Nordamerika – Bayer verliert Glyphosat-Prozess

 

Bayer verliert Glyphosat-Prozess
Laut Jury krebserregend: Monsantos Roundup

Der deutsche Chemieriese Bayer hat in den USA eine juristische Niederlage erlitten. Ein Bundesbezirksgericht in San Francisco befand am Dienstag, dass das Unkrautvernichtungsmittel Roundup krebserregend ist. Die Entscheidung gilt als richtungsweisend.

Der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer hat in den USA einen wichtigen Teilprozess um angebliche Krebsrisiken von Produkten der Tochter Monsanto verloren. Eine Jury des zuständigen Bundesbezirksgerichts in San Francisco befand am Dienstag einstimmig, dass das Unkrautvernichtungsmittel Roundup mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat ein wesentlicher Faktor für die Lymphdrüsenkrebserkrankung des Klägers Edwin Hardeman gewesen ist. Damit geht der Prozess nun in eine zweite Phase, in der geklärt werden soll, ob Monsanto über Risiken hinwegtäuschte und wie hoch der mögliche Schadenersatz ausfallen könnte.


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Für Bayer ist dieser Fall hochbrisant, da es sich um einen richtungsweisenden „Bellwether Case“ handelt. Damit ist im US-Recht eine Art Musterfall in einem Massenverfahren gemeint. Mehrere dieser repräsentativen Fälle sind angesetzt. Sie sollen den Streitparteien helfen, das Ausmaß von Schäden und die Höhe denkbarer Vergleichszahlungen besser abschätzen zu können. Insgesamt sind bei dem zuständigen US-Richter Vince Chhabria mehrere Hundert Klagen von Landwirten, Gärtnern und Verbrauchern gebündelt.

(dpa/rt deutsch)

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3 Kommentare zu Nordamerika – Bayer verliert Glyphosat-Prozess

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  2. Kleiner Grauer sagt:

    Als Monsanto an Bayer verkauft wurde stand doch fest wer die Strafzahlungen übernehmen wird! Schäden werden sozialisiert und das übernimmt das Subunternehmen der USA, die BRiD.

  3. Ulrike sagt:

    Wahr jedem Dorfdepp klar dass die dummen Deutschen die Strafe bezahlen müssen. So blöd sind nur die Deutschen. /Bayer.

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