USA: Todeskandidaten lehnen Giftspritze ab – „LIEBER EIN ERSCHIESSUNGSKOMMANDOUS

 

 


Weinmühle

Dieses Foto aus dem Jahr 2010 zeigt die Exekutionskammer des Erschießungskommandos im Utah State Prison in Draper (US-Bundesstaat Utah). Erschießen ist in Utah – als einzigem US-Bundesstaat – die drit

Dieses Foto aus dem Jahr 2010 zeigt die Exekutionskammer des Erschießungskommandos im Utah State Prison in Draper (US-Bundesstaat Utah). Erschießen ist in Utah – als einzigem US-Bundesstaat – die dritte Hinrichtungsmöglichkeit nach Gift und Elektrischem Stuhl Foto: AP/dpa

In #Tennessee wollen drei Todeskandidaten über die Art ihrer #Hinrichtung mitentscheiden. Sie wollen nicht vergiftet, sondern erschossen werden.

Nashville (US-Bundesstaat Tennessee) – Drei Insassen des US-Gefängnisses „Riverbend Maximum Security Institution“ in Nashville haben Klage gegen ihre anstehende Hinrichtung per Giftinjektion eingereicht, die ihrer Ansicht nach grausam und qualvoll ist.

Solche Klagen hat es in den #USA schon in der Vergangenheit gegeben. Sie wurden von den zuständigen Gerichten jeweils abgeschmettert. Was an dieser anders ist, berichten der „Tennessean“ und die „Washington Post“. 

Die Klage folgt auf die Hinrichtung von Billy Ray Irick (†59) am 9. August 2018. Dem Mädchenmörder wurden das Betäubungsmittel Midazolam, Kaliumchlorid und die lähmende Substanz Vecuroniumbromid injiziert. Die Kläger argumentieren, dass das Betäubungsmittel nicht richtig wirkte.

Der übergewichtige Irick habe während der etwa 21-minütigen Prozedur geschnarcht, sein Brustkorb wogte und er habe gehustet. Das sei ein Zeichen dafür, dass das Midazolam nicht richtig wirkte und er sich quälte – vielleicht auch wegen der großen Körpermasse des Delinquenten. Irick sei somit zu Tode gefoltert worden – was gegen die Verfassung verstoße.

Die berühmt-berüchtigte Todeszelle im Gefängnis von Huntsville (Texas). Hier werden Menschen per Giftspritze hingerichtet

Die berühmt-berüchtigte Todeszelle im Gefängnis von Huntsville (Texas). Hier werden Menschen per Giftspritze hingerichtet Foto: picture alliance / Paul_Buck/EPA

Für ihre eigene Hinrichtung ziehen die Kläger deshalb ein Erschießungskommando vor. Das, so zitiert der „Tennessean“ aus der Klageschrift, „kann implementiert werden, weil sich die Big Buck Shooting Range auf dem Gelände des Riverbend Maximum Security Institution befindet und damit problemlos die Ausrüstung für eine Hinrichtung installiert werden kann.“

Der Todesschuss sei einfach humaner. Die zum Tode Verurteilten belegen ihre These so: „Eine Ausführung auf diese Art und Weise würde das Herz schädigen und einen nahezu sofortigen Blutdruckabfall verursachen, einschließlich des Blutdrucks im Gehirn. Dies würde zu einem Verlust des Bewusstseins führen, gefolgt vom Tod.“

Der Klage werden wenig Erfolgschancen eingeräumt. Tennessee richtet per Giftspritze hin und würde bei Nichtdurchführbarkeit als zweite Wahl den elektrischen Stuhl einsetzen. Außerdem ist Erschießen ein großer Aufwand. Es sind mindestens acht Schützen vonnöten, die per Zufallsprinzip zu einer geladenen oder ungeladenen Waffe greifen (um zu vermeiden, dass sie wissen, wer letztlich den tödlichen Schuss setzte).

Die letzte Hinrichtung durch ein Erschießungskommando wurde 2010 in Utah durchgeführt.

Für Mörder und Vergewaltiger David Earl Miller (61), der seit 1981 auf seine Hinrichtung wartet, drängt die Zeit. Er soll am 6. Dezember exekutiert werden. Auch er ist übergewichtig.

Quelle: Bild-online vom 02.09.2018


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2 Kommentare zu USA: Todeskandidaten lehnen Giftspritze ab – „LIEBER EIN ERSCHIESSUNGSKOMMANDOUS

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  2. Ulrike sagt:

    Wen interessiert das in Deutschland ???

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