„Beschämende Hetze“: AfD-Mann provoziert mit Tweets zu Halle

Provoziert gern: Stephan Brandner (AfD).
Stephan Brandner (AfD), Vorsitzender des Bundestags-Rechtsausschusses

Berlin – Der Vorsitzende des Bundestags-Rechtsausschusses, Stephan Brandner (AfD), gerät wegen seiner Reaktion auf den Anschlag von Halle in Kritik. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Bundestagsfraktion, Britta Haßelmann, sagte dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND): „Es ist beschämend, welche Hatz und Hetze er verbreitet. Das ist eines Rechtsausschuss-Vorsitzenden unwürdig.“

Der ehemalige CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz fragte bei Twitter: „Wie wär’s, wenn sich die anderen demokratischen Abgeordneten mal weigern würden, an Sitzungen des Rechtsausschusses teilzunehmen, die dieser Herr leitet?“

Ruprecht Polenz

@polenz_r

Stephan Brandner, AfD-MdB, ist Vorsitzender des Rechtsausschusses. Wie wär’s, wenn sich die demokratischen Abgeordneten mal weigern würden, an Sitzungen des Rechtsausschusses teilzunehmen, die dieser Herr leitet.

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Die Empörung beim politischen Gegner entzündet sich an zwei Tweets Brandners. Im ersten Fall handelt es sich um den Retweet eines Nutzes namens „Hartes Geld“. Darin wirft dieser die Frage auf: „Warum lungern Politiker mit Kerzen in Moscheen und Synagogen rum?“ Schließlich seien ja eine „Deutsche, die gern Volksmusik hörte“, und ein „Biodeutscher“ Opfer des „Amokläufers von Halle“ geworden. Dass der Anschlag ursprünglich der Synagoge galt, verschweigt der Tweet.

In einem eigenen Tweet verbreitet Brandner ein Foto des jüdischen Publizisten Michel Friedman (CDU), versehen mit den Worten: „Jede Sendeminute dieses deutschen Michel treibt uns neue Anhänger in Scharen zu – weiter so!“ Es folgen die Hashtags #PaoloPinkel, #Koksnase, #Zwangsfunk.

🇩🇪 Stephan Brandner 💯%

@StBrandner

👏👏👏, :
Jede Sendeminute dieses deutschen Michel treibt uns neue Anhänger in Scharen zu – weiter so!

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Brandner wird zum rechten Flügel der AfD gerechnet und gilt als Vertrauter des thüringischen Partei- und Fraktionsvorsitzenden Björn Höcke. Es ist auch nicht das erste Mal, dass er provoziert. Im Mai attackierte Brandner vom Rednerpult des Bundestages aus den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier mit den Worten: „Der Rechtsstaat erodiert, und das auf nahezu sämtlichen Ebenen. Fangen wir ganz oben an, beim Staatsoberhaupt. Guten Tag, Herr Steinmeier.“ Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) rief ihn daraufhin zur Ordnung.

Nach dem Anschlag von Halle hatten mehrere Politiker – allen voran Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) – der AfD eine Mitverantwortung für rechtsextremistische Gewalt zugewiesen. Führende AfD-Politiker wiesen das wiederum zurück.

Von Markus Decker/RND

Quelle: Leipziger Volkszeitung vom 12.10.2019 

Anmerkung der Redaktion staseve: Dem Artikel wurde die politische Einseitigkeit genommen. Wir haben ihn versachlicht und bestimmte Einseitige Provokationen der LVZ genommen.


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3 Kommentare zu „Beschämende Hetze“: AfD-Mann provoziert mit Tweets zu Halle

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  2. Kleiner Grauer sagt:

    „Herr“ Hermann: Wer vor dem Spiegel mit dem Finger auf andere zeigt trifft sich selbst. An der erfolgreichen Politik der „regierenden“ Habsüchtigen liegt es, daß es zu Terroranschlägen kommt. Daß vor der Wahl in Thüringen etwas ekeliges aus dem Zauberhut gezogen wird, war zu erwarten! Hatte der in Halle einen Chip im Kopf der gestartet wurde? In der Politik passiert nichts was nicht passieren soll.

  3. ulrike sagt:

    Warum gibt man diesem ekelhaften Friedman immer wieder im Fernsehen eine Plattform wo er seine Hetze verbreiten kann?
    Schickt den Kerl in die Wüste.

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