Rosenkohl – Gemüse mit krebshemmenden Eigenschaften

10.08.2015
Sandeep Godiyal

In den Medien ist viel über Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler wie Brokkoli, Kohl und Rosenkohl zu lesen. Tatsächlich sind sie unglaublich gesund. Zum einen liefern sie sehr viele Ballaststoffe, die bei der Verdauung, aber auch beim Abnehmen, helfen. Zum anderen sind sie bepackt mit Vitaminen und Mineralstoffen, die eine nährstoffarme Diät wunderbar ergänzen.

Und auch die Schwefelverbindungen werden ausgiebig untersucht, weil sie offenbar helfen, Krebs zu verhüten und sogar zu behandeln, wenn die Krankheit bereits ausgebrochen ist. Bei all dieser Begeisterung kommt Rosenkohl allerdings ein wenig zu kurz. Anders als in England, wo er äußerst beliebt ist, hat Rosenkohl in Amerika einen schlechten Ruf. Das ist schade, denn er zählt mit Sicherheit zu den besten Superfoods.

Mehr über Rosenkohl

Rosenkohl ist keines der modernen hybriden Gemüse. Er wurde bereits im alten Rom angebaut. Sein englischer Name, Brussels sprouts, ist abgeleitet von der Stadt Brüssel, wo er bereits im 13. Jahrhundert schriftlich erwähnt wurde! Kurz: Seit der Antike erkennen Menschen den Nährwert dieses kleinen Gemüses.

Die moderne Ernährungswissenschaft bestätigt, was die alten Bauern in Europa offenbar bereits wussten: Rosenkohl ist äußerst nährstoffdicht.

Er hat inzwischen den Status eines Superfoods, weil er erstens sehr viel Vitamin K und C enthält und außerdem Ballaststoffe, Cholin, Vitamin B, Kalium und Eiweiß liefert. Plus jede Menge bioaktive sekundäre Pflanzenstoffe, die ihn noch gesünder machen.

Versteckte Schätze im Rosenkohl

Die für unsere Gesundheit wichtigsten Bestandteile des Rosenkohls sind die so genannten Senfölglukoside, die sich auch in anderen Gemüsepflanzen aus der Familie der Kreuzblütler finden. Es handelt sich um eine Gruppe schwefelhaltiger Verbindungen, die sich im Körper in Isothiocyanate umwandeln, das sind Enzyme, die wegen ihrer möglichen krebshemmenden Wirkung und ihrer Bedeutung für die Behandlung bestehender Krebszellen und Tumoren intensiv untersucht werden. Das wichtigste ist das Indol-3-Carbinol (auch bekannt als I3C), das in Versuchen die Replikation von Brustkrebszellen gestoppt hat.

Darüber hinaus helfen die schwefelhaltigen Substanzen im Rosenkohl bei der Entgiftung, indem sie unerwünschte Abfallstoffe entfernen. Der Körper braucht dafür sehr viel Schwefel, und den enthält Rosenkohl reichlich. Außerdem liefert er viel Vitamin C und andere Antioxidantien, die den Körper bei der Entgiftung unterstützen. Kurz: Rosenkohl ist gesund für alle!

Viele Amerikaner wissen nicht einmal, wie sie Rosenkohl kochen sollen! Zum Glück gibt es im Internet sehr viele Rezepte, die ihn sogar Kindern schmackhaft machen. Wer Rosenkohl auf den Tisch bringt, erhöht die Vielfalt gesunder Gemüse!

Quellen:

express.co.uk

brussels-sprouts.com

whfoods.com

Quelle: Kopp-online vom 10.08.2015

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