Großbritannien: Diese Politiker wollen die konservative Partei anführen

 

Die Collage zeigt, von oben links nach rechts: Boris Johnson, Dominic Raab, Jeremy Hunt, Rory Stewart, James Cleverly und Sajid Javid, unten links nach rechts: Esther McVey, Matt Hancock, Andrea Leadsom, Michael Gove, Kit Malthouse und Premierministerin Theresa May. (Pa / PA Wire / dpa-Bildfunk )
Elf Bewerber wollen die Nachfolge von Theresa May antreten. (Pa / PA Wire / dpa-Bildfunk )

In Großbritannien können heute Politiker für die Nachfolge von Premierministerin May als Parteichefin der konservativen Partei nominiert werden. Derzeit gibt es elf Kandidatinnen und Kandidaten. Wir stellen sie vor.

Boris Johnson: Er war Bürgermeister von London und britischer Außenminister. Derzeit gilt der Brexit-Hardliner als einer der aussichtsreichsten Kandidaten. Am Wochenende drohte er der Europäischen Union, die für den Brexit vereinbarten Ausstiegszahlungen in Höhe von umgerechnet rund 44 Milliarden Euro zurückzuhalten.

Michael Gove: Auch dem Umweltminister wurden gute Chance auf das Amt des Premierministers eingeräumt. Zuletzt räumte er allerdings ein, vor vielen Jahren Kokain genommen zu haben. Er bedauere dies sehr und gehe davon aus, dass ihn das nicht für die Bewerbung disqualifiziere. Gove gilt laut Deutscher Presse-Agentur als Protegé des US-Medien-Moguls und Trump-Verbündeten Rupert Murdoch.

Jeremy Hunt: Der Außenminister war erst EU-Befürworter, nun tritt er als Brexit-Anhänger auf. Beobachter schätzten, dass er sich damit in Position für die May-Nachfolge bringen wollte. Bei einer Parteitagsrede verglich er die EU mit der Sowjetunion.

Rory Stewart: Er ist nach Einschätzung britischer Medien ein Außenseiter. Der Entwicklungshilfeminister ist eigentlich ein EU-Anhänger, akzeptiert jedoch das Ergebnis des Brexit-Referendums. Einen ungeregelten Austritt aus der EU lehnt Stewart kategorisch ab.

Sajid David: Der Innenminister wechselte nach dem Referendum auf die Seite der Brexit-Befürworter. Der Sohn eines pakistanischstämmigen Busfahrers sammelte bei der Deutschen Bank Erfahrungen in der Finanzwelt. Einer Frau, die sich den IS-Terroisten angeschlossen und in Syrien ein Baby zur Welt gebracht hatte, ließ er die Staatsbürgerschaft entziehen. Als das Kind starb, geriet er in die Kritik.

Dominic Raab: Der Jurist gilt als Brexit-Hardliner und hatte schon mehrere Posten in der Regierung. Sein Amt als Brexit-Minister gab er nach nur wenigen Monaten aus Protest gegen den Vertragsentwurf zum EU-Austritt auf.

Andrea Leadsom: Nach dem Brexit-Referendum und dem Rücktritt von David Cameron 2016 war Andrea Leadsom – neben Theresa May – in die engere Auswahl als Parteichefin gekommen. Später wurde die Brexit-Hardlinerin von der Premierministerin als Ministerin für Parlamentsfragen ins Kabinett geholt. Ende Mai trat Leadsom aus Protest gegen Mays Brexit-Politik zurück.

Esther McVey: Aus Protest gegen Theresa Mays Kurs beim EU-Austritt legte die Arbeitsministerin ihr Amt nieder. Die Brexit-Anhängerin besteht darauf, dass Großbritannien am 31. Oktober die EU verlässt – auch mit einem ungeregelten Austritt.

Mark Harper: Obwohl er als EU-Freund gilt, akzeptiert Mark Harper das Brexit-Referendum. Er selbst sieht sich im Rennen um Mays Nachfolge als Außenseiter.

 

Matt Hancock: Der Gesundheitsminister lehnt eine Loslösung von der EU ohne Abkommen ab. Ihm werden im Rennen um die Nachfolge von May allerdings wenig Chancen eingeräumt.

Sam Gyimah: Der frühere Hochschul-Staatssekretär setzt sich für ein zweites Brexit-Referendum ein. Er gilt als chancenlos.

Quelle: Deutschlandfunk vom 10.06.2019 


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2 Kommentare zu Großbritannien: Diese Politiker wollen die konservative Partei anführen

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  2. Kleiner Grauer sagt:

    Die werden sich nicht ändern, Konservative bleiben es. England kommt nicht von seiner Geschichte weg! Die kamen mit Konservativ bis jetzt nicht aus der EU und spontan können die auch nicht.

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