Ausnahmen bestätigen die Messer-Regel


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Symbolfoto: JouWatch
Immer ein Messer dabei (Symbolfoto: JouWatch)

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Wenn man bei Google den Begriff „#Messerstechereien“ eingibt, erhält man eine große Auswahl an aktuellen Meldungen dazu. Überwiegend handelt es sich dabei um Messerstechereien, bei denen diejenigen, die noch nicht so lange hier leben oder diejenigen, die hier zwar schon länger leben, sich aber nicht integriert haben, beteiligt sind. Hier eine kleine Auswahl:

Gleich zwei mal kam es am Wochenende zu brutalen Angriffen, bei denen Messer im Spiel waren. In der Nacht zum Samstag waren an der Graf-Adolf-Straße zwei türkische Gruppen in Streit geraten. Zwei 23 und 39 Jahre alte Männer wurden dabei schwer verletzt. In der Nacht zum Sonntag wurde ein 21-Jähriger, der eine Schlägerei am Rheinufer schlichten wollte, plötzlich selbst zum Opfer. Alle drei Männer wurden ins Krankenhaus eingeliefert, Lebensgefahr besteht nach Angaben der Polizei in keinem Fall.

 

Nach Messerstecherei festgenommen. Mit einer schweren Stichverletzung musste am Samstagabend ein 53-Jähriger ins Krankenhaus gebracht werden. Nach dem Stand der bisherigen Ermittlungen der Kriminalpolizei gerieten Gäste einer türkischen Hochzeit in Heilbronn in Streit. Als der Streit eskalierte, ging der 53-Jährige dazwischen, um zu schlichten. Er sei laut Zeugen deshalb von dem Tatverdächtigen mit dem Messer angegriffen und auch gestochen worden. Weitere Hochzeitsgäste haben den wütenden Angreifer offenbar von weiteren Angriffen abgehalten.

Ein 38-jähriger Mann aus Eritrea steht im dringenden Tatverdacht am Sonntagnachmittag (03.09.), gegen 14:10 Uhr, in einer Wohnung für Asylbewerber in der Breslauer Straße, mit einem Messer zwei andere Asylbewerber aus Somalia schwer verletzt zu haben. Einer der Opfer, ein 33-jähriger, wurde dabei so schwer verletzt, dass er noch am Sonntagabend in einer Klinik verstarb. Das andere Opfer (25) wurde auch durch Messerstiche schwer verletzt. Er wurde in ein künstliches Koma versetzt, soll in der Zwischenzeit aber außer Lebensgefahr sein. Die drei Männer wohnten in einer Wohngemeinschaft in dem Flüchtlingswohnheim in Kirchheim. Aus noch unbekannten Gründen kam es dann zu einer Auseinandersetzung zwischen den drei Männern. Dabei soll der 38-jährige in der Küche zu einem Messer gegriffen und auf die beiden Opfer eingestochen haben. Das 33-jährige Opfer soll dann versucht haben, sich mit einem Sprung aus dem Fenster, den Angriffen zu entziehen.

Seit einigen Tagen nun steht bei Google im Zusammenhang mit diesem in Polizeikreisen sehr häufig verwendeten Begriff ein ganz besonderer Beitrag von der Frankfurter Rundschau ganz oben:

Während die Polizei noch die Hintergründe des Messerangriffs in München mit acht Verletzten ermittelte, boten die gewieften und hilfsbereiten Twitter-Detektive schnell ihre Mitarbeit an. Schnell drängte sich die Frage nach dem Herkunftsland des Tatverdächtigen auf, wo doch jedes Kind weiß, dass der gemeine #Südländer seine Klinge im Gegensatz zum harmlosen Deutschen immer griffbereit hat. Und ein primitiver Angriff eines Ausländers (Gastrecht verwirkt!) wäre doch allemal strenger zu bewerten als der seltene Ausrutscher eines Deutschen, oder etwa nicht?

Also, raus mit der Sprache: Was war denn da nun los in München? Islamistischer Anschlag oder was? Die Twitter-Nutzer jedenfalls nahmen kein Blatt vor den Mund auf ihrer rechtschaffenen Suche nach der Wahrheit. Ein Nutzer fragte: „Wissen wir schon was, wo der Aasgeier herkommt? Oder wird das wieder verschwiegen?“ Ein anderer sprach von „Merkels Goldstücken“ und meinte damit wohl die #Flüchtlinge, die bekanntermaßen nur nach Deutschland kommen, um uns alle auszurauben, zu töten und unsere strohblonden Frauen zu vergewaltigen (Tichys Einblick berichtete).

Die Antwort der Polizei auf die drängende Frage nach der Herkunft sorgte für große Verwirrung in der eingefleischten Twitter-Gemeinde. Kein islamistischer Hintergrund, sondern wahrscheinlich psychische Erkrankung. Kein Flüchtling, sondern Deutscher. „Nachdem viele Hetzer ihre Frage wieder löschen, weil die Antwort offenbar nicht ihre Schublade passt: Geburtsland des TV -> Deutschland.“

Nun sollte man tatsächlich immer die Ergebnisse einer polizeilichen Untersuchung abwarten, bevor man kommentarisch „zuschlägt“.

Aber menschlich ist das allemal, wenn man beim der 23456ten Messerstecherei wieder mal einen der üblichen Verdächtigen aus dem Hinterkopf holt – und sich dann ausnahmsweise irrt.

Der Beitrag in der Frankfurter Rundschau dagegen weckt in mir das Gefühl, dass sich der Autor Patrick Schlereth darüber freut, dass es sich bei dem Münchner Messerstecher endlich mal um einen Deutschen handelt.

Das wäre natürlich übel, denn dadurch lenkt er seine Leser von den Gefährdern ab – und das sind nun mal überwiegend die Messerstecher mit Migrationshintergrund. Außerdem tut der Autor so, als ob das Misstrauen gegenüber allem Fremden, dass der Menschheit bislang das Überleben gesichert hat, etwas Verwerfliches wäre.

Gerade bei Messerattacken ist es aber wohl angebracht, lieber einmal den Falschen zu verdächtigen, als dem Falschen zu vertrauen.

Aber egal.  Freuen wir uns für #Patrick Schlereth, dass er jetzt endlich mal wieder einen Stich auf der Haben-Seite machen kann.


Höllberg

Quelle: journalistenwatch.com vom 23.10.2017

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