Pflegeeinrichtungen: Patientenschützer kritisieren Freiheitsberaubung in der Corona-Krise

Ilona Spottke (links im Bild) und Karl Gegner unterhalten sich durch eine Fensterscheibe im Erdgeschoss des Pflegeheims. (picture alliance / dpa / Christophe Gateau)
Berliner Pflegeheim mit Besuchsgespräch durch eine Glasscheibe (picture alliance / dpa / Christophe Gateau)

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die Situation von Pflegeheimbewohnern in der Corona-Krise kritisiert.

Nach Aufhebung der Besuchsverbote habe sich für die Betreuten wenig geändert, sagte Vorstand Brysch der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Wörtlich sprach er von Freiheitsberaubung. Spontane Besuche von Angehörigen oder kurze Spaziergänge in der Umgebung seien nicht möglich. Isolation und Einsamkeit prägten das Leben der Bewohner. Zwar könne niemand ignorieren, dass das Coronavirus für Heimbewohner hochgefährlich sei, betonte Brysch. Aber die Einrichtungen zu Hochsicherheitszonen auszubauen, dürfe nicht die Antwort sein. Er forderte Gesundheitsminister Spahn auf, ein menschliches Konzept für stationäre Einrichtungen zu erarbeiten. – Bewohner von Pflegeeinrichtungen durften wochenlang keinen Besuch empfangen. Die Beschränkungen wurden Anfang Mai etwas gelockert.

Quelle: Deutschlandfunk vom 30.05.2020 


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2 Kommentare zu Pflegeeinrichtungen: Patientenschützer kritisieren Freiheitsberaubung in der Corona-Krise

  1. gerhard sagt:

    Isolation und Einsamkeit …gleich krieg ich einen Schreikrampf. Alten und Pflgeheime sind wie Gefängnisse …am liebsten die leute unter Verschluss …bloß keine frische Luftatmen lassen und mit Tabletten vollstopfen. Kehrseite…Personalmangel…wer soll mit den ,,Alten“ mal in die Stadt oder auf den Markt gehen? Ist mir selbst widerfahren!
    Mit einer Behinderten ins Stadtzentrum gefahren(Rollstuhl) zum Eis essen …da haben doch einige Leute die Eisdiele verlassen …dieser Besuch sei doch eine Zumutung.
    Solchen Leuten wünschte ich dann immer ein quavolles Dahinsiechen.

  2. ulrike sagt:

    Genauso sieht es aus gerhard. Hab das mit meinen Vater erlebt. Der wurde morgens an den Frühstückstisch gesetzt und da sass er abends noch nach dem Abendessen.

    Warum bringt man den Mann nicht in sein Zimmer damit er sich hinlegen kann hab ich gefragt: der soll nachts schlafen…..war die Antwort.
    Er schlief dann immer am Tisch während des Tages.

    Da hab ich dann aber Rabatz gemacht und das abgestellt.

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