Vorwärts, marsch! – Deutschlands außenpolitischer Kurs der nächsten Jahre


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Vorwärts, marsch! – Deutschlands außenpolitischer Kurs der nächsten Jahre
Die designierte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen beim Pariser „Friedensforum“ im November 2019

Zwei Reden und ein Gastbeitrag im Spiegel machten den Anfang. Inzwischen geht es Schlag auf Schlag. Die EU und Deutschland sollen militarisiert, neue Flanken eröffnet, bestehende Konflikte zementiert werden. Ein deutlicher Ruck nach rechts.

von Gert-Ewen Ungar

Man kann sich des Eindrucks kaum erwehren: Die außenpolitische Ausrichtung der Bundesrepublik und der EU wird gerade für die nächsten Dekaden festgezurrt. Die Zeichen stehen auf Aggression. Überhaupt nicht zur Debatte stehen dabei eine Überwindung der Konfrontation gegen Russland und eine Kooperation mit China. Im Gegenteil, es ist offensichtlich, dass der Konflikt mit Russland und eine Eskalation der Konfrontation zu China nach dem Willen der deutschen politischen Akteure für die nächsten Jahrzehnte den eurasischen Kontinent bestimmen sollen.

Es geht in Richtung der Militarisierung in der Außenpolitik und der militärischen Konfrontation. Eine tatsächliche Analyse von subjektiv empfundenen Bedrohungen findet nicht statt. Es wird im Gegenteil ohne jede Differenzierung die Mär vom aggressiven Russland wiederholt und auch auf die angeblichen Expansionsgelüste Chinas verwiesen. In Bezug auf Russland wird das eigene, provokante Vorrücken unterschlagen, im Hinblick auf das aufstrebende China werden die politischen Weichenstellungen verschwiegen, die zum eigenen Abstieg geführt haben.

Dass im Moment sowohl die außenpolitische Richtung der EU als auch die Deutschlands neu festgelegt werden, lässt sich an drei in kurzer Folge veröffentlichten, beachtenswerten Beiträgen zum Thema erkennen und an der darauf folgenden medialen Resonanz ablesen. Eröffnet wurde der Reigen von Willensbekundungen zur Aggression durch Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer mit ihrem Vorschlag, eine Sicherheitszone in Syrien unter deutscher Beteiligung zu errichten. So fern der Realität dieser Vorschlag auch war, hat er doch die Diskussion um ein weitergehendes militärisches Engagement Deutschlands in der Welt angestoßen.

 

Von den Medien des Mainstreams wurde dieser Steilpass bereitwillig aufgenommen. Kramp-Karrenbauer präzisierte diese Idee eines stärkeren militärischen Engagements Deutschlands in der Welt dann einige Zeit später in einer Rede an der Universität der Bundeswehr in München. Deutsche Interessen müssten auch im Südchinesischen Meer verteidigt werden, lässt sie uns wissen. Schließlich hätte Deutschland als Handelsnation ein vitales Interesse an offenen Handelswegen. Für eine ähnliche Äußerung musste Bundespräsident Horst Köhler vor Jahren noch zurücktreten. Heute wird eine solche These breit – und vor allem wohlwollend – öffentlich diskutiert.

Welches Interesse China an einer Blockade von Handelswegen haben sollte, verschweigt Kramp-Karrenbauer in diesem Zusammenhang geflissentlich, denn das ist freilich Unsinn. Die These, China könnte so etwas tun, ergibt im Kern keinerlei Sinn, denn mit dem Projekt der Neuen Seidenstraße hat kein anderes Land so sehr wie China sein Interesse an offenen Handelswegen dokumentiert. Im Gegenteil: Die Neue-Seidenstraßen-Initiative ist ein Projekt der friedlichen Vernetzung durch gemeinsame Infrastrukturprojekte, Handel und kulturellen Austausch. Kramp-Karrenbauer täuscht in ihrer Rede absichtlich ihre Zuhörer. Sie beschwört ein Bedrohungsszenario, das nicht existiert, das aber die Grundlage für die Militarisierung der deutschen Außenpolitik bieten soll. Es geht hier – man muss das deutlich sagen – um Provokation und Aggression durch Deutschland, nicht um die Sicherung von Handelswegen und schon gar nicht um die Verteidigung vermeintlich edler westlicher Werte.

Ganz offen bringt Kramp-Karrenbauer diesen Willen zum Konflikt, der dann auch militärisch ausgetragen werden soll, zum Ausdruck, wenn sie in ihrer Rede an der Universität der Bundeswehr sagt:

Ich weiß genau, wie viele unserer Soldaten beim International-Security-Assistance-Force-Einsatz getötet und verletzt worden sind. Und gerade weil ich es weiß, ist mir die Bedeutung des Einsatzes unserer Partner und Verbündeten umso bewusster und wertvoller.

Hier spricht jemand Klartext: Je größer die Verluste sind, desto stärker wird die Bündnispartnerschaft. Auch vielfacher Tod stellt nichts in Frage, gibt nichts zu bedenken. Dabei ist gerade der Afghanistan-Einsatz auch unter militärstrategischen Gesichtspunkten höchst fragwürdig. Dieser Krieg ist nur noch teuer, gleichzeitig aber schon längst verloren.

Wenig später trat Ursula von der Leyen an ein anderes Rednerpult und hielt als designierte EU-Kommissionspräsidentin eine Rede zum Zustand Europas. Auch sie sieht Europa von Ländern wie China und Russland bedroht. Gefährdet seien die westlichen Werte, die Freiheit, die offene Gesellschaft. Einer Überprüfung halten solche Behauptungen nicht stand. Nichts gefährdet die Werte des liberalen Westens so sehr wie die eigene Politik dieses liberalen Westens, insbesondere seine Wirtschaftspolitik. Nirgendwo werden derzeit die Demokratie und die Errungenschaften des bürgerlichen Liberalismus so aktiv zurückgebaut wie in der EU.

Man sieht es deutlich: Es wird eine „Geschichte“ entworfen, die für uns in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich sein soll, aber mit den Entwicklungen in der Realität nichts zu tun hat. Das Narrativ lautet: Wir als die friedlichen, liberalen Nationen werden von China und Russland bedroht, die unsere Werte nicht teilen. Dagegen müssen wir uns wehren – vor allem auch militärisch. Faktisch ist das falsch, allerdings spielt das keine Rolle mehr, wenn dieses Bild erst einmal als Gedankengut in den Köpfen etabliert sein wird. Für Russland ist es bereits etabliert, für China soll es noch weiter ausgeschmückt und verfestigt werden.

Die Argumentationsfiguren, die in dieser Diskussion benutzt werden, sind entlarvend. In klare Sprache übersetzt, lautet ein Argument von der Leyens: Die in der EU versammelten, demokratischen Nationalstaaten müssen Teile ihrer Souveränität an nicht-demokratische, transnationale Organisationen wie die EU und die NATO abgeben, damit also jeglicher demokratischer Kontrolle entziehen, um den Wert „westliche Demokratie“ zu schützen. Man sieht an dieser Argumentation deutlich: Das Konstrukt fault von innen.

Wenn von der Leyen „Europa“ ausspricht, meint sie eigentlich die EU. Auch dies ist ein lange eingübter rhetorischer Trick. Die gemessen an ihrer Fläche größten Länder Europas sind gar nicht in der EU, denn sowohl Russland wie auch die Ukraine gehören nicht dazu. Insgesamt liegt deutlich mehr als die Hälfte der Fläche des Kontinents Europa außerhalb der überwiegend westeuropäischen EU. Von der Leyen schert das nicht. Sie nimmt in ihrer Rede „ihren“ Teil als Ganzes und setzt ihn an die Spitze. Wenn die „Europäische Union“ mit „Europa“ gleichgesetzt wird, braucht es kein weiteres Bemühen um Frieden in diesem Europa. Der ist in dieser Logik nämlich schon hergestellt. Die sich aus der aktuellen Schwäche der USA ergebende Möglichkeit, jetzt die Krisen in Europa diplomatisch durch Kooperation zu lösen, ist mit der Rhetorik von der Leyens sprachlich gar nicht mehr zu greifen.

Dabei wurde viel Bedauern darüber geäußert, dass man nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die einmalige Chance verpasst hätte, das gemeinsame Haus Europa zu bauen. Jetzt taucht zwar mit der Schwäche der USA diese Chance eigentlich wieder auf. Aber sie als solche überhaupt zu erwähnen, wird durch das benutzte Vokabular unmöglich gemacht, wenn Europa mit der EU gleichgesetzt wird, wenn Europa eigentlich nur noch aus der „EU“ besteht. Das macht aber auch deutlich, von wem Aggressivität ausgeht. Deutschland und die EU sind getragen von einem immer tieferen Unwillen zu Frieden und Interessen ausgleichender Verständigung auf dem Kontinent Europa als Ganzes.

Generell war die Rede von der Leyens ein erstaunliches Zeitzeugnis am Beginn ihrer neuen Karrierestufe. Sicherlich erwartet man keine Grundsatzkritik am Zustand der EU von einer Rede einer angehenden Kommissionspräsidentin. Aber das, was von der Leyen hier mal mit mütterlichem, mal mit präsidialem Gestus vorträgt, trägt den Charakter von Realitätsverweigerung.

Kurz darauf gibt dann noch Bundesaußenminister Maas dem Spiegel ein Interview, in dem auch er sich bedingungslos zur NATO bekennt. Die Wortwahl ist dieselbe wie schon bei von der Leyen und Kramp-Karrenbauer. Die Bedrohung der europäischen Werte durch Russland und China zwinge „uns“ zu einer Militarisierung.

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Der Mainstream nimmt all das nur zu dankbar und bereitwillig auf. Die Diskussion um „Verteidigungs“-Ausgaben genannte Militäretats, um Auslandseinsätze und Engagement in der Welt ist voll im Gange. Wenn „wir“ dabei sind, wird es gut, denn „wir“ haben „Werte“, die anderen nicht – so der allgemeine Tenor. Die NATO wird als angebliches Werte-Bündnis beschworen. Es mag da belustigen, wenn der Sozialdemokrat Maas als Weg zur Reform der NATO die Gründung eines Arbeitskreises vorschlägt. Allerdings geht es auch gar nicht um den Vorschlag selbst. Der ist natürlich nicht ernst zu nehmen. Es geht darum, die immer gleiche Botschaft aufrechtzuerhalten.

Dabei ist einer angeblichen „Gefahr“, die von China und auch Russland ausgeht, mit militärischen Mitteln in keiner Weise zu begegnen. Die Ukraine ist hierfür herausragendes und im wahrsten Sinn des Wortes ein „naheliegendes“ Beispiel. Die Unterstützung angeblich „demokratischer Kräfte“ durch die EU, den Westen und allen voran Deutschland hat die Ukraine in kurzer Zeit ökonomisch in Schutt und Asche gelegt. Die Ukraine ist nach Moldawien heute das zweitärmste Land ganz Europas. Anders sieht es dagegen auf der angeblich annektierten Krim aus: Dort geht die wirtschaftliche Entwicklung – dank enormer Investitionen – steil aufwärts. Wohlstand und Wachstum, an dem alle teilhaben. Hier zeigt sich der Gegenentwurf zum westlichen Modell des gern gepriesenen Liberalismus.

Auch beim Afrika-Gipfel, den die Bundesregierung in der letzten Woche abhielt, offenbarte sich, wie unattraktiv das westliche Modell inzwischen ist. Zwölf afrikanische Staaten waren vertreten. Zur Erinnerung: Am Russland-Afrika-Gipfel in der russischen Schwarzmeermetropole Sotschi Ende Oktober nahmen 44 afrikanische Staatsoberhäupter teil. Deutschland bietet eventuell Investitionen, allerdings nur dann, wenn sich die Länder zuvor „Reformen“ unterwerfen, nämlich Sozialstandards senken, Arbeitsrechte zurückgebauen, Märkte deregulieren usw. – der ganze neoliberale Giftschrank also. Das ist nicht attraktiv.

Russland und China agieren da anders, denn sie sind in der Lage und gewillt, tatsächliche Win-Win-Situationen zu schaffen. Durch diese Fähigkeit der beiden Akteure geraten „wir“, der Westen, die EU, Deutschland ins Hintertreffen. Das ist richtig. Allerdings ist dem nicht mit militärischen Mitteln, sondern nur mit einer Neuausrichtung der Wirtschaftsstrategie beizukommen. Und dieses Defizit überwindet man folglich nicht durch Konfrontation und Aggression, sondern durch Vernetzung und Kooperation.

Zudem brächte eine einfache chronologische Auflistung der Ereignisse in Europa in Erinnerung, dass Russland weniger agiert, schon gar nicht aggressiv, sondern Schritt für Schritt reagiert hat. Es ging und geht keine Aggression von Russland aus. Die EU und die NATO sind aggressiv, wie sie aktuell erneut ganz deutlich mit der zunehmenden Militarisierung der Nordsee und Ostsee unter Beweis stellen. Diese Aggression richtet sich gegen die Sicherheitsinteressen Russlands. Folglich wird Russland auch darauf reagieren müssen.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass mittlerweile linke Bewegungen als Korrektiv in Deutschland weitgehend ausfallen. Signifikant für dieses Versagen ist Jutta Ditfurth, bekannt geworden als eine Ikone der Antifa. Sonst bei jeder Gelegenheit eine rechts-esoterische Verschwörung witternd und vor der Wiederkehr des Faschismus warnend, sehen Ditfurth und ihre Antifa-Groupies bei dieser aktuellen Entwicklung in Westeuropa keinen Grund zur Sorge. Dort herrscht Schweigen. Zuletzt bereiteten Jutta Ditfurth große „Sorgen“ die Extinction Rebellion, davor die Gelbwesten, vor einiger Zeit die neue Friedensbewegung, davor der Zusammenschluss von WASG und PDS zur Partei Die Linke. Zur aktuellen Entwicklung hat sie nichts zu sagen. Das zeigt aber auch, wie ehemalige Linke inzwischen in der Radikalität der bürgerlichen Mitte angekommen sind.

Von ihnen ist kein Widerstand mehr gegen eine kriegerische Agenda zu erwarten. Im Gegenteil zeigen die Äußerungen Ditfurths zu Russland, wie unkritisch sie gegenüber dem Mainstream, wie unaufgeklärt und unemanzipiert ihre Haltung zur Presse und allgemein zur Funktion von Medien ist. Die Tatsache einer eklatanten Medienkrise ist bei ihr und ihrem Kreis ganz offensichtlich noch nicht angekommen. Ditfurth ist zwar symptomatisch, aber nicht allein. Sie steht hier lediglich als ein signifikantes Beispiel für das Versagen linker Bewegungen in Deutschland, wenn es um Friedenspolitik geht. Die Linksjugend Leipzig hat gerade auf dieses Defizit aufmerksam gemacht.

So fehlt in Deutschland ein Korrektiv. Es geht nicht mehr um das „Ob“ einer Militarisierung, sondern nur noch um das „Wie“ und um die Geschwindigkeit. Das ist die Bandbreite, in der sich die Diskussion bewegt, die im Mainstream ausgetragen wird. Man wird heftig und intensiv über Finanzen, Partner, Akzentsetzungen, Zeitdruck und anderes sprechen. Das Projekt selbst steht dabei nicht mehr zur Debatte.

Das Korrektiv wird von außen kommen, indem die westliche und zunehmend auch deutsche Aggressivität weitgehend unbeantwortet bleibt. Und je weiter wir aufgrund verfehlter Wirtschaftspolitik ökonomisch zurückfallen, nicht mehr mithalten können, desto unbedeutender werden „unsere“ Provokationen werden. Allerdings wird die zweite Chance auf ein gemeinsames Haus Europa von deutscher Politik gerade erneut verspielt. Dauerhaften Frieden, Sicherheit und Wohlstand von Lissabon bis Wladiwostok soll es nach deutschem Willen auch diesmal nicht geben.

RT Deutsch bemüht sich um ein breites Meinungsspektrum. Gastbeiträge und Meinungsartikel müssen nicht die Sichtweise der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: Russia Today (RT) vom 26.11.2019 


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6 Kommentare zu Vorwärts, marsch! – Deutschlands außenpolitischer Kurs der nächsten Jahre

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  2. Kleiner Grauer sagt:

    Gegen dumme kämpfen selbst die Götter vergebens. Kommentare geben diesen Reptos nur Energie.

  3. Kleiner Grauer sagt:

    Im Netz gefunden
    Von Michael Winkler
    Auszug

    Finale (21. November 2019)
    Liebe Leser, Sie haben natürlich bemerkt, daß sich auf dieser Seite in den letzten Monaten nichts getan hat. Ich habe die „Miete“ für diese Seite für ein weiteres Jahr verlängert, bis November 2020, dann wird diese Seite zu einem anderen Provider umziehen und dabei in dieser Form aufhören zu existieren.
    Warum?
    Weil ich die Welt nicht mehr verstehe!
    1. Beispiel: Halle
    In Halle hat ein „Rechtsradikaler“ zwei Deutsche (heute muß man ja sagen: deutschstämmige Deutsche, um sie von den „Paßdeutschen“ zu unterscheiden) erschossen. Folgerichtig hat das ganze Land mit den Juden getrauert, die objektiv ein paar Schrammen in einer Synagogentür erlitten haben. Vom ständig zunehmen Antisemitismus war die Rede, von Rechtsterroristen. Dabei wurde von den offiziellen Medien (die Donald Trump „Fake News“ nennt) ganz vergessen, daß der Täter einen Migrationshintergrund aus Kasachstan besitzt, in den „Sozialen Netzwerken“ etwa 90% Mohammedaner als Freunde und Follower hat, also ziemlich sicher selbst Mohammedaner ist. Ich gehe deshalb davon aus, daß in seinem „Manifest“, das aus dem Internet gelöscht und dessen Verbreitung oder auch nur Zitierung unter Strafe gestellt worden ist, häufiger „Allahu akbar“ als „Heil Hitler“ zu finden wäre.
    Das ZDF war sich nicht zu schade. Björn Höcke als „geistigen Anstifter“ dieses Anschlags zu diffamieren. Korrekter wäre es gewesen, Angela Merkel als Schutzpatronin der Islamisierung in diesem Land zur °geistigen Mutti“ des neuen Antisemitismus zu erheben.
    2. Beispiel: Weltklima
    CO2 ist ja so furchtbar böse, wir Menschen blasen das ständig in die Luft, weshalb uns Zustände wie auf der Venus drohen. Es sei denn, wir tun etwas dagegen, um die Umwelt zu schützen. So gesehen ist der größte Umweltschützer aller Zeiten nicht etwa Anton Hofreiter, ja nicht einmal Greta die Heilige Thunberg, sondern Dschingis Kahn. Der hat – ganz ohne Dieselverbot – 700.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr eingespart. Wie ihm das gelungen ist? Er hat etwa 40 Millionen Menschen umgebracht, spielt also in der Liga eines Josef Stalin oder Mao Tse-Tung, wobei das zu seiner Zeit 11% der Weltbevölkerung waren, wofür heute 800 Millionen nötig wären. Fakt ist, daß wir ohne CO2 alle sterben würden, weil keine Pflanze mehr wüchse. Fakt ist, daß dieses Spurengas einen Anteil von 0,04 Prozent in der Atmosphäre hat. Davon sind wiederum 5% menschengemacht, also 0,002%. Der deutsche Anteil am weltweiten menschenverursachten CO2-Ausstoß beträgt 3,1%, womit der deutsche Anteil am CO2 der ganzen Welt 0,00155% beträgt. Für diese verschwindende Menge bezahlen wir demnächst höhere Steuern und ruinieren unsere Autoindustrie.
    Viel weniger Beachtung findet die Erwärmung anderer Planeten, wie Mars, Jupiter und sogar Pluto. Schuld daran sind nicht etwa Ölheizungen, sondern, wie auf der Erde, die Sonne. Ganz grob alle 1.000 Jahre haben wir eine wärmere Periode, die, soweit sie die Vergangenheit betrifft „Klimaoptimum“ genannt wird. Während des mittelalterlichen Klimaoptimums war Grönland „grünes Land“, die Eisbären haben trotzdem überlebt. Nach dem Klimaoptimum hatten wir die Pest, Hexenverbrennungen, die „große Mandränke“ und andere Glücksfälle, die uns der Weltklimarat als „kleine Eiszeit“ zu gerne wieder bescheren möchte. Die Römer hatten ebenfalls ihr Klimaoptimum. Damals konnte Hannibal mit Elefanten die Alpen überqueren, und Karthago – das heutige Tunesien – war derart fruchtbar, daß die Römer es beneideten und eroberten. Nachdem der damalige Weltklimarat dieses Optimum beendet hatte, begann die Völkerwanderung, also große Wellen Klimaflüchtlinge. Die Justinianische Pest und das „finstere Mittelalter“ sind weitere Erfolge der damals abgewehrten Klimakatastrophe. Noch mal tausend Jahre früher hatten wir die Bronzezeit, die legendären Hochkulturen. Am Ende dieser Warmzeit fielen die „Seevölker“ über diese Hochkulturen her, die „bronzezeitliche Katastrophe“.
    Ganz nebenbei: Was das Klima wirklich schädigt, sehen wir an jedem klaren Tag, wenn wir in den Himmel blicken. Da gibt es einen wunderschönen Grauschleier. Kein einziger der Freitags-Schulschwänzer hat jemals in seinem Leben einen richtig klaren Himmel gesehen. Ich hingegen schon, damals, 1976. Und wie der Opa von Greta der Heiligen Thunberg richtig gesagt hat, findet das in 10.000 Metern Höhe statt. Nur stammt dieser Grauschleier nicht von bösen Schummel-Dieseln, denn Kohlendioxid ist schwerer als Luft und steigt nicht so hoch. Der Grauschleier stammt vom ständig zunehmenden Flugverkehr und besteht aus Wasserdampf, der direkt in dieser Höhe ausgebracht wird. Abgeordnete, die etwas dagegen tun wollen, brauchen dafür keine schicken neuen Elektro-Dienstwagen, sie müssen nur auf Flugreisen verzichten. Ja, jene Flugreisen, die Angela Merkel zur obersten Umweltschädling der BRD machen. Urlaubs- und Geschäftsreisende, Frachtflüge und das weltweit operierende Militär müßten sich einschränken. Da ist es deutlich einfacher, wegen CO2 die Schule zu schwänzen, ein wenig auf Kommando zu hüpfen und den Bürgern neue Steuern aufzubrummen.
    3. Beispiel: Die Grünen
    Das, was heute Grün ist, nannte sich zuvor DKP und davor KPD, aber darauf möchte ich nicht eingehen. Die heutigen Grünen gibt es seit 40 Jahren, sie waren an mehreren Landesregierungen und an zwei Bundesregierungen beteiligt. Hätten die Grünen tatsächlich Ideen für den Umweltschutz, so hätten sie diese schon seit Jahrzehnten umsetzen können. Der einstige Obergrüne „Joschka“ Fischer hatte stattdessen den Kosovo bombardieren lassen, also den ersten Kriegseinsatz der Bundeswehr herbeigeführt. Der heutige oberste Dampfplauderer Anton Hofreiter fällt auf, weil er zu allem eine Meinung, aber von nichts eine für mich erkennbare Ahnung hat. Leute, die „Kobalt“ mit „Kobold“ verwechseln, sollen Konzepte für die Zukunftsgestaltung der Menschheit zustande bringen?
    Tja, und wenn eine grüne Bundestagsvizepräsidentin mit „Deutschland verrecke“ einen Massenmord herbeiwünscht, ist das völlig in Ordnung, da regt sich kein „demokratischer“ Abgeordneter auf. Droht jedoch jemand aus Amerika per E-Mail „Claudia verrecke“, dann ist das ein Skandal, da werden sämtliche Nazi-Teufel an die Wand gemalt. Wobei besagte Claudia zur Selbstverteidigung eine Waffe führen darf, die gewöhnlichen Deutschen, denen sie das „Verrecken“ wünscht, natürlich keine Waffen zu ihrer Verteidigung bekommen.
    4. Beispiel: Elektromobilität
    Strom kommt aus der Steckdose, aber nur, wenn auf der anderen Seite jemand sitzt, der den Strom dort hineinsteckt. Bevor eine Angela Merkel ihr Vernichtungswerk zur Auslöschung des deutschen Volkes so richtig begonnen hat, hatten wir eine sichere Stromversorgung mit Grundlastkraftwerken. Das sind Kraftwerke, die unabhängig vom Wetter Strom liefern, aus Kernkraft und Kohleverbrennung, rund um die Uhr, denen es egal ist, ob die Sonne scheint oder der Wind weht. Diese Kraftwerke wurden und werden nach und nach abgeschaltet. Die tollen Solarkraftwerke erzeugen leider nicht rund um die Uhr Strom, denn nachts ist es dunkel, und wenn der Himmel bewölkt ist, bricht deren Leistung ebenfalls ein. Die ebenso tollen Windkraftwerke benötigen Wind, aber bitte nicht zuviel davon, denn dann muß man sie aus Sicherheitsgründen abschalten. Eine sommerliche Gewitterfront mit Sturmböen legt also großflächig die „alternativen Energien“ lahm.
    In dieser merkelhaften Republik, die es nicht schafft, einen neuen Flughafen oder einen neuen Bahnhof zu bauen, bekommen wir noch nicht einmal Stromtrassen hin, um Offshore-Strom aus der Nordsee nach Bayern oder Baden-Württemberg zu liefern. Da millionenfach Elektroautos auf die Straße bringen zu wollen, ist die genialste Idee, seit die Schildaer säckeweise Sonnenlicht in ihr fensterloses dreieckiges Rathaus getragen haben. Um ein Elektroauto in überschaubarer Zeit aufzuladen, benötigt man viel Strom, also genügend Volt und haufenweise Ampere. So viel Strom benötigt dicke Stromleitungen, die erst verlegt werden müssen, weil sonst ein Dutzend Elektroautos die Stromversorgung eines größeren Dorfes überfordern würden. Wie sollen in einem Land, das es in den vergangenen 20 Jahren zu 5.000 Funklöchern und zahlreichen Internet-Notstandsgebieten geschafft hat, diese Stromleitungen verlegen? Glasfasern für Breitband-Internet kommen mit dünnen Kabeln aus, Stromleitungen für Elektrofahrzeuge müssen richtig dick werden und erfordern einen deutlich höheren Aufwand beim Verlegen. Für eine Tankstelle genügt ein großes Loch an einer Stelle, um die Kraftstofftanks unterzubringen, für Stromkabel benötigen wir kilometerlange Gräben, über zahlreiche Grundstücke hinweg, mit einem ganzen Rattenschwanz an Klagen, damit auch Mittelmietraching und Nordoosterstedt ihre Elektro-Schnellzapfsäulen bekommen.
    Betrachten wir nun eine grüne Vorzeige-Oberlehrerin. Im Sommer, wenn Solarzellen und Windkraftwerke halbwegs verläßlich laufen, genießt die Dame die frische und warme Luft auf ihrem sparsamen E-Bike. Im Winter, wenn es kalt ist und schneit, möchte sie aus gesundheitlichen Gründen lieber Auto fahren. Also genau dann, wenn es für die alternativen Kraftwerke zu dunkel oder zu stürmisch ist. Ob die Dame immer noch „Atomkraft? Nein, danke!“ sagt, wenn ihr E-Flitzer am Morgen mangels geladener Batterie in der Garage bleiben muß?
    5. Beispiel: Wissenschaft
    Physikprofessor Philipp von Jolly 1874 zu Max Planck: „In dieser Wissenschaft ist schon fast alles erforscht, es gilt nur noch einige unbedeutende Lücken zu schließen.“ Heute würde ein Harald Lesch vermutlich sagen, daß Mr. Onestone immer recht habe und es nur noch darum ginge, dies immer wieder zu beweisen. Der politisch überaus korrekte und ansonsten völlig phantasielose Fernsehprofessor beweist und begründet auf Anfrage alles, was schon bewiesen und begründet ist, ohne einen Atomdurchmesser von ausgetretenen Pfaden abzuweichen. Insofern ist er ein Musterbeispiel von einem heutigen Physiker. Max Planck hat sich von dieser damals politisch überaus korrekten Auskunft nicht abschrecken lassen, trotzdem Physik studiert und diese Wissenschaft beträchtlich erweitert.
    In früheren Zeiten nannte man Experimente „Fragen an die Natur“. Die Ergebnisse der Experimente wurden anschließend mit Theorien unterfüttert, und wenn ein Experiment der Theorie widersprochen hat, wurde die Theorie über den Haufen geworfen. In der heutigen Physik beginnt man mit einem „Gedankenexperiment“, also mit reiner Phantasie. Aus dieser Phantasie leitet man eine Theorie ab, und anschließend wird solange gemessen, bis die Theorie bestätigt wurde. Sollten von 100 Experimenten 99 die Theorie (oder gar Mr. Onestone) widerlegen, so wird eben nur das eine einzige herangezogen, das die Theorie bestätigt. Wer der allgemeinen Glaubenslehre der etablierten Physik widerspricht, kommt nicht auf den Scheiterhaufen, also noch nicht, die Politik ist noch nicht soweit. Er wird nur totgeschwiegen, also nirgendwo veröffentlicht, bekommt vielleicht noch den Doktortitel, aber garantiert keine Professur und erst recht keine Fördermittel für seine Forschungen.
    Da Mr. Onestone in der Physik alles herbeiphantasiert hat, ist es überflüssig, weiterhin Physik zu studieren. Deshalb gibt es in Merkeldeutschland schon 188 Lehrstühle für Genderwissenschaften. Diese tragen für die Zukunft der Menschheit soviel bei wie jene Theologen, die im Mittelalter herausdiskutiert haben, wie viele Engel auf einer Nadelspitze Platz finden. Jene Theologen haben übrigens Arbeitsplätze geschaffen, bei der Inquisition, als Folter- und Henkersknechte. Wir dürfen also darauf hoffen, daß auch die Genderwissenschaften Arbeitsplätze schaffen werden. Zwar nicht so viele, wie in der Vergangenheit Naturwissenschaftler und Ingenieure, aber, wie gesagt, Mr. Onestone hat ohnehin die ganze Physik zurechtphantasiert, da gibt es nichts mehr zu erforschen.
    Tja…
    Wenn ein gewisser Artur Schopenhauer sich so über seinen Hund geärgert hatte, daß er diesen richtig beschimpfen wollte, hat er ihn als „Du Mensch!“ angefaucht. Hätte ich einen Hund, würde ich ihn als „Du Merkel-Wähler!“ beschimpfen, oder gleich als „Systemparteien-Wähler“.
    Wir erleben gerade, wie sich die dritte Linksdiktatur auf deutschem Boden innerhalb von 100 Jahren entwickelt. Wir erleben Diskriminierung, politische Verfolgung, Ausgrenzung. Die Medien sind gleichgeschaltet, die Berichterstattung so eingefärbt wie unter Hitler, Ulbricht oder Honecker. Wer das Zeug zum guten Nationalsozialisten hatte, hatte auch das Zeug zum guten (internationalen) Sozialisten in der DDR und heute zum vorbildlichen Demokraten in Merkeldeutschland.
    Es hat sich nichts verändert, niemand hat dazugelernt.
    Immerhin kann ich nun eine vielgestellte Frage beantworten, die in zehn oder zwanzig Jahren womöglich über unsere Zeit gestellt werden wird: Wie hat das alles passieren können? Die Antwort ist: dank vorauseilenden Gehorsams. „Alle wissen“, daß man nicht bei Juden kaufen soll… ‚Tschuldigung, falsches Jahrhundert. Also nicht bei AfD-Mitgliedern. Der Richter, der in der DDR ganz antifaschistisch den Republikflüchtling verurteilt hat, ist heute eine Richterin, die Gesinnungsverbrecher aburteilt, die es wagen, den veröffentlichten Ansichten zu widersprechen. Wo Hitler noch ein Propagandaministerium benötigt hatte, darf Merkel mit dem „Konsens der Demokraten“ rechnen, demgemäß alle Medien einhellig auf die AfD, die Nazis, die Rechten einprügeln. In der DDR haben sich die Parteien zum „nationalen Block“ zusammengeschlossen, heute bezeichnen sich die Blockparteien allesamt als „Demokraten“, die ganz einhellig die „Nicht-Demokraten“ der wirklich alternativen Parteien anfeinden – wie gewohnt als Faschisten, denn dazugelernt hat seither niemand in der Politik. Demokratie lebt von der Vielfalt, nicht von der Einfalt, doch es ist diese Einfalt, die in Merkeldeutschland das Denken bestimmt. Bisher durfte jede Partei einen Vizepräsidenten des Bundestags stellen. Diesen der AfD zu verweigern, zeugt davon, daß viele Volksvertreter offenbar den Kindergarten nicht erfolgreich abgeschlossen haben. Und die gute Kinderstube nicht einmal vom Hörensagen kennen, wenn man ihren Reden zuhört. Es entspricht jedoch dem „allgemeinen Zeitgeist“, bei dem jeder sich gegenseitig in Meinungskonformität zu übertreffen versucht und sich darüber freut, mit allen anderen gemeinsam voller Zivilcourage auf eine Minderheit einzuprügeln.
    Alle laufen mit, keiner denkt nach, alle tragen Scheuklappen. Und am Ende will es wieder keiner gewesen sein. Es ist immer so, alle trotten mit, halten den Kopf unten, denken nicht nach, wollen nicht auffallen. Alle tun, was alle tun, und später wundern sie sich, daß sie nun alle in dem Dreck stecken, den sie selbst um sich angehäuft haben.
    Wie eingangs gesagt, ich verstehe diese Welt nicht mehr. Warum sollte ich etwas kommentieren, das ich nicht verstehe? Dafür gibt es schon massenhaft Politiker, auf Pressekonferenzen ebenso wie in Interviews oder Talkshows.
    Außerdem glaube ich nicht, daß ich den Tag erleben werde, an dem ein Professorix (Neutrum) für Genderwissenschaften verkündet: „Mr. Onestone hat sich geirrt!“
    Deshalb, liebe Leser, ist dies der letzte Tageskommentar. Ich danke allen, die diese Texte in den vergangenen Jahren gelesen haben, insbesondere denjenigen, die mit ihrer Unterstützung dazu beigetragen haben, daß ich diese Seite solange habe fortführen können.
    Allen, die gleich mir die Welt nicht mehr verstehen, möchte ich zum Abschluß ein Wort des Trostes hinterlassen: Das ewige Gesetz des Karmas wird dafür sorgen, daß ein jeder das erntet, was er gesät hat. Ich kann nur wiederholen: Gegen Dummheit kämpfen selbst die Götter vergebens, und erst, wenn Dummheit weh tut, sind die Menschen bereit, von ihr zu lassen. Deutschland wird auch diese Zeit überleben, dessen bin ich mir sicher.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute!
    Ihr Michael Winkler
    Auszug Ende

  4. ulrike sagt:

    Bei dem Bild kommt mein Frühstück wieder hoch………

  5. birgit sagt:

    „Auch sie sieht Europa von Ländern wie China und Russland bedroht. Gefährdet seien die westlichen Werte, die Freiheit, die offene Gesellschaft.“

    Was hat Uschi eingenommen ? Von klarem Verstand kann nicht mehr die Rede sein.

  6. Kleiner Grauer sagt:

    Beachtet die Hand die den Zweig hält. Sie bildet ein Sechseck und der Hintergrund ist blau. Der Kanonen Muschi hat man den Chip getauscht, Sie rezitiert das Blaue vom Himmel. Schlimmer ist der Stoltenberg, was hat der für einen Chip bekommen? Der geifert wie ein Hofhund an der Kette, kommt keinen Meter weiter als es die Kette gestattet. Vor dem Anschlag von Breivik hatte Er noch andere Wortbausteine im Chip zur Wiedergabe. Er wollte Palästina anerkennen, diese fehlerhafte Lötstelle im Chip wurde überbrückt???

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