Flüchtlinge: Ohne Betreuung und Beschäftigung wird es kritisch

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Flüchtlinge an der mazedonischen Grenze. Bild: Youtube / ARD
Flüchtlinge an der mazedonischen Grenze. Bild: Youtube / ARD

Hunderttausende Menschen strömen nach Deutschland. Ein Land, von dem sie sich Wohlstand versprechen. Eine Hoffnung, die jedoch für viele von ihnen nicht aufgehen wird. Das schafft Probleme, die man schon im Vorfeld verhindern muss.

Von Marco Maier

Es ist kein großes Geheimnis, dass insbesondere in den unteren sozialen Schichten die Kriminalität stärker vertreten ist als etwa in der Mittelschicht. Wer kaum Geld hat, versucht sich eben auf „alternative Weise“ ein Zusatzeinkommen zu schaffen. Dazu reicht ein Blick in die Statistiken. Nimmt man dies als Anhaltspunkt, kommt ein etwas flaues Gefühl in Sachen Flüchtlinge auf. Vor allem dann, wenn man die schiere Menge an Menschen berücksichtigt, die nicht einfach nur in Flüchtlingslagern dahinvegetieren wollen.

Bei den oftmals traumatisierten Kriegsflüchtlinge muss man bedenken, dass der Hang zum Drogengebrauch ohne entsprechende psychologische Betreuung deutlich ansteigen kann. Das Taschengeld selbst reicht dafür nicht aus. Arbeit? Wird es für die meisten von ihnen ohnehin nicht geben. Ohne Beschäftigung (Perspektiven) und entsprechende Unterstützung bleibt nur ein tristes, eintöniges Leben, aus dem nicht wenige versuchen könnten auszubrechen. Wer die Gräuel von Krieg, Massakern und Vergewaltigungen miterlebt hat, weist zudem auch ein höheres Gewaltpotential auf. Auch wenn diese Menschen gar nichts dafür können.

Hinzu kommen die vielen Armutsmigranten aus Nordafrika und anderen Weltgegenden, die sich dem Treck der Kriegsflüchtlinge angeschlossen haben, weil sie sich in Deutschland eine goldene Zukunft versprechen. Die es allerdings auch für sie kaum gibt. Ohne Top-Ausbildung und etwas Glück haben ja noch nicht einmal jene Menschen eine solche Zukunft vor sich, die schon hier leben. Auch das ist ein Faktum, welches sich nicht wegleugnen lässt. Wie soll ein Land, welches selbst genügend Arme „produziert“, nun diesen Menschen plötzlich ein Leben in Wohlstand ermöglichen?

Betrachtet man nun das Gesamtbild, sieht es für die Zukunft doch düster aus. Hunderttausende Menschen zusätzlich noch auf Hartz-IV-Niveau leben zu lassen, die teilweise auch noch traumatisiert sind und zudem noch all ihrer Illusionen vom Leben in einem Land in dem Milch und Honig fließen beraubt wurden, ist nichts weiter als die Schaffung von unzähligen tickenden Zeitbomben. Ein Abrutschen vieler Menschen in die Kriminalität beinahe unvermeidlich.

Ohne einen wirklich durchdachten und funktionierenden Plan, wie man all diesen Menschen auch Betreuung und Beschäftigung bieten kann, wird es nicht funktionieren. Denn diese Million Menschen, die allein in diesem Jahr nach Deutschland kommen und die vielleicht noch einmal 2-5 Millionen Menschen, die noch in den nächsten Jahren folgen werden, kann man so nicht dauerhaft unterbringen. Außer man möchte sich Slums heranziehen, in denen rechtsfreie Räume entstehen und kriminelle Banden das Sagen haben. Hier helfen keine utopischen Vorstellungen verträumter Weltverbesserer weiter, die von einem Friede-Freude-Eierkuchen-Leben phantasieren. Hier muss man die harten Fakten analysieren und entsprechende Maßnahmen treffen, dass eben so etwas nicht passieren wird. Doch wie und vor allem ob so etwas möglich ist, steht auf einem anderen Blatt Papier. Denn in Sachen Flüchtlingspolitik versagt ganz Europa auf einer Linie.

Quelle: Contra-Magazin vom 25.09.2015

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