Wie immer einseitig: Die ARD über das Kyffhäusertreffen des AfD-„Flügels“

 

MAX ERDINGER

 

(Bild: Olaf Kosinsky ;CC BY-SA 3.0 de; siehe link)
Björn Höcke (AfD) (Bild: Olaf Kosinsky ;CC BY-SA 3.0 de; siehe Link)
 

.In einer wahrhaftigen Demokratie wäre es völlig entspannt so: Eine Partei vertritt diese oder jene Positionen, die Wähler werden ausgewogen und neutral von den Medien darüber informiert – und je nachdem, wie diese Partei dann beim Wähler ankommt, fällt dann auch das Wahlergebnis aus. Deutschland ist aber keine völlig entspannte Demokratie, sondern sehr angespannt etwas anderes. Wie man das nennen will, dafür gibt es viele, mehr oder weniger treffende Bezeichnungen. Volkspädagogendemokratur wäre vielleicht eine, Linksstaat oder Ochlokratie wären zwei weitere. Aber es wären nicht die einzigen, die es ungefähr treffen.

Eine gewisse Frau Dagmar Pepping, die sich ihr Geschlecht offensichtlich wirklich sozial konstruiert hat, schreibt bei tagesschau.de über die „Macht des Flügels“ innerhalb der AfD.

 

Der „Flügel“ gilt als Rechtsaußenströmung in der AfD. Heute treffen sich die Anhänger zu ihrem jährlichen „Kyffhäusertreffen“ in Thüringen. Was wollen sie – und wie viel Macht hat die Gruppe?“ , schreibt die Frau mit dem sozial konstruierten Geschlecht – und der aufmerksame Leser fragt sich sogleich: Wem gilt der Flügel als „Rechtsaußenströmung“? Und was meint Frau Pepping mit „rechtsaußen“? Weiter unten im Text wird er dann lesen, was Frau Pepping mit „rechtsaußen“ meint: „braunlinksaußen“ nämlich. Und zwar deswegen: Der Thüringer AfD-Chef Björn Höcke stellte fest, daß die Frage heute nicht mehr sei, wie noch von Reichskanzler Bernhard von Bülow im Jahre 1899 formuliert, ob „wir“ Hammer oder Amboß sein wollten, sondern ob wir Schaf oder Wolf sein wollen. Das war das Wort: Wolf. Onkel Wolf, Wolfsschanze, Wolfsburg – klar: Wolf ist voll Nazi.

Nun könnte man Björn Höcke fragen, ob das mit dem Schaf und dem Wolf wirklich sein mußte, oder ob nicht auch Huhn und Fuchs gegangen wären. Allerdings könnte man auch fragen, ob man den Wolf nur noch in solchen Zusammenhängen im Munde führen soll, die ungeeignet sind, eine Frau Pepping von der ARD zu triggern. Auch darüber könnte man in einer Demokratie völlig entspannt unterschiedlicher Ansicht sein. Man bräuchte halt eine Demokratie dazu. Jedenfalls will Höcke lieber Wolf sein, als Schaf. Und wenn Wolf oder Schaf tatsächlich die einzigen Alternativen wären, müsste jeder bekloppt sein, der lieber Schaf sein will. Oder Huhn, wenn er auch Fuchs sein könnte. Niemand, den ich kenne, würde allerdings Frau Pepping sein wollen. Dann schon lieber Björn Höcke.

Der „Extremismusforscher“

Höckes Wolfs-Rhetorik sei jedenfalls  „ganz klar an den Nationalsozialismus angelehnt„, zitiert die ARD-Frau mit dem sozial konstruierten Geschlecht den Extremismusforscher Steffen Kailitz von der TU Dresden. Der „Extremismusforscher“ wäre logischerweise jemand, der erst einmal festlegen muß, was er als extremistisch definieren will, ehe er daran gehen kann, es auch zu erforschen. Gut möglich ist, daß es sich bei einem heutigen Extremismusforscher an einer deutschen Universität um jemanden handelt, dem man von außen etwas ins Institut hineinwirft und ihm sagt: „Hier, Kailitz, wir haben dir mal wieder einen Extremismus vorbeigebracht. Erforsch´den mal.“ Wenn das so wäre, müßte man sagen, der Extremismusforscher erforscht etwas, von dem er a priori und ohne jede Wissenschaftlichkeit unterstellt, es handele sich um das, was er dann vermeintlich erforscht. „Extremismusforscher“ ist also ein dämlicher Begriff. Im Grunde kann der „Extremismusforscher“ nichts anderes tun als ein Politikwissenschaftler oder vielleicht ein Soziologe. Medialen Absichten allerdings erweist der Begriff „Extremismusforscher“ deutlich bessere Dienste, als das Wort „Politikwissenschaftler“.

Die Frau mit dem sozial konstruierten Geschlecht schreibt folglich auch nicht von einem wissenschaftlichen Ergebnis des „Extremismusforschers“, sondern von seiner „Einschätzung“. Das heißt, sie informiert „uns“ darüber, wie Herr Kailitz von der TU Dresden – aus welchen Gründen auch immer – die Dinge „aus seiner Perspektive“ sieht. Kailitz sieht folgendes: „Der „Flügel“ vertrete, ähnlich wie die „Identitäre Bewegung“, rechtsextremistische und völkische Positionen„. – Nein! Doch! Oohh! Rechtsextremistisch und völkisch sieht er also aus, der Flügel, aus Sicht des Herrn Kailitz. Das ist interessant für jeden, der sich schon immer dafür interessiert hat, wie ein Herr Kailitz aus Dresden die Dinge sieht, anstatt dafür, wie die Dinge sind.

Man kann aber dennoch nicht sagen, daß die Frau Pepping von der ARD mitsamt ihrem sozial konstruierten Geschlecht gänzlich uninformativ wäre. Immerhin wissen „wir“ jetzt, – wenn es auch nicht das ist, was „wir“ eigentlich gern erfahren hätten -, was ein ominöser „Extremismusforscher“ aus Dresden namens Kailitz persönlich so meint & findet über den „Flügel“ in der AfD. Letztlich werden uns wohl selbst ein Bild machen müssen. Auf die ARD ist einfach kein Verlaß. Aber man gibt sich dort Mühe.

Herr Kailitz aus Dresden, der Erforscher des Extremistischen, hat nämlich noch extremer aus seiner Perspektive heraus auf den Flügel geschaut – und siehe da, seine bloße Einschätzung wird sofort zu einer präziseren Einschätzung – *schätz-schätz-schätz*: „Es gebe aber auch Anhänger und führende Personen, die wie Höcke eine „Mischform aus Positionen der NPD und Positionen der ‚Identitären Rechten’“ vertreten würden und damit „noch rechts von der ‚Identitären Bewegung’“ seien„. – Potzdonner, was für eine präzisere Einschätzung. Wer hätte gedacht, daß Martin Sellner von der Identitären Bewegung im Vergleich zu Anhängern und führenden Personen des „Flügels“ eine linke Socke ist? Da kann man mal sehen, wie man von Einschätzungen gewisser Leute aus Dresden schlau werden kann, wenn einen nur Frau Pepping mit ihrem sozial konstruierten Geschlecht in der ARD davon unterrichtet. Soll nochmal jemand sagen, die Öffentlich-Rechtlichen taugten keine Schüßin Pulver.

Aber sei es wie es sei: Man muß jetzt nicht der allergrößte Höcke-Fan sein, um Höcke für glaubwürdiger zu halten, als einen Herrn Extremismusforscher Kailitz aus Dresden oder eine Frau Pepping von der ARD. Eine eigene Perspektive samt Einschätzung reicht schon aus.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz stuft den „Flügel“ als Verdachtsfall ein.“ – Jaja, das mag schon sein. Nur fehlt da wieder die Hälfte, wie bei der ARD üblich. Der Leser hätte bestimmt ebenfalls gern erfahren, wie der Flügel das Haldenwangsche Bundesamt für Verfassungsschutz einstuft. Meiner „Einschätzung“ nach würde der Flügel untertreiben, wenn er die Haldenwangsche Behörde lediglich als Verdachtsfall bezeichnen würde. Und so gesehen (Perspektive!) wäre das dann eine unvollständige Berichterstattung seitens der Frau mit dem sozial konstruierten Geschlecht. Merke: Es kommt immer auf die Perspektive an, denn jeder Mensch konstruiert sich seine eigene Realität (1. Axiom der Sozialpsychologie). Außer natürlich die Sozialpsychologen. Die konstruieren die eine objektive Realität für alle, die wiederum so aussieht, daß jeder sich seine eigene konstruiert. Sozialpsychologen sind bekanntlich die Weltmeister der Logik. Wenn sie nicht sogar unsere „Führer“ sind.

Es gebe stark verdichtete Anhaltspunkte, dass es sich um eine „extremistische Bestrebung“ handele, so Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang„, was natürlich ebenfalls wieder nur die eine Seite der Medaille ist. Es verdichten sich nämlich ebenfalls Anhaltspunkte dafür, daß Thomas Haldenwang der Nachfolger von Hans-Georg Maaßen geworden sein könnte, weil Maaßen sich weigerte, den Verfassungsschutz in den Dienst der Agenda politischer Parteien zu stellen, die ein Interesse daran haben, ohne jeden demokratischen Grund die AfD zu zerstören.

Das Kyffhäusertreffen werde unter Umständen „wertige Erkenntnis für die Einschätzung“ des Flügels bringen, so Haldenwang bei der Vorstellung des aktuellen Verfassungsschutzberichtes.“ – salopp kommentiert: Worauf „wir“ einen Haldenwangschen lassen können.

Beim Kyffhäusertreffen werde Haldenwang zufolge „auch AfD-Partei- und Fraktionschef Alexander Gauland eine Rede halten, so wie jedes Jahr„. Da haben wir´s: Gauland ist sowohl Überzeugungs- als auch Wiederholungstäter. Ich wußte es immer. Zwischen die Haldenwangs dieser schnöden Welt und mich paßt kein Stück Papier. Aus meiner Sicht. Und aus „ihm seiner“. Wem seiner? – Dem seiner. Wurschtetz.

„Für Extremismusforscher Kailitz ist Gauland neben Höcke „einer der Anführer des ‚Flügels‘.“ – es reicht jetzt mit „meine Sicht, deine Sicht“, „für mich und für dich“ und diesem ganzen subjektivistischen Geschnalze, dessen Informationsgehalt gegen Null tendiert, Frau Pepping mit dem sozial konstruierten Geschlecht. Da wird doch der Hund in der Pfanne verrückt! Welcher sich mühselig selbst ein Bild machende und daher informierte Demokrat ist schon am Bericht einer Frau Pepping interessiert, die in einem fort nur erzählt, wie die Dinge für wen aussehen und als was derjenige sich begreift? Haldenwang kann sich so lange als Verfassungsschützer begreifen wie er will. Als was Haldenwang sich begreift, sagt aber noch nichts darüber aus, ob er tatsächlich die Verfassung schützt, genauso wenig, wie bewiesen ist, daß Extremismus das ist, was der Herr Kailitz aus Dresden erforscht. Bewiesen ist lediglich, daß man um so mehr subjektivistischen Quark zu lesen bekommt, je mehr Frauen mit sozial konstruierten Geschlechtern in öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sich an volkspädagogischer Indoktrination versuchen. Hugh! Ich habe gesprochen.

Quelle: journalistenwatch.com vom 07.07.2019 


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2 Kommentare zu Wie immer einseitig: Die ARD über das Kyffhäusertreffen des AfD-„Flügels“

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  2. Ulrike sagt:

    Die ARD schau ich schon lange nicht mehr an.

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