Eindringen in Wohnung: Polizei behandelt Bürger wie Verbrecher wegen Corona – Mitten in der Nacht Wohnungsschloss aufgebohrt

Die Unverletzlichkeit der Wohnung ist eines der wichtigsten Grundrechte. In seinen eigenen vier Wänden muss der Bürger in einer Demokratie einen sicheren Rückzugsraum haben, der ihn vor staatlichem Zugriff schützt. Ausnahmen hiervon sind nur möglich, wenn ein zwingender und schwerwiegender Grund vorliegt – etwa eine schwere Straftat. Nicht einmal wegen eines Ladendiebstahls käme heute ein Polizist oder ein Richter auf die Idee, die Unverletzlichkeit der Wohnung aufzuheben. Mehr noch – in der Regel kommt man da heute sogar ohne blaues Auge davon, wie mir Polizisten und Polizeidolmetscher regelmäßig aus ihrem Alltag berichten. Selbst als Wiederholungs-Ladendieb kann man mit Nachsicht rechnen.

Nicht so, wenn der bloße Verdacht besteht, dass ein gesetzestreuer Bürger in den eigenen vier Wänden gegen die Corona-Verordnung verstößt. Hier nochmal zum Langsamlesen: Es geht um Ordnungswidrigkeiten, genauer gesagt den Verdacht derselben. Der führte jetzt dazu, dass in Essen am Freitagabend acht bis zwölf Beamte in eine Privatwohnung stürmten und dort in seinem Eigenheim einen 41-Jährigen Diplom-Kaufmann behandelten, wie man es sonst eher aus Einsätzen mit Schwerkriminellen kennt. Sein „Vergehen“: Er hatte einen Freund zum gemeinsamen Kochen zu Besuch. Also auch nach der aktuellen Corona-Verordnung völlig zulässig. Nach den Worten des 41-Jährigen „quatschten“ sie und „hörten etwas laut Musik“. Damit gerieten sie ins Visier von einem Mitarbeiter des Ordnungsamtes, der ihre Personalien wollte. Begründung: Ruhestörung. Als sich der Diplom-Kaufmann weigerte, seine Personalien anzugeben, rief der Ordnungsamt-Mitarbeiter die Polizei. Die durchsuchte die Küche, Beamte durchwühlten die Geldbeutel der beiden Männer, wie die „Bild“ berichtet.

Der 41-Jährige filmte laut der Zeitung die gesamte Polizeiaktion. In dem Streifen ist zu sehen, wie ein Beamter verlegen sagt: „Von der Situation, die uns das Ordnungsamt gerade geschildert hat, sieht man jetzt natürlich auch nichts.“ Angeblich hatten die Männer dem Ordnungsamt gegenüber gesagt, „dass sie noch eine zweistellige Anzahl von Personen erwarteten“. Der Anwalt des Diplom-Kaufmanns sagte zu „Bild“: „Wir behalten uns vor, Klage zu erheben, weil dieser Einsatz nicht rechtmäßig war.“

In einem zweiten Fall, den das Blatt schildert, war eine 32-jährige Lehrerin in Hamburg mit ihrer Schwester bei deren Freund zu Besuch; auch dessen Mitbewohner war anwesend. „Plötzlich fing es an, an der Tür zu bohren. Dann gab es eine Durchsage ‚In 30 Sekunden wird zugegriffen‘“, erzählte die Frau der Zeitung: Die Polizei bohrte dann mitten in der Nacht die Wohnungs-Tür auf. Um 3.18 Uhr drangen sechs Beamte in die Wohnung ein. Auslöser offiziell: „Massive Ruhestörung“, die Anwohner angezeigt hätten. Zum Aufbohren kam es laut Polizei, weil die Tür nicht von innen geöffnet worden sei. Ein Polizeisprecher sagte laut Bild: „Ein Verstoß gegen die geltende Eindämmungsverordnung wurde festgestellt.“

Die Polizei hat angesichts der Corona-Verordnung zum Teil jegliches Maß verloren. In Hamburg gab es eine gefährliche Verfolgungsjagd mit einem 17-Jährigen. Dessen Vergehen: Er hatte in einem Park Freunde umarmt und war dann vor den Beamten weggelaufen. Polizisten lösen Kindergeburtstage und Skatrunden auf, kontrollieren auf offener Straße, wie lange Passanten zum Kaffeetrinken oder Apfelessen ihre Maske abnehmen. Beamte vertreiben in Berlin mit einem Hubschrauber Kinder von einem See – die dabei möglicherweise einen Schreck fürs Leben bekommen.

Die Corona-Maßnahmen bringen längst überwunden geglaubte Ungeister wieder zum Leben. Die gleiche Polizei, die laut Beamten jahrelang angehalten wurde, Zurückhaltung zu üben, besonders mit bestimmten Täter-Gruppen, greift nun mit einer unglaublichen Härte gegen einfache, unbescholtene Bürger durch. Dazu wird sie von ihrer Führung und von der Politik regelrecht angestachelt, wie erst kürzlich ein Polizist auf meiner Seite berichtete (siehe hier).

Der Schaden, den das völlig überzogene und unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei auslöst, ist kaum abzuschätzen. Über Jahrzehnte aufgebautes  Grundvertrauen in (Rechts-)Staat und Polizei wird nachhaltig erschüttert, wenn gleichzeitig etwa in Berlin Drogendealer völlig ungehindert ihrem gefährlichen Geschäft nachgehen können und andererseits die Polizei in Wohnungen eindringt, weil dort vier Menschen zusammen sind und gegen die Corona-Verordnung verstoßen. Rational ist all das nicht mehr nachvollziehbar. Sowohl die völlig überzogenen Aktionen als auch die viel zu verhaltenen Reaktionen darauf etwa in den Medien. Deutschlands Politikern und Journalisten sind zu einem großen Teil die Maßstäbe völlig verrückt.

Quelle: reitschuster.de vom 02.03.2021

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6 Kommentare zu Eindringen in Wohnung: Polizei behandelt Bürger wie Verbrecher wegen Corona – Mitten in der Nacht Wohnungsschloss aufgebohrt

  1. Annette sagt:

    Wer der Polizei vertraut, weiß nicht was Polizei heute ist.

    Solch übereifrigen jungen Mitarbeitern, die wie bewiesen in zahlreichen Videos, die Erlaubnis für das Mitführen einer Schußwaffe zu gestatten, ist gefährlich.

    Wer sich in Streßsituationen nicht im Griff hat, ist ungeeignet für den „Schutzdienst“ oder heißt es jetzt Regimeschutzdienst und die Innenminister dulden das BRUTALE Handeln ihrer Fachkräfte für Recht und Ordnung? (Hab ich den Bevölkerungsschutz ausgelassen?)

  2. Kleiner Grauer sagt:

    Ich glaube hier kommt einiges auf den befehlenden kommunistXXX Goldfasan zu. Es ergibt sich eine kritische Situation wie man Sie nur noch von der Urananreicherung kennt. Schlagzeile bei „Blöd“ Tschernobyl im Türschloss in der Hand der Wortmarke. Verdacht auf Nazi ??? Warum? Ganz einfach die Tatsache liegt im Detail des Bohrers und der Bohrmaschine: Die dreht rechtsrum und der Bohrer hat einen Rechtsdrall. Der Goldfasan kann schon alles auf Linksdrehung und Linksdrall umbestellen und ausrüsten, latrinich mit der nötigen politischen Umschulung. In der Erweiterung Judoausbildung der Wortmarke, es wird trainiert den verdächtigen Nazi über die Linke Schulter in Zukunft auf die Bordsteinkannte oder das Kaminbesteck in der Wohnung zu werfen. Auch die Schrift muß geändert werden, in Zukunft von rechts nach links wird geschrieben. Wir stehen mitten in der schlimmsten Vollendung des Rechtsdralles der Gesetzestreuen. Wenn ich etwas zu sagen hätte, dann müssen die von der Wortmarke in Zukunft die rechte Hand in die Hosentasche stecken, aber in die eigene und alles mit der linken Hand im „Dienst“ erledigen. So kommt Theorie und Praxis nicht durcheinander!

  3. Rosemarie Pauly sagt:

    In den letzten Jahren wurde von Seiten der Polizei darüber aufgeklärt, wie man sich am besten gegen Wohnungseinbrüche schützt. An Türen und Fenstern so mancher Wohnung wurden Schlösser angebracht und Alarmanlagen installiert.
    Nur – was nützt der ganze Humbug, wenn die Polizei jetzt selber einbricht und sich von den Schutzmaßnahmen auch nicht abhalten lässt?

  4. Ulrike sagt:

    Ein Ding der Unmöglichkeit ist das ganze. Da sieht man welche Rechte wir noch haben.

  5. shirin sahin sagt:

    Wir haben es nur noch mit schickanierenden Staatssöldnern zutun und das mittlerweile mit allen die der Firma Constellis untergeordnet sind!

  6. Pingback: Dies & Das vom 5st März 2021 und Älteres. | freistaatpreussenblog

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