Abgereist: Lauterbach im Klima-Wahn

Karl Lauterbach (SPD) (Foto: Imago)
Karl Lauterbach (SPD) (Foto: Imago)
 

Links twittern, großbürgerlich leben: Kaum ein Tag vergeht, an dem SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach keine alarmistischen Kurznachrichten zur großen Klima-Katastrophe absetzt. Dabei ist der Vielflieger und notorische Fliegenträger alles andere als eine glaubwürdige Referenz.

Lauterbach wirkt fleißig am neuen Mindsetting mit, durch das die Deutschen mental schon einmal auf die künftige Massenaufnahme weiterer Millionen Menschen als „Klima-Flüchtlinge“ eingestimmt werden sollen. „Bis 2050 wird die Bevölkerung um zwei Milliarden wachsen. Der Klimawandel mit Dürren und Fluten kann Hunger für hunderte Millionen Menschen, besonders Kinder, bringen“, warnte er gestern auf Twitter und teilte darunter einen aktuellen „Spiegel“-Artikel, der den Anstieg der hungernden Weltbevölkerung auf 821 Millionen Menschen vermeldete. Vorgestern hatte Lauterbach bereits hyperventiliert: „Die schlechten Nachrichten zum Klimawandel reissen nicht ab!“, und die „riesigen Torfbrände in der Arktis“ beschworen, um eine Art Burgfrieden zum Klimaschutz einzufordern: „Klimaziele müssen raus aus dem Parteienstreit!“

 

Auch ansonsten lässt der Gesundheitsexperte keine Gelegenheit aus, sich bei der „Generation Klimaschwänzer“ anzubiedern und in Tweets Erderwärmung, Feinstaub und Klimapolitik zu thematisieren. Letzte Woche erst lobte er einen extrem einseitig-optimistischen Artikel des „Ingenieur und Innovators“ Gernot Kloss in „Cicero“ über „Mythen der Energiewende“ und pries deutsche Umwelttechnologie  mit angeblichem Weltrettungspotenzial. Und als kürzlich der Publizist Hugo Müller-Vogg die jünge Generation für ihre Doppelmoral kritisierte, einerseits Radikalpositionen bei Mobilität und Energieversorgung zur Einsparung von CO2 einzunehmen, andererseits aber durch ihre intensive Nutzung von Telekommunikation und Internet für 10 Prozent des deutschen Stromverbrauchs verantwortlich zu sein, da griff ihn Lauterbach vehement an und schrieb: „De facto wird das Netz von allen verwendet, auch beruflich, und es spart häufig Energie, die sonst durch Fahrten, Treffen, Flüge oder aufwendige Hobbies verbraucht würde.“

Apropos „Energieverbrauch durch Flüge“: Ausgerechnet Lauterbach hat es nötig, den Teufel in Sachen Klima an die Wand zu malen. Vergangenes Jahr beschwerte er sich in einem vielbeachteten Tweet über einen Inlandsflug von Köln nach Berlin über den angeblich miserablen Service („nur ein Getränk im Smarttarif!„) und forderte mehr Wettbewerb im Inlandsflugverkehr („wo bleibt die Konkurrenz?„). Nach Auskunft etlicher Kollegen im Bundestag ist Lauterbach ausgemachter Vielflieger. Warum er nicht den Zug nehme , wurde er damals schon gefragt; übrigens war dies alles noch vor dem Hype um die Klimagretel, und lange bevor Grüne wie Lisa Badrum wie auch führende Sozialdemokraten für eine Einschränkung (oder am besten ein komplettes Verbot) von Inlandsflügen eintraten. Lauterbach entpuppt sich damit einmal wieder als Musterbeispiels eines typischen Sonntagsredners.

Immerhin brachte der damalige Fall Licht ins Dunkel, wie ums Klima besorgte SPD-Bundestagsabgeordnete innerhalb Deutschlands reisen – nämlich am bequemsten mit dem Flugzeug; CO2-Ausstoß wird da zur Nebensache. Und wenn der Service nicht stimmt, wird nach Gutsherrenart auf Twitter nachgetreten und gepöbelt – besonders authentisch von einem Spitzenvertreter der SPD, die sich gerne als Sachwalter der „kleinen Leute“ und Geringverdiener gibt.

Ersthafte Zweifel am Geisteszustand des Lauterbachs waren vergangenen Dezember aufgekommen, als er im nach dem Ausbruch des indonesischen Vulkans Anak Krakatau mit 222 Toten in einem wirren Tweet allen Ernstes dem „Klimawandel“ die Schuld gab. (DM)

Quelle: journalistenwatch.com vom 17.07.2019 


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2 Kommentare zu Abgereist: Lauterbach im Klima-Wahn

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  2. Wissen die Lauterbacher (Hessen) das schon?

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