Fall Julian Reichelt – Mathias Döpfner: Es gibt dieses Kulturproblem bei „Bild“ nicht im ganzen Springer-Verlag

Mathias Döpfner am Rednerpult (Fabian Sommer / dpa)
Mathias Döpfner, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und Vorstandsvorsitzender von Axel Springer SE. (Fabian Sommer / dpa)

Der Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns Axel Springer, Mathias Döpfner, sieht im Fall Reichelt kein „Kulturproblem“ für den ganzen Verlag.

Es gebe dieses Problem bei „Bild“, sagte er in einer Videobotschaft an Mitarbeiter. Deswegen müsse man hier sehr schnell noch viel grundlegender an der Modernisierung und Veränderung der internen Kultur im Sinne von Respekt arbeiten, führte Döpfner aus. Das gelte nicht für die große Mehrheit der Mitarbeiter; in den meisten Unternehmen des Konzerns herrsche eine vorbildliche Kultur. Der Springer-Chef bat die Mitarbeiter, sich im Zusammenhang mit Machtmissbrauch und bei nicht respektvollem Umgang im beruflichen Miteinander zu melden, offen zu sprechen und „keine Angst zu haben“.

Döpfner sprach in dem rund sieben Minuten langen Video zunächst über die internen Ermittlungen und die Beweggründe, den „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt von seinen Aufgaben zu entbinden. Reichelt habe zunächst die Beziehung zu einer ihm unterstellten Mitarbeiterin bestritten. Das Unternehmen habe dann diese Woche „zwei sehr glaubwürdige Zeugenberichte bekommen, die dargelegt haben, dass es diese Beziehung sehr wohl gibt“. Reichelt sei daraufhin erneut konfrontiert worden, woraufhin er die Beziehung eingeräumt habe. „Und damit war klar: Erstens, er hat aus den Fällen von damals nichts gelernt. Zweites, er hat uns nicht die Wahrheit gesagt.“ Vorwürfe des Machtmissbrauchs gegen den 41 Jahre alten Reichelt standen seit Anfang März im Raum.

Döpfner nahm auch Stellung zur New York Times, die am Sonntag über eine ältere private Kommunikation von ihm berichtet hatte. Darin soll Döpfner Reichelt als letzten und einzigen Journalisten in Deutschland bezeichnet haben, der noch mutig gegen den „neuen DDR-Obrigkeitsstaat“ aufbegehre. Dazu sagte Döpfner in der Videobotschaft unter anderem: „Eine private SMS ist kein Tweet, ist kein Post, ist keine öffentliche Rede. Und wenn man in einer privaten Unterhaltung aus dem Zusammenhang gerissen etwas zitiert, dann unterschlägt man Polemik, Ironie, Übertreibung.“ Er lege Wert darauf, dass das privat sei und nicht wie ein Zitat behandelt werde. Das sei doch eine Grenzüberschreitung, sagte der Springer-Chef.

Quelle: Deutschlandfunk vom 21.10.2021

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2 Kommentare zu Fall Julian Reichelt – Mathias Döpfner: Es gibt dieses Kulturproblem bei „Bild“ nicht im ganzen Springer-Verlag

  1. Kleiner Grauer sagt:

    Es gibt in der BRiD keine unterschiedlichen Verlage, oder unterschiedliche Meinungen bei Denen. Es ist alles Abgesprochen und alle haben die gleiche Metze!

  2. Kleiner Grauer sagt:

    Schenkelklopfer von Döpfner! Alles Engel! DIE kann man ja nun gar nicht in solchen teuflichen Posten gebrauchen. Und wenn der Hengst im Stall zu sehrt tobt, dann wird der auch auf die Weide gepflockt!
    Ganz klare Ansage! Bei Denen und hier in den Stadt und weiteren Verwaltungen heißt es: Wer vögelt heute wem?

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