Wegen explodierenden Energiekosten: Lebensmittelindustrie gerät unter Druck

14. August 2022
Wegen explodierenden Energiekosten: Lebensmittelindustrie gerät unter Druck
WIRTSCHAFT

New York/London. Die Krise kommt näher, und es geht ans Eingemachte. Jetzt gerät ausgerechnet die Lebensmittelindustrie unter Druck – natürlich als Folge der explodierenden Energiepreise. Auch eine leichte Entspannung bei den Getreidepreisen wird dadurch mehr als zunichte gemacht, schreibt der Finanz-Nachrichtendienst „Bloomberg“.

„Bloomberg“ verweist stellvertretend auf die Situation bei Brioche Pasquier, einen in Großbritannien ansässigen Großhersteller von Backwaren. Die Herstellung der Brötchen an der zentralen Produktionsstätte nahe London sei zuletzt um mindestens 50 Prozent teurer geworden.

Neben den Preisen für Erdgas, mit dem die Öfen befeuert werden, hätten auch jene für Butter, Eier oder Zucker erheblich angezogen – Zutaten, die für die Herstellung der Backwaren erforderlich sind. Die Energiekosten hätten auch bei weitem noch nicht ihren Zenit erreicht.

Bereits jetzt herrscht in der Lebensmittelindustrie mit Blick auf den bevorstehenden Winter Panik.

Die Entwicklung der Energiepreise wird nach Ansicht von Experten noch heftigere Auswirkungen auf die Höhe der Inflation haben als die der Rohstoffpreise. Hersteller von Öl aus Sonnenblumenkernen, Raps oder Sojabohnen stellen bereits ihre Produktion in Europa und dem Vereinigten Königreich ein und verlagern diese in Regionen mit niedrigeren Energiepreisen. Die Verarbeitung von Ölsaaten in der EU und dem Vereinigten Königreich ist im Juni um 3,2 Prozent auf den niedrigsten Stand seit mindestens 2019 gefallen, zitiert „Bloomberg“ den Branchendienst Fediol.

EU-Kartellkommissarin Margrethe Vestager räumt ein, daß die westlichen Sanktionen gegen Rußland ein wesentlicher Grund für Preissteigerungen bei Energie und anderen Rohstoffen sind, die nun den Agrarsektor und die Lebensmittelindustrie treffen.

Sollte die Erdgasknappheit zu Rationierungen führen, könnten energieintensive Lebensmittelfabriken in ganz Europa ihre Produktionen einstellen. Die Notfallpläne mehrerer EU-Länder, darunter auch Deutschlands, sehen Maßnahmen dieser Art ausdrücklich vor. Sollten sie zum Tragen kommen, würde dies zu noch höheren Kosten für Lebensmittel führen. (mü)

Quelle: zuerst.de vom 14.08.2022

Sie finden staseve auf Telegram unter https://t.me/fruehwaldinformiert

Sie finden staseve auf Gab unter https://gab.com/staseve

Sie finden uns auf Gettr https://gettr.com/user/peterfruehwald

Folgt unserem neuen Kanal Heimische Direktvermarktung: https://t.me/heimischeProdukte

Besuchen Sie den Shop durch klicken aufs Bild

 

 

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Aktuell, Geschichte, Kultur, Nachrichten, Politik, Soziales, StaSeVe Aktuell, Völkerrecht, Wirtschaft, Wissenschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.
0 0 votes
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
3 Comments
Oldest
Newest Most Voted
Inline Feedbacks
View all comments
gerhard
gerhard
1 Monat zuvor

Und ebenfalls im ARD-MoMa…die Meldung : Energieversorger befürchten für kommenden Hebst/Winter keine Engpässe …wenn der Winter nicht so streng wird,wir fleißig sparen u. Russland seine Lieferungen nich noch weiter einschränkt.
Blödes Gelaber …Russland/Ukraine-Krieg ist doch nur vorgeschoben, Banken/Kapital vollführen gerade Jubelsprünge bezüglich der Gewinne.
Der Bürger ist immer der Dumme ….Schnallts endlich !!!

Alexander Berg
1 Monat zuvor
Reply to  gerhard

Es ist stets einfach die sicht- und spürbaren Symptome zu beschreiben, und eifrig mit dem Zeigefinger ein paar Schuldige zu finden, und die sollten am liebsten gleich „weg“. Das ist nicht weit genug gedacht.

Ulrike
Ulrike
1 Monat zuvor

Immer alles auf den Ukraine-Krieg zu schieben ist einfach. Da zahlt der dumme STeuerzahler bis er schwarz wird. Andere füllen sich die Taschen.
Wann zeigen wir endlich unseren Besatzern die rote Karte die dieses perfide Spiel mit uns treiben ? Aber dazu sind unsere verblödeten Politikern zu doof.