Deutschland hat das gleiche Problem – Niederlande drohen Bauern im Gülle-Streit mit Enteignung

In den Niederlanden ist an vielen Stellen zu viel Nitrat im Grundwasser. Das liegt auch an der Gülle von Viehbetrieben. Das Land greift nun zu drastischen Mitteln.

Ein Bauernhof bei Ouderkerk in den Niederlanden (Symbolbild)
Ein Bauernhof bei Ouderkerk in den Niederlanden (Symbolbild)

Foto: AGAMI/M. Guyt / imago images/blickwinkel

Die niederländische Regierung streitet mit den Bauern über den Umweltschutz – und hat nun ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt. Die Viehbetriebe, die mit ihrer Gülle die Böden am meisten mit Stickstoff belasten, sollen zum Umschwenken gedrängt werden, kündigte die Regierung  an. Den Höfen in der Nähe von Naturschutzgebieten werde ein Kaufangebot gemacht. Sollten sie nicht akzeptieren und die Nitratbelastung nicht reduzieren, werde eine Zwangsenteignung nicht ausgeschlossen.

Das Problem, das dem Streit zugrunde liegt, ist auch in Deutschland akut: Grundwasser und Böden sind stellenweise stark mit Stickstoff und anderen Schadstoffen belastet. In Deutschland wurde kürzlich jeder fünfte Grundwasserkörper als schlecht bewertet, weil die Nitratwerte zu hoch waren. Nitrat ist eine Stickstoffverbindung.

Wird überschüssiger Stickstoff durch Regen aus dem Boden gewaschen, gelangt er als Nitrat ins Grundwasser. Die Folge: Um daraus Trinkwasser zu gewinnen, muss das Wasser teuer aufbereitet werden. Denn Nitrat kann schädliche Folgen haben, vor allem für Babys. Es steht auch im Verdacht, die Entstehung von Krebs zu fördern. Zudem gelangt der Stickstoff in Seen, Flüsse und Meere. Die Bundesregierung streitet wie die Niederlande mit der EU über Möglichkeiten, die Nitratwerte zu senken.

Bauern blockieren Autobahnen und kippen Asbest auf die Straßen

In den Niederlanden hatte die Regierung nach einem höchstrichterlichen Urteil entschieden, den Stickstoff-Eintrag bis 2030 um die Hälfte zu verringern. Das kann nach Berechnungen der Regierung das Aus von 30 Prozent der Viehbetriebe bedeuten, denn Viehbetriebe sind mit ihrer Gülle die größten Verursacher des Problems. Die Niederlande sind weltweit einer der größten Exporteure landwirtschaftlicher Produkte.

Es bliebe »aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Sicht nichts anderes übrig, als kurzfristig eine substanzielle Stickstoffreduktion zu erreichen«, hieß es in der Erklärung der Regierung. Dies stelle den Staat und die Gesellschaft vor eine große und komplexe Aufgabe. »Ich verstehe, dass wir diesen Unternehmern eine große Frage auf den Tisch legen, die zu Zukunftssorgen führen kann«, wird die Ministerin für Natur und Stickstoff, Christianne van der Wal, zitiert. Sie untersteht dem Landwirtschaftsministerium. Die Regierung würde die Betriebe unterstützen, aber: »Es kommt kein besseres Angebot.«

Aus Protest gegen die Pläne hatten Bauern in den Niederlanden wochenlang zum Teil gewalttätig protestiert. Sie hatten Autobahnen blockiert, Brände gelegt und Mist, Müll, aber auch Asbest auf Straßen gekippt. Die Lager von Supermärkten waren blockiert und Politiker bedroht worden.

Da der Stickstoff-Eintrag des Landes nun deutlich über den zugelassenen Grenzwerten liegt, sind andere Unternehmen oder Großprojekte blockiert. So dürfen nach einem Gerichtsurteil vom November Bauprojekte nicht mehr genehmigt werden.

kko/dpa

Quelle: Spiegel-online vom 25.11.2022

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Alexander Berg
2 Monate zuvor

Bekämpfung systemischer Phänomene…

Kleiner Grauer
Kleiner Grauer
2 Monate zuvor

Über Mist in der Erde weiß man ganz genau Bescheid und es sind nur Nachteile die das Zeug ergibt. Über Mist in der Gesellschaft sieht es ganz anders aus, da ergibt die SchXXXe nur Vorteile! Sie ist uns herzlich willkommen mit Ihren vielfältigen….Siehe M. Böhmer! In der
BRiDä-kurzes-dä-Beerdigungsinstitu-tä-werden unbedingt notwendige bauten immer zum größten Schaden gegen Mensch und Natur bevorzugt in Natur oder Landschaftsschutzgebiete „gesetzt!“ Windräder, Tesla PKW Werk mitten in der Wald, oder die Eisenbahnschnellstrecke von Nürnberg nach Börrlin. Nur zur Zerstörung der Natur sinnlos angelegt! In Brandenburg geht das Ding durch das absolute Trappen Schutzgebiet! Bravo! Das ScheiXXXhaus mit einem Schuss  getroffen! Ich kenne die Region und habe dort auch die Trappen auf den Feldern im Morgennebel gesehen! Wäre damals schon der Wolf dort… Wäre heute auch kein Zug unterwegs. Alles was uns schadet wird mit Begeisterung durchgesetzt. Heute ist der Wolf dort… Die A1?(ich sehe nicht nach), oder A20? wurde auch durch ein geschütztes Sumpfgebiet geprügelt-als synonym-hinter den Projektanten stehen welche mit der Knarre und schicken den in alle Ewigkeit (wer besitzt doch gleich den Kaschi Nachbau?) wenn der auch nur ein Gegenargument bringt. Die A1 ist ja dann auch im Sumpf für einige Kilometer versunken.(wie die 835te Infrantriedivison der Wehrmacht auf dem Vormarsch nach Moskau) Die Verbindung Dresden-Prag mit einem Tunnel-Straße und Zug-wird verschleppt! Immer zum Schaden über das Erzgebirge! Die Menschen dort mit Lärm und Abgasen zur Sau machen! Da klingen die Gläser beim Anstoßen mit Koscher Flüssigkeit vor Schadenfreude! Warum kleben sich von der Degeneration nicht an Züge. Oder an dem Wolf, oder Bär wenn wieder einer in Bayern, nicht wegen dem Oktoberfest im September, auf Brautschau ist. Das letzte degenerierte Gehirn kann sich doch auf dem Oktoberfest an das Riesenrad oder solche schnellen Dinger oder Achterbahn außen ankleben! Wer in den Niederlanden oder bei uns Vieh kauft der hat auch Umweltprojekte gegen die Gülle mit zu bezahlen wenn wir schon mit unserer Überproduktion Denen Ihr Grundwasser schonen! Da meldet sich keiner üpsen zissen Zentralräte oder der Umwelt vermutliche Faschist Resch! Der Text hat nichts mit der Wirklichkeit zu tun, Zusammenhänge sind rein zufällig!

Gerhard Umlandt
Gerhard Umlandt
2 Monate zuvor

<b>
Die Satane im Hintergrund wollen eine Hungersnot
auslösen.
Die Satane im Hintergrund wollen die Menschheit
ausrotten.
Einer der Wege dazu ist eine übergreifende Hungersnot.
Es gibt mehrere Wege das zu erreichen. Der effektivste
ist, dass gar keine Lebensmittel mehr produziert werden,
indem den Bauern das Produzieren erschwert – zu hohe
Dieselpreise, kein AdBlue, zu teurer oder gar kein Dünger
mehr – , oder der Berufsstand des Landwirts gleich ganz
abgeschafft bzw. verboten wird unter dubiosen Vorwänden
und satanischen „gesetzlichen“ Vorschriften, wie der
Unfug mit den Nitratwerten.
Die Bauern haben früher auch mit Gülle gedüngt, und
niemand ist daran gestorben. Diese angeblichen
gesundheitlichen Motive dieser Satan-Politiker sind immer
nur vorgeschützt – so wie bei der Covid-Todes-Spritzung – ,
in Wahrheit geht es denen um Schädigung und Ausrottung
der Menschen.
Was ist denn die Alternative? Statt Trinkwasser mit etwas
Nitrat drinnen, gar keine Lebensmittel mehr, oder so wenige
und darum so teuere, dass sie sich nur noch der Ölscheich
aus Katar leisten kann.
Wie diese NWO- und „Great Reset“-Satane drauf sind, sieht
man auch daran, dass in den USA weit über 100 Geflügel-
und Rinderfarmen und Lebensmittel-Produktionsfirmen
abgefackelt wurden, dass Computer-Fritzen, die selber gar
nichts konnten, sondern die Software nur bei kleinen,
unbekannten Unternehmen aufkauften, die Software bisschen
ummodelten und dann als eigenes Werk der Öffentlichkeit
vorstellten, und mit dem so ergaunerten Geld jetzt
die Erdbevölkerungs-Totspritz-Kampagnen fahren und
riesige landwirtschaftliche Ländereien aufkaufen und dann
brach liegen lassen und fertige Ernten aufkaufen und
vernichten lassen (verbrennen; Korn brennt).
Hier ist Satan am Werk. Die Menschheit ist gottlos
und bösartig geworden – vor allem programmiert durch
das Satans-Fernsehen – , so dass Satan leichtes Spiel hat.
Das sagen auch christliche Hellseher (vor der Bösartigkeit
der Menschen weicht Jesus zurück und überlässt die
Menschheit sich selbst).
</b>