Demokratieverständnis von Linksradikalen“: Bielefelder SPD-OB diskutiert aus Angst nicht mit AfD-Kandidat

  1. August 2020

Pit Clausen (Bild: Olaf Kosinsky; siehe Link; CC BY-SA 3.0 de) Florian Sander (Facebook)

NRW/Bielefeld – Wie es Funktionäre der links-grünen Parteien so mit demokratischen Errungenschaften wie offenem Meinungsaustausch oder ganz profan: mit dem Wettbewerb beim Wähler um die besseren Ideen halten, zeigt aktuell der amtierende SPD-OB von Bielefeld, Pit Clausen. Der „Erzdemokrat“ hat seine Teilnahme an einer Kandidaten-Diskussion des Bielefelder Seniorenrates abgesagt, weil der OB-Bürgermeisterkandidat der AfD, Florian Sander, ebenfalls eingeladen war. Ihm gleichgetan hat es dann unter anderem auch seine Genossin von den Grünen. 

Bei der OB-Wahl in Bielefeld treten insgesamt zwölf Kandidaten gegeneinander an. Der Seniorenrat der Stadt Bielefeld wollte sich von den politischen Positionen der Oberbürgermeisterkandidaten ihrer Stadt am Freitagnachmittag ein eigenes Bild machen und lud Vertreter verschiedener Parteien zu einer Podiumsdiskussion ein.

Darunter auch der Oberbürgermeisterkandidat der AfD, Florian Sander, Soziologe und Politikwissenschaftler, Mitglied der Landesprogrammkommission und des Landesfachausschusses Außen- und Sicherheitspolitik der AfD in NRW sowie Kreisvorsitzender. Als Jugendlicher war Sander zunächst Mitglied der Jungsozialisten, wechselte später zur FDP. Für die Liberalen gehörte er auch bereits dem Rat der Stadt Bielefeld an. Seit 2016 ist Sander Mitglied der AfD.

Und genau das passte dem amtierenden Bielefelder Oberbürgermeister Pit Clausen nicht in den sozialdemokratischen Kram und so sagte er aus Angst seine Teilnahme – unter Berufung auf ein Interview, das Sander der SPD-eigenen Zeitung, dem Westfalenblatt gegeben hatte –  an der Podiumsdiskussion ab. Anstatt den ungeliebten Kontrahenten mit Argumenten zu schlagen, ließ er über seine städtische Pressestelle, wie auch auf seiner Facebookseite verkünden, er diskutiere nicht mit AfD-Vertretern:

Pit Clausen (Facebook)

Ihre Auffassung von Demokratie, oder das was links-grüne Politikakteure dafür halten, demonstrierte stehenden Fußes dann auch die Kandidatin der Piraten, Gordana Rammert: „Wie ich soeben erfahren habe, nimmt auch die AfD an der Diskussion teil. Dies ist für mich mit meinen demokratischen Grundsätzen und Prinzipien nicht zu vereinbaren.“ Auch Michael Gugat von der Lokaldemokratie in Bielefeld will vor lauter Demokratiefanatismus nicht an der Diskussion teilnehmen, wenn Sander oder ein anderer Vertreter der AfD dabei ist. Last but not least, die Bielefelder Grünen, die natürlich auch mit einer Absage – in bestem Genderdeutsch – um die undemokratische Ecke kamen. Grüne OB Kandidatin Kerstin Haarmann erklärt: „Ich hätte mich wirklich gerne mit den OB-Kandidat*innen über die Anliegen des Seniorenrates auseinandergesetzt. Aber eine gemeinsame Teilnahme mit Vertreter*innen der rechten und menschenverachtenden AfD kommt für mich nicht in Frage.“ Auch die FDP will nicht hintern anstehen und hat abgesagt: Nach der Absage Clausens mache eine Teilnahme keinen Sinn, hieß es, man setze sich in diesem Wahlkampf für einen echten Wechsel mit dem Oberbürgermeister und Rot-Grün auseinander.

CDU-Kandidaten Ralf Nettelstroth indes ist der Einzige, der dem undemokratischen Beispiel bisher nicht gefolgt ist und seine Teilnahme nicht absagte.

Florian Sander nimmt zu dem links-grünen Theater wie folgt Stellung:

„Clausens Absage zeigt die Schwäche seiner Argumente. Dass ein langjähriger Oberbürgermeister sich plötzlich nicht mehr traut, mit einem deutlich jüngeren Oppositionellen in den offenen inhaltlichen Diskurs zu treten, ist schon ein Armutszeugnis, das ich ihm so nicht zugetraut hätte. Er muss Angst haben.

Aber es zeigt, warum die Vertreter der Altparteien mit der AfD so umgehen, wie sie es tun: Wo die Argumente fehlen, müssen sie absagen, sich entziehen, etikettieren, stigmatisieren, Geheimdienste einsetzen, diskreditieren, zensieren. Dass sie sich gleichzeitig noch allen Ernstes selbst als „demokratisch“ bezeichnen, ist angesichts dessen ein Hohn!

Und dennoch: Meine Tür bleibt offen. Sollte Herr Clausen doch noch den Mut finden, mit mir in anderem Rahmen zu diskutieren, freue ich mich. Spätestens ab Herbst wird er ihn sowieso aufbringen müssen: Da werden wir ihn und seine Parteifreunde nämlich im Rat mit ihren politischen Fehlern konfrontieren, als neue, junge Ratsfraktion, die frischen Wind ins Rathaus bringt – wie das so üblich ist in einer Demokratie. Ob er dann auch den Saal verlässt? Man darf gespannt sein!“

Eine redaktionelle Anmerkung am Rande: Herr Clausen hat in seinem Facebook-Post Florian Sander versehentlich schon den Doktorgrad verliehen. Sander weist darauf hin, dass die Doktorarbeit zwar in den letzten Zügen sei, aber noch nicht abgegeben oder gar veröffentlicht ist, weswegen dies korrigiert werden muss. Sander: „Mein gegenwärtig höchster akademischer Grad ist der ‚Master of Arts‘ (M.A.).“

Applaus, Applaus!

Clausen erhält auf seinem Facebook-Account von einigen seiner gleichgestrickten, antidemokratischen Fans Applaus, wobei der eine oder andere in seiner Demokratieverachtung Clausen sogar noch überholt:

Quelle: journalistenwatch.com vom 21.08.2020 


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4 Kommentare zu Demokratieverständnis von Linksradikalen“: Bielefelder SPD-OB diskutiert aus Angst nicht mit AfD-Kandidat

  1. Waldtürenöffner sagt:

    Gibt es Fragen zum kriminellen Pack?

  2. Ulrike sagt:

    Bei den Kommentaren sieht man wie die Leute verblödet sind.

  3. birgit sagt:

    Der hat wohl seinen Wurmfortsatz eingezogen ?

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