Islamisierung und Öffentlich-Rechtliche: Balken im Auge

Islamisierung (Symbolbild:privat)

Was viele schon längst ahnen, wann immer die Diskussion auf „Islamophobie”, die vorgeblich irrationale „Angst vor Islamisierung“ und allgemeine „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” kommt, wies nun die „Jüdische Rundschau” (JR) am Beispiel der ARD-„Tagesschau“ nach: Deutschlands Framing-Medien rechnen den Realanteil an Muslimen in der deutschen Bevölkerung vorsätzlich klein und verharmlosen einen massiven, zunehmend nach politischer Mitbestimmung greifenden Zuwachs der „Religion des Friedens”. Die JR spricht gar von einer „Statistik-Lüge”.

Die offizielle Erzählung, diese Woche gerade erst wieder von der Tagesschau unter Berufung auf Daten der „Forschungsgruppe Weltanschauungen in Deutschland” (fowid.de) nachgebetet und sogar per eingängiger Grafik visualisiert, ist die: Deutschlands muslimischer Bevölkerungsanteil liegt angeblich bei 3,5 Prozent. Dies entspräche rund 2,9 Millionen Menschen. Wer Kopfrechnen und Dreisatz beherrscht und seinen Überlegungen alleine nur den Bevölkerungszuwachs durch auf rund 2 Millionen geschätzten „Merkel-Gäste” seit 2015 zugrundelegt, die ganz überwiegend mohammedanischen Glaubens sind (zuzüglich seither nachgeholter Familien sowie dank weit überproportional hoher Reproduktionsrate steigender Nachkommenschaft), dem wird bereits klar, dass dies hinten und vorne nicht stimmen kann – es sei denn, vor der „Flüchtlingskrise” hätte man in Deutschland Muslime mit der Lupe suchen müssen.

Muslime plötzlich halbiert?

Selbst wenn man nur die amtlichen Erhebungen des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) zugrundelegt sowie die Ergebnisse einer Studie der Bundesregierung, in denen bestimmte Zuwanderergruppen (inneneuropäische Binnenmigration durch bereits anderswo registrierte Asylbewerber, die sich dennoch in Deutschland aufhalten, sich illegal im Land Aufhaltende) nicht erfasst werden, erhöhte sich die Anzahl der in Deutschland lebenden Muslime seit 2015 Jahren um immerhin 900.000 Menschen. Tatsächlich leben – und selbst dies ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer – in Deutschland mindestens 5,5 Millionen Muslime – was einem Anteil um die 6,5 Prozent entspricht. Das Bamf selbst ging bereits 2019 von „zwischen 5,3 und 5,6 Millionen” Muslimen aus – was schon damals einem Anteil an der Gesamtbevölkerung zwischen 6,4 Prozent und 6,7 Prozent entsprach. „Hat sich also”, fragt die JR mit Recht, „die Zahl der in Deutschland lebenden Muslime innerhalb eines Jahres beinahe halbiert?

Nun ist es keineswegs so, dass dies Tagesschau und Fowid nicht wüssten. Sie sind auch nicht so blöde, Daten verständlich zu präsentieren. Es geht ihnen erkennbar darum, die Zahl der Muslime kleinzuhaltend, mutmaßlich um so keinen die AfD begünstigenden „Ressentiments“ oder keinen etwaigen „Pegida-Argumenten“ Nahrung zu geben. Die Mär von der bedrohten kleingehaltenen religiösen Minderheit in der dauerabonnierten Opferrolle darf keinen Schaden nehmen. Als wird designformiert, dass die haram-Schwarte kracht. Schlüssel hierbei ist von Fowid gebrauchte Begrifflichkeit der „konfessionsgebundenen Muslime”. Nur sie werden als „hier lebende Muslime” gezählt. Willkürliches Kriterium für diese Definition soll die Tatsache sein, dass sie mindestens einmal im Monat in die Moschee gehen. Der Anteil solcher Muslime an der gesamten islamischen Umma in der Bundesrepublik liegt tatsächlich nur bei rund 40 Prozent (wobei es sich hierbei um sträflich veraltete Daten von 2013 handelt, die Fowid zugrundelegt; ihre Zahl dürfte seither deutlich gestiegen sein). Alle übrigen Muslime hingegen gelten in der zitierten Studie als „Kulturmuslime“ – und werden, O Wunder, gar nicht mehr als Muslime geführt.

Schützenhilfe für die Spalter

In der gezeigten Tagesschau-Grafik werden sodann die künstlich heruntergerechneten „echten” Muslime den „Christen” hierzulande gegenübergestellt, woraus sich zwei Balken mit beeindruckenden Größenunterschieden ergeben; unausgesprochener Subtext: seht her, Ihr Rechten und Rassisten, wegen dieser Winzigkeit an Muslimen schürt Ihr Panik, regt Euch über Muezzin-Rufe auf, sorgt Euch um Eure kulturelle Identität! Was der chemisch gereinigte Tagesschau-Zuschauer leider nicht mitgeliefert bekommt: Als „Christ” gilt in dieser Erhebung jeder, der laut Melderegister einer der christlichen Konfessionen zugeordnet wird. Hier spielen Kirchenbesuche also gar keine Rolle. Würden sie es, dann ergebe sich ein völlig anderes Bild – weil nur noch 3,4 Prozent der deutschen Christen überhaupt noch regelmäßig Gottesdienste besuchen. Würde man mit gleichem Maß messen, gälte folglich schlagartig nur noch ein knappes Dreißigstel der deutschen Katholiken, Protestanten und Freikirchler als Christen; der Rest wäre dann, siehe oben, „Kulturchristen”.

Eine ungeheuerliche Verzerrung der Wirklichkeit also – und nur ein weiteres Beispiel der unerträglichen Manipulation, mit der die öffentlich-rechtlichen Medien eine Agenda der schleichenden kulturellen Enteignung und faktischen Bevölkerungstransformation in diesem Land (schließlich geht der Anstieg der Muslime geht schließlich nicht auf Missionierung oder Konvertitentum zurück) vernebeln wollen. Sie passt wie die Faust aufs Auge der Selbstinszenierung der bedrohten Minderheit, zur zelebrierten Märtyrer-Attitüde und zum penetranten Herumgeopfere, das etwa Sawsan Chebli in bald jedem zweiten Tweet pflegt. Der toleranzbasierten Konvergenz von Religionen und Weltanschauungen, einer „multikulturellen” Integration oder der Herausbildung von so etwas wie einer auf gemeinsamen Werten gegründeten „Zivilgesellschaft” erweist die ARD mit dieser Schönfärberei einen Bärendienst. Sie leistet bloß den Spaltern und Usurpatoren Schützenhilfe.

Quelle: journalistenwatch.com vom 07.11.2021

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Ein Kommentar zu Islamisierung und Öffentlich-Rechtliche: Balken im Auge

  1. Ulrike sagt:

    Unsere Lügenpresse verteilt immerzu diesen Lügen. Das wird nicht zugegeben.
    Befehl von oben ?

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