Emanzipation von der Eurozone? Trotz Verbot: Künftige italienische Regierung erwägt Parallelwährung zum Euro

 


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dpa/Patrick PleulItalien ist bereits mit knapp 132 Prozent der Wirtschaftsleistung verschuldet, nach Griechenland ist das der zweithöchste Wert in Europa.
Samstag, 26.05.2018, 08:33
 

Die künftigen italienischen Regierungsparteien planen anscheinend die Einführung einer Zweitwährung parallel zum Euro. Die sogenannten „#Mini-Bots“ fungieren als Staatsanleihen in Stückelungen von fünf bis 500 Euro und sollen es den Italienern ermöglichen, Rechnungen im Inland und Steuern zu bezahlen.

Durch die Einführung der #Parallelwährung soll das Land laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ unabhängiger von den europäischen Haushaltsregeln agieren können und damit wohl auch vom deutschen Einfluss. Als kleine Spitze gegen das von der „FAZ“ durch die Italiener „oft als übermächtig empfundene Deutschland“ könnte man den zur Propagandazwecken kreierten neuen Fünf-Euro-Schein verstehen. Der zeigt das Abbild vom jubelnden Marco Tardelli, der ein Tor im Finale der Fußball-Weltmeisterschaft 1982 schoss, als Italien mit 3:1 gegen #Deutschland gewann.

Dass die Idee der Parallelwährung keine absolute Neuheit ist, zeigt die Tatsache, dass sich die Ökonomen schon zur Mehr zu Griechenland“ Griechenland-Krise mit einer Zweitwährung beschäftigten, falls die Griechen den Euro hätten verlassen müssen. Nur ist das Land Italien nicht – wie die Griechen damals – pleite.

Plant Italien den Austritt aus dem Euro?

„Es geht wohl eher darum, eine Alternative zum Euro aufzubauen“, zitiert die „FAZ“ den ehemaligen Chefvolkswirten der Deutschen Bank, Thomas Mayer. Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, erklärt: „Der Euro ist alleiniges Zahlungsmittel. Daraus folgt, dass Italien keine Parallelwährung einführen darf.“ Was dem Land drohe, wenn sie dagegen verstoßen, ist unklar.

Um mögliche Strafen oder Konflikte zu vermeiden, würden die Italiener die neuen Scheine nicht als gesetzliches Zahlungsmittel registrieren, erklärt Clemens Fuest, Präsident des Münchner Ifo-Instituts. Für die italienische Staatsverschuldung werde diese Parallelwährung destabilisierend wirken, zitiert ihn die „FAZ“. „Man kann die Regierung in Italien nur davor warnen, diesen Schritt zu gehen“, sagt er. Es sei der erste Schritt zum Euro-Austritt behauptet Fuest. Sollte Italien austreten wollen, dann sollen sie das klar formulieren, fordert er. „Dann kann man gemeinsam versuchen, den Schaden zu minimieren.“ Der Bundesregierung rät Fuest im Falle der Zweitwährung, den Verkauf der Bestände an italienischen Staatsanleihen von der europäischen Zentralbank zu fordern.

Quelle: Focus-Money vom 26.05.2018


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