Vera Lengsfeld: Stasi-Zersetzungsmethoden haben Hochkonjunktur

Neustadt/Hambach, 10. Juli 2020 (ADN). Am Abend des 2. Januar 1992 – dem ersten Tag der Öffnung der Stasiakten – sagte die DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley, dass sie sicher sei, das die Stasi-Unterlagen von allen Möchtegern-Herrschern genau studiert werden würden. Darauf verwies die ehemalige DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld am Freitag auf dem Hambacher Schloß beim 3. Neuen Hambacher Fest hin. „Wir würden es in Zukunft mit der Anwendung der von der Stasi entwickelten Zersetzungsmethoden zu tun haben. “ Bohley habe Recht behalten. Die Blaupause für den heutigen Umgang mit Andersdenkenden stecke tatsächlich in der Anleitung zur Zersetzung von „feindlich-negativen Elementen“. Heute würden sie als Rechte, Verschwörungstheoretiker, Rassisten oder Nazis bezeichnet.

„Das zeigt aber genau die Schwäche der Politisch-Korrekten. Wer so substanzlos ist, muss die Debatte fürchten wie der Teufel das Weihwasser“, so Lengsfeld. Es gebe keine öffentliche Debatte mehr. An ihre Stelle sei ein verqueres, aber todernstes Spektakel getreten. Dietrich Bonhoeffer habe zu seiner Zeit ähnliche Erfahrungen gemacht. Daraus folgt: Stasi-Zersetzungsmethoden haben derzeit Hochkonjunktur.  

Quelle: Nachrichtenagentur ADN (SMAD-Lizenz-Nr. 101 v. 10.10.46) vom 10.07.2020

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