für Europa zu koordinieren. Auch die US-Armee beteiligte sich und stellte aus ihren Depots 2,8 Millionen überflüssig gewordene Armeerationspakete für die ersten Lebensmittellieferungen zur Verfügung.[3]
    Das Verbot, Hilfslieferungen nach Deutschland zu senden, endete im Dezember 1945. Ab dem 5. Juni 1946 war es auch möglich, CARE-Pakete in die amerikanische Besatzungszone zu schicken.[4] Vom 21. Juni 1946 an durften CARE-Pakete in die Britische Besatzungszone und ab Dezember 1946 auch in die Französische Besatzungszone gesandt werden.
    Die ersten CARE-Pakete für die Amerikanische Besatzungszone trafen im August 1946 im Hafen von Bremen ein. Die meisten davon wurden von US-Bürgern an Verwandte geschickt. #
    Auszug Ende

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