Thüringen: 24 Stunden Ausnahmezustand – Kommentar von ZUERST!-Chefredakteur Manuel Ochsenreiter

06. Februar 2020
Thüringen: 24 Stunden Ausnahmezustand – Kommentar von ZUERST!-Chefredakteur Manuel Ochsenreiter
NATIONAL

Bereits jetzt ist klar: Der 5. Februar 2020 wird in die Annalen der Bundesrepublik Deutschland eingehen. Die überraschende Wahl des Thüringer FDP-Politikers Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten im Erfurter Landtag hat die Deutschland aus den Angeln gehoben – wenigstens 24 Stunden lang, bis er unter dem gewaltigen politmedialen Druck des Establishments erwartungsgemäß einknickte und von seinem Posten zurücktrat.

Der AfD Thüringens unter Landes- und Fraktionschef Björn Höcke ist ein Husarenstück gelungen. Sie hat gezeigt, daß sie diszipliniert genug ist, um durch eine geschlossene Aktion einen linksradikalen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow zu verhindern und eine bürgerliche Regierung mitzutragen – und das ohne jede Erwartungshaltung. Das Angebot der AfD war die Tolerierung, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Eine CDU/FDP-Regierung unter Kemmerich hätte sich auf die Stimmen der AfD verlassen können – und zwar in allen wichtigen sachpolitischen Fragen. Bei irgendwelchen linken gesellschaftspolitischen Experimenten wäre die AfD-Unterstützung mit Sicherheit ausgeblieben. Aber das sind bereits alles Gedankenspiele der Realpolitik, und jedem Beobachter dürfte bei der Wahl Kemmerichs bereits klar gewesen sein, daß er bereits angezählt ist. Und zwar nicht durch Linke, SPD oder Grüne – sondern durch seine eigene Parteiführung. Das gleiche gilt für die CDU Thüringens unter Mike Mohring. Auch er wurde von seiner eigenen Parteiführung verraten.

Vor allem aber die großen Mainstream-Medien drehten völlig durch. Hitler-Vergleiche, Faschismus-Rufe und der radikal linke Chefredakteur des ARD-Magazins Monitor, Georg Restle, halluzinierte gleich über Ausschwitz. Drunter macht er es einfach nicht. Lächerlich, könnte man dazu sagen. Aber es zeigt, wie groß die Furcht des linken Medienestablishments vor einer Politik ist, die die öffentlich-rechtlichen Kanäle ordentlich zurückstutzen will und sich nicht von irgendwelchen linksliberalen, selbsternannten Haltungsjournalisten auf der Nase herumtanzen läßt.

Bei der Verkündigung des Rücktritts von Kemmerich brach unter den zusammengekarrten Demonstranten vor dem Thüringer Landtag großer Jubel aus. Der 5. Februar 2020 war der Anfang. Die AfD hat gezeigt, wie man auch als Oppositionskraft kräftig mitmischen kann. Und sollte es in Thüringen bald tatsächlich Neuwahlen geben, hat nun auch der allerletzte Wähler verstanden: Um Bodo Ramelow und seine Koalition aus Linkspartei, SPD und Grünen zu verhindern, kann man nur die AfD wählen. Warum? Weil es offensichtlich weder für die FDP- noch die CDU-Führung ein Problem gewesen wäre, hätten ihre Thüringer Landtagsabgeordneten mit einem faulen Deal für Ramelow gestimmt. Für die Medienmacht wäre das wiederum völlig in Ordnung gewesen. Kein Kommunismus-Geheul, keine Honecker-Vergleiche – und Georg Restle hätte sich nicht einmal an seinem GEZ-finanzierten Essen verschluckt.

Manuel Ochsenreiter ist Chefredakteur des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST!

Quelle: zuerst.de vom 06.02.2020


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4 Kommentare zu Thüringen: 24 Stunden Ausnahmezustand – Kommentar von ZUERST!-Chefredakteur Manuel Ochsenreiter

  1. ulrike sagt:

    Exakt so sieht es aus. Die Medien überschlagen sich – ZDF muss Sondersendung machen- da lachen die Hühner.
    Slomka war wie immer einfach ekelhaft. Man kann kotzen wenn man da zuschaut.
    Ich hab aus Neugierde reingezappt. Da braucht man anschliessend einen Beruhigungsschnaps.

  2. gerhard sagt:

    Wozu noch wählen gehen…wenn die Allmächtige ihre Schachfiguren ganz nach Gusto setzt…so wie es ihr in den Kram passt. Was macht die schon wieder in Südafrika ???

  3. Annette sagt:

    Gilt eigentlich noch die StVO?

    Nach der Thüringen-Reform sind nichtstaatliche Vorgaben bestensfalls freundliche Empfehlungen

  4. ulrike sagt:

    Gerhard – was die wohl macht? Unser Geld verteilen.

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