Sollte man Grüne moralisch zur Verantwortung ziehen?

 


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27. Oktober 2018, von Dushan Wegner; Bild: Wegner, mit Gabriel, Grossgasteiger, Casey

Ich bin gegen #Grüne, weil ich mich nach einer harmonischen Welt sehne, und weil politisch korrektes Leugnen das Gegenteil erreichen wird – siehe #Freiburg. Was meint ihr: Sollte man Grüne für die Folgen ihres Wahns moralisch zur Verantwortung ziehen?

Sollte man Grüne moralisch zur Verantwortung ziehen?

Ich will Ihnen die Details ersparen, jetzt und später auch. Wenn einer sagt, dass er Ihnen »die Details ersparen« möchte, dann denken Sie ganz von selbst, dass es schlimm wird – und Sie lägen auch hier nicht vollständig falsch.

Lassen Sie es mich nur so skizzenhaft wie gerade notwendig beschreiben: Ich habe von einer Frau, die im Krankenhaus arbeitet, gehört, dass es sie wütend macht, wenn Menschen mit fortgeschrittener Krankheit sich ins Krankenhaus schleppen, und wenn sie nur deshalb verloren sind, weil sie zu lange mit »alternativen« Therapien herumprobiert haben (und dafür teilweise große Summen ausgaben) statt direkt zum Arzt zu gehen.

Es gibt sicherlich viele gute Naturheiler (was da auch immer die genaue Definition von »gut« ist), und gewiss sind sie in der Mehrheit, doch wer Patienten mit ernsthaften Krankheiten nicht sofort und zuerst zum Arzt schickt, so einen nenne ich »schlecht«. Ich selbst ging lange Jahre sehr gern zu einem Arzt, der alternative Medizin anbot und hab gute Erfahrungen etwa mit Arnika gemacht – doch dieser Arzt sagt auch: Wie nennt man alternative Medizin, die funktioniert? Einfach: »Medizin«.

Man würde ja denken, dass all die Menschen, die alternative Medizin probierten statt gleich die von Ärzten nahegelegte medizinische Prozedur durchzuführen, eben nicht ahnten, dass sie ein großes Problem haben, aber das ist nicht ganz richtig!

Ich höre von Medizinern, dass es eine Reihe von Patienten gibt, die durchaus beim Arzt waren, dann aber Angst vor den nächsten Schritten bekamen und sich stattdessen (!) für eine »alternative« Behandlung entschieden – bis es zu spät war. Man könnte nun überheblich denken, dass so etwas nur dummen Menschen passiert, aber das wäre falsch. Ein berühmtes Beispiel eines Patienten, der sich an »natürlichen« Verfahren ausprobierte und dies dann später bereute ist der Apple-Gründer Steve Jobs.

Der Steve-Jobs-Biograph Walter Isaacson berichtet, dass Jobs‘ Erkrankung zufällig bei einem CT-Scan entdeckt wurde, als sie nach Nierensteinen suchten (siehe z.B. forbes.com, 24.10.2011). Jobs hatte noch »Glück«, denn im Prinzip war es operier- und heilbar. Jobs aber wollte sich nicht aufschneiden lassen und probierte es neun Monate lang mit Säften und anderen alternativen Methoden. »Ich wollte nicht, dass mein Körper aufgeschnitten wird«, sagte er, »ich wollte nicht auf solche Art verletzt werden.« – Seine Frau und seine Familie versuchten vergebens, ihn von baldiger schulmedizinischer Behandlung zu überzeugen.


Vietnam-Trip

Isaacson sagt über Jobs:

Ich vermute, er glaubte, dass wenn er etwas ignorierte, dass wenn du nicht willst, dass etwas existiert, dass du dann magisch denken kannst. Und es hatte in der Vergangenheit für ihn funktioniert. (…) Wir haben viel darüber gesprochen. Er wollte darüber sprechen, wie er es bereute. (…) Ich denke er fühlte, dass er früher hätte operiert werden sollen. (Isaacson über Jobs im Gespräch mit CBS, meine Übersetzung nach forbes.com, 24.10.2011)

Jobs lag falsch. Steve Jobs war ein zweifellos kluger und in seinem Metier höchst erfolgreicher Mensch, doch er machte einen womöglich tödlichen Fehler.

Auch klugen Menschen kann es passieren, dass sie ein Problem nicht wahrhaben wollen, dass sie wegsehen; weil sie klug sind, finden sie Begründungen und Rationalisierungen fürs Wegsehen, doch die Realität und die Kausalität interessieren sich wenig für unsere Begründungen.

Freiburg

Wie auch meine Familie (Leser von Relevante Strukturen wissen es) verschlug es die Familie von Dieter Salomon einst nach Australien, allerdings schon seit der Generation seines Großvaters. Ich war zwei Jahre alt, als wir hinzogen, Dieter Salomon war drei Jahre alt, als die Familie des 1960 in Melbourne geborenen Dieter ins Allgäu zog.

Dieter Salomon ist (beziehungsweise: war) aus zwei Gründen politisch interessant: Erstens war er zwölf Jahre lang Bürgermeister von Freiburg, und zweitens war er das als Grüner.

Freiburg ist am Fluss Dreisam gelegen, liegt idyllisch am Feldberg und anderen feinen bewaldeten Erhebungen. Freiburg galt als wahrscheinlich grünste Grüninnenstadt Deutschlands.

In einem Salomon-Portrait schreibt Die Zeit:

Als erster Grüner Bürgermeister machte er die Provinzstadt zum Sehnsuchtsort von überreizten Großstädtern und gelangweilten Landbewohnern. Zur Stadt mit Passivhausviertel, mit Toskana-Klima, zur „Ökohauptstadt“ und zur „nachhaltigsten Stadt“, zu einer der „lebenswertesten“ und „beliebtesten“ Städte Deutschlands. „Die Inkarnation grünen Erfolges“ nannte ihn die Frankfurter Rundschau.(zeit.de, 23.9.2017)


Ostseeflug

Weil man grün war, war man tolerant. Sicher, gerade Dieter Salomon war dafür bekannt, auch mal »Klartext« zu sprechen, doch in den Handlungen war man tolerant, das ganze Programm, bis hin zur Freiburger Uni mit speziellen »Refugees Welcome«-Programmen (uni-freiburg.de). Man nahm so viele Flüchtlinge auf wie man musste (siehe freiburg.de) – und die heile Grüne Traumwelt bekam Risse.

Im Text »Gute Trauer, schlechte Trauer« schreibe ich:

Die Tat geschah in Freiburg. Ausgerechnet Freiburg. Nach der Tat wurde beteuert, dass Freiburg eben doch keine »Insel der Seligen« sei. Während der Tat war der Oberbürgermeister ein Grüner, was Menschen eben so wählen, wenn es ihnen zu gut geht – oder wenn sie es, wie Kreuzberg, ganz aufgegeben haben. Der Mord von Freiburg fühlte sich an wie ein Gegenbeweis für die linksgrüne Prämisse, »Willkommenskultur« schütze vor importierter Gewalt.

Es geht in jenem Text um ein Mädchen. Sie ist tot, getötet von einem Empfänger jener Freiburger Toleranz – wie gesagt: ich versprach, Ihnen die Details zu ersparen. Freiburg ist nicht die einzige Stadt, in welcher so etwas passiert, siehe auch »Das Land zerbricht« und »Ist nicht viel passiert (von den Schwerverletzten abgesehen)«.

Träume von einer fairen Welt

Das Schreckliche, das in Freiburg passiert, hat eine besondere, auf gewisse Weise lehrende Qualität. Freiburg war das gelobte Land linksgrüner Träume von einer »fairen« Welt.

Das Herz linksgrüner Ideologie wird angetrieben von einem überschaubaren, aber wirkstarken Set an Lebenslügen, darunter: »Alle Menschen sind im Herzen gut, wenn man sie nur lässt, außer alte weiße Männer.« – Es ist offensichtlich absurd und es lohnt intellektuell kaum, solchen Unsinn zu zerpflücken, und weil es Unsinn ist und weil es keiner widerlegt, können sich solche Absurditäten ungehindert ausbreiten.

Die Freiburger ringen mit sich selbst, hin und her gerissen zwischen Überlebenswillen und realitätsfremder Ideologie.

Wenn die supergrünen Freiburger das Dogma, wonach der beste Schutz gegen Gewalt die »Willkommenskultur« sei, nicht bestätigen konnten, wer soll es dann können?! Die Antwort ist: Niemand. Es ist unwahr.

Man liest seit 2015 täglich den immer länger werdenden Kassenbon für linksgrüne Träume (auf /freie-denker/ finden Sie täglich News, die der Staatsfunk & Co. zwischen Tatort und Talkshows zu berichten leider keine Zeit hat), doch wenn man die tragischen Meldungen aus Freiburg liest, ist jede von ihnen eine Entlarvung linksgrüner Lebenslügen.

Anfang 2016 las man, dass Freiburger Discos begonnen haben, Flüchtlingen den Eintritt zu verwehren: die Zahl der Beschwerden über sexuelle Belästigung, Gewalt und Diebstähle war zu hoch (siehe z.B. zeit.de, 23.1.2016). Selbst ein stramm links-gutmenschlicher Tanzklub wie White Rabbit wollte wohl, laut interner Mails, seine Toleranz lieber ohne die störenden Ausländer feiern (meine ironisch-zynische Wortwahl, nicht deren, siehe aber z.B. spiegel.de, 25.1.2016). Der Aufschrei der übrigen Mitglieder der linken Moralkaste war groß; White Rabbit ruderte sehr schnell wieder zurück und distanzierte sich in alle Richtungen (siehe deren Post bei Facebook).

Auch heute ist Freiburg wieder in den Nachrichten. Wieder im Kontext eines Disco-Besuchs. Der Vorwurf ist »Gruppen-Vergewaltigung«. Laut BILD soll »Majd H.« zusammen mit 7 Freunden eine 18-Jährige stundenlang vergewaltigt haben (bild.de, 27.10.2018). Ja, es sind vor allem Herren aus genau jener Gruppe, welcher seit 2015 alle Mühe und alle Liebe der deutschen Regierung gehört, als Anführer der Gruppe wird ein syrischer Kurde genannt. Ich erspare Ihnen auch hier die Details. – Sagen wir nur so viel: Ich würde meine Tochter nicht in Freiburg ausgehen lassen.

Kluge Menschen, dumme Fehler

Der grüne Bürgermeister Salomon wurde inzwischen abgewählt, der neue Bürgermeister ist gewiss genauso »tolerant«, doch offiziell parteilos.

Wie reagieren die Grünen in Freiburg auf den Preis, den die Stadt für ihre Toleranz zahlen muss?

Besucht man heute die Homepage der Grünen Freiburg, stammt die aktuellste Meldung vom August, und die ersten drei Headlines sind diese:

  1. Freiburger GRÜNE setzen ein Zeichen gegen Rassismus
  2. Grüne für echte Solidarität! (Es geht um »Seenotrettung«.)
  3. Freiburger Bündnis SEEBRÜCKE (Wieder jene Aktivität, die Zyniker als Zuarbeit für Schlepper deuten.)

(gruene-freiburg.de, Stand 27.10.2018archive.is)

Grüne sind als Menschen nicht unbedingt komplett dumm und erfolglos. Wie der Patient, der ansonsten intelligent und erfolgreich ist, aber in einer einzelnen Sache einfach die Realität ausblendet, so kann auch der Grünen-Wähler durchaus erfolgreich sein, ein klimaneutrales Häuslein besitzen, zwei Öko-Geländewagen fahren (doppelt umweltschützt auch doppelt) und drei Kinder in der Privatschule zur Toleranz erziehen lassen, und doch in einem speziellen Bereich auf tragische Weise dumm und kurzsichtig handeln.

Gutmenschen sind nicht generell dumm, sie schalten nur bei Themen, die ihrem Weltbild widersprechen, die Rationalität aus – und das führt eben zu Toten und Vergewaltigungen.

Es ist (auch) eine ethische Frage, ob einer, der sich mit ganzer Kraft bemüht, eine Wahrheit nicht wahrhaben zu wollen, dann auch an den Folgen seiner Ignoranz mit Schuld trägt.

Eine zentrale Lebenslüge der Grünen und Guten besagt, dass Menschen aus Krisenregionen, die teilweise eben noch mit Maschinengewehren hantierten oder sich in den härteren Ecken Nordafrikas durchschlugen, plötzlich dank »Willkommenskultur« zu ungefährlichen Engeln werden. Menschen sterben und leiden an den konkreten Folgen linksgrüner Illusionen.

Ich teile mit Grünen und Gutmenschen den Wunsch nach einer friedlichen und harmonischen Welt, in der wir uns alle lieb haben, biologische Äpfelchen essen und Konflikte in so ehrlicher wie respektvoller Debatte aus der Welt schaffen. Gerade deshalb: Ich könnte Grünen und Gutmenschen kaum heftiger widersprechen, wenn sie so tun wollen, als sei diese Welt schon Realität. Indem Grüne die realen Wirkweisen der Welt via Denk– und Sprachpolizei ausblenden, liefern sie die Schwächsten der Gesellschaft der ärgsten Gefahr aus – siehe Freiburg und all die anderen Städte, wo für jedes der Opfer (samt der Familien!) das Leben nie wieder dasselbe sein wird, und nie wieder so froh wie zuvor. Eine bessere Welt ist möglich, doch dafür müssen wir das exakte Gegenteil dessen tun, was Grüne und Gutmenschen wollen: Grüne leugnen Probleme und machen sie ärger. Manchmal braucht es eben scharfe Einschnitte statt Aromatherapie, wenn man überleben möchte.


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Ich bin gegen Grüne, gegen Gutmenschen und gegen politische Korrektheit, weil ich mich nach einer friedlichen, harmonischen und insgesamt klügeren Welt sehne – und weil ich nicht bereit bin, diese Hofffnung für einen kurzen, kurzsichtigen Moralschub aufzugeben.

Linke argumentieren gern mit Moral, während sie von Ideologie und Selbstüberhöhung besoffen Böses bewirken; ich frage mich also, ganz im Geist neuer Moral: Sollte man Grüne und Gutmenschen für die Folgen ihres Wahns moralisch zur Verantwortung ziehen?

Quelle: dushanwegner.com vom 27.10.2018


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3 Kommentare zu Sollte man Grüne moralisch zur Verantwortung ziehen?

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  2. Kleiner Grauer sagt:

    Wo gibt es bei den Grünen eine Moral. Deren Moral ist; es gibt keine. Alles angreifen was eine Moral hat oder vorgibt eine zu haben.

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