FLÜCHTLINGE – Bundespolizei meldet verstärkte Flüchtlings-Bewegung nach Norden

Die deutschen Behörden beobachten einen anstieg der Flüchtlingsbewegung auf der Balkan-Route. Erste Flüchtlinge wurden in Freilassing aufgegriffen. Die Behörden glauben nicht, dass es sich um Einzelfälle handelt, sondern sehen einen Trend.

Flüchtlinge und Migranten warten auf die Registrierung am ehemaligen Flughafen Hellinikoin Athen, 13. Juni 2016. (Foto: dpa)

Flüchtlinge und Migranten warten auf die Registrierung am ehemaligen Flughafen Hellinikoin Athen, 13. Juni 2016. (Foto: dpa)

Der neue Grenzzaun zwischen Bulgarien und der Türkei, Juli 2016. (Foto: dpa)

Der neue Grenzzaun zwischen Bulgarien und der Türkei, Juli 2016. (Foto: dpa)

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Die Bundespolizei in Bayern stellt seit mehreren Tagen einen Anstieg von Schleusungen von Flüchtlingen über die eigentlich als geschlossen geltende Balkanroute fest. Es handle sich dabei wohl nicht um Ausreißer, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Freilassing am Donnerstag der AFP. Wie die Schleuser es wieder über die Balkanroute schafften, sei derzeit unklar.

Nach Angaben der Ermittler entdeckten sie am Mittwoch bei Teisendorf nahe der Grenze zu Österreich eine 15-köpfige Gruppe ohne Papiere sowie eine weitere elfköpfige Gruppe unerlaubt Eingereister bei Marzoll. Bereits einen Tag zuvor seien im Stadtgebiet des Grenzorts Freilassing etwa 50 Menschen aufgegriffen worden. Alle Migranten hätten ausgesagt, für mehrere tausend Euro pro Kopf nach Deutschland geschleust und ausgesetzt worden zu sein. Es handle sich um Menschen aus Syrien, Afghanistan, Pakistan, dem Iran und dem Irak.


Die Schleuser dieser Gruppen seien unerkannt entkommen. Zum Teil scheinen sie dem Sprecher zufolge die Flüchtlinge bereits in Österreich an der Grenze ausgesetzt und sie zu Fuß nach Deutschland geschickt zu haben. Zum Teil hätten sie sie wohl unerkannt nach Deutschland gebracht.

Dem Sprecher der Bundespolizei zufolge wird derzeit etwa jeden zweiten Tag an den Kontrollstellen an der Grenze ein mutmaßlicher Schleuser gefasst. Auch dies bedeute wieder einen Anstieg und sei verwunderlich, weil den Schleusern eigentlich bekannt sei, dass an den Grenzen kontrolliert werde.

Quelle: Deutsche Wirtschafts Nachrichten vom 07.07.2016


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