Sammelabschiebung – Asylbewerber von Schönefeld nach Südosteuropa geflogen

 

Mit einem gemeinsam koordinierten Charterflug verließen abgelehnte Asylbewerber aus Berlin, Brandenburg und Hamburg die Bundesrepublik von Schönefeld aus.

165 abgelehnte Asylbewerber sind am Dienstag mit einer Sammelrückführung vom Flughafen Schönefeld aus wieder in Richtung Balkanstaaten zurückgeflogen worden. Für 55 von ihnen war das Land Berlin zuständig, 83 waren in Brandenburg registriert und weitere 27 kamen aus Hamburg. Alle drei Bundesländer koordinierten die Rückführung gemeinsam. Das Charterflugzeug wird die Flughäfen Sarajevo (Bosnien-Herzegowina), Belgrad (Serbien) und Tirana (Albanien) anfliegen.



„Zur Wiederherstellung geordneter Verhältnisse in der Flüchtlingskrise gehört auch, dass Menschen, die kein Bleiberecht in Deutschland erhalten können, unser Land wieder verlassen.”, sagte Brandenburgs Innenstaatssekretär. In den Balkanstaaten herrsche weder politische Verfolgung noch Bürgerkrieg. Die Anerkennungsquote für Flüchtlinge aus diesen Regionen ginge dementsprechend gegen null. „Das Asylverfahren muss in diesen Fällen entweder mit der freiwilligen Rückkehr oder notfalls der Abschiebung in das Herkunftsland enden.”

Es handelte sich sowohl um abgelehnte Asylbewerber als auch um freiwillig zurückreisende Personen. Nach Angaben des Innenministeriums seien von Januar bis November 2015 418 Menschen aus Brandenburg abgeschoben worden. 1380 Menschen hätten im selben Zeitraum das Land freiwillig verlassen. Wieviele Menschen auf eigene Faust wieder aus der Bundesrepublik ausreisen, ist nicht bekannt.

Kopp Verlag


Quelle: Berliner Zeitung vom 15.12.2015

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