Bombe auf VW-Gelände wird heute entschärft

Eine Karte zeigt ein von einer möglichen Bombenentschärfung betroffenes Gebiet in Wolfsburg. © Stadt Wolfsburg

Mitten auf dem VW-Gelände in Wolfsburg liegt eine Fliegerbombe.

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Auf dem Werksgelände von Volkswagen in Wolfsburg muss heute eine Fliegerbombe entschärft werden. Der angrenzende Ortsteil Sandkamp wird dafür seit 10 Uhr evakuiert. Bei der Vorbereitung von Bauarbeiten waren zuvor verdächtige Objekte gefunden worden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat diese am Freitag freigelegt und den 250 Kilogramm schweren Blindgänger entdeckt. Rund 690 Menschen müssen ihre Wohnungen verlassen.

Bürgertelefon für betroffene Anwohner

Als Ausweichquartier steht die Arena auf dem Forum AutoVision der Wolfsburg AG zur Verfügung. Dort versorgt und verpflegt das Deutsche Rote Kreuz die evakuierten Menschen. Die Stadt richtet zudem ein Bürgertelefon ein: Unter(05361) 28 12 34 können Anwohner Fragen stellen oder auch noch kurzfristig einen Transport bestellen, wenn sie nicht allein in der Lage sind, ihr Haus oder ihre Wohnung zu verlassen. Das Telefon ist heute seit 9 Uhr besetzt.

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Sperrungen und Umleitungen

Die Ortsteil-Einfahrtsstraßen Oststraße, Stellfelder Straße, Tappenbecker Landstraße und Appelchaussee sowie alle Straßen im Ortsteil Sandkamp werden während der Entschärfung gesperrt. Während Evakuierung und Entschärfung werden zudem mehrere Buslinien umgeleitet. So fährt die Linie 211 von 12 Uhr an ab Tunnel West über die Haltestellen Saarstraße, Brücke VW-West, Grauhorststraße und Brücke Sandkamp zum Bahnhof Fallersleben. Von dort setzt sie dann den gewohnten Weg fort. Auch die Evakuierungs-Sammelstelle in der Arena auf dem Forum AutoVision kann mit der Linie 211 erreicht werden.

Evakuierung fällt in Werksurlaub

Die Auswirkungen auf die Arbeit im VW-Werk sind vergleichsweise gering, da zurzeit Werksferien sind. Umbau- und andere Arbeiten, die in dieser Zeit erledigt werden, müssen jedoch während der Zeit der Evakuierung ruhen.

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Jüngste Verdachtsfälle waren keine Bomben

Wo heute Varianten der VW-Modelle Golf, Tiguan und Touran gebaut werden, wurden während des Zweiten Weltkriegs Rüstungsgüter hergestellt. Das Gelände war deshalb Ziel von Bombardierungen. Untersuchungen gab es schon mehrfach, 2012 und 2014 hatten sich verdächtige Objekte jedoch nicht als Bomben erwiesen.

Quelle: NDR vom 10.07.2016



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