Nach US-Sanktionsdrohungen: Türkischer Außenminister droht USA mit Gegenmaßnahmen

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Die Türkei hält an ihrer Verpflichtung fest, die Vereinbarung des Kaufs russischer Luftverteidigungssysteme zu erfüllen, und warnte die USA davor, dass sie bereit ist, auf alle von Washington verhängten Sanktionen mit geeigneten Schritten zu reagieren.

Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu wies die anhaltenden Bemühungen der USA, die Türkei davon abzuhalten, S-400-Systemen aus Russland zu erhalten, in einem Interview mit einem türkischen Sender am Freitag als „sinnlos“ zurück. Der Minister fügte hinzu, dass Ankara unerschütterlich daran festhält, den Kauf fortzusetzen, was auch immer die Folgen sein mögen:

Wir sind entschlossen, das Problem S-400 zu lösen. Egal, was die Ergebnisse sein werden, wir werden keinen Schritt zurückweichen.

Auf die Frage nach der Möglichkeit von US-Sanktionen gegen die Türkei, sagte Çavuşoğlu, Ankara sei bereit, zu reagieren.

Wenn die Vereinigten Staaten irgendwelche negativen Maßnahmen gegen uns ergreifen, werden auch wir entsprechende Schritte unternehmen.

Die Spannungen zwischen der US-Regierung und der Türkei wegen der S-400-Systeme dauern schon seit Monaten an. Sie haben aber eine neue Dringlichkeit angenommen, da Ankara sich auf die ersten Lieferungen des Systems im kommenden Monat vorbereitet.

Washington argumentiert, dass die Einbeziehung eines russischen Luftverteidigungssystems in das türkische Arsenal die Sicherheit des Kampfflugzeugs F-35 gefährden würde, und drohte, die US-amerikanischen Jets nicht an die Türkei auszuliefern. Auch soll das Land von dem Herstellungsprogramm des F-35, an dem einige türkische Rüstungsunternehmen beteiligt sind, ausgeschlossen werden.

Berichten zufolge haben die USA auch nicht auf die türkischen Vorschläge reagiert, eine Arbeitsgruppe zu bilden, um die möglichen Auswirkungen des S-400 auf die NATO-Systeme zu ermitteln.

Am Donnerstag kommentierte Çavuşoğlu einen Brief des amtierenden US-Verteidigungsministers Patrick Shanahan an den türkischen Verteidigungsminister, in dem dargelegt wurde, wie die Türkei vom F-35-Programm ausgeschlossen würde, wenn sie ihre Forderungen nicht erfüllen würde.

Wir lehnen den Wortlaut des Schreibens an unseren Verteidigungsminister ab. Niemand kann der Türkei ein Ultimatum stellen“, sagte er.

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