Klimafreundliche Atomkraft? – Kritik an EU-Plänen zu grüner Energie

 

Die EU-Kommission will Atomkraft als grüne Energiequelle einstufen – und stößt damit auf entschiedenen Widerstand in Deutschland und Österreich. Bundeswirtschaftsminister Habeck sprach von „Greenwashing“. Österreichs Klimaschutzministerin Gewessler warf der Brüsseler Behörde vor, die Pläne durch eine „Nacht- und Nebelaktion“ forcieren zu wollen.

02.01.2022Dampf steigt aus den Kühltürmen des Atomkraftwerks (AKW) Grohnde im Landkreis Hameln-Pyrmont auf.

Innerhalb der EU ist umstritten, ob Gas und Atomkraft als klimafreundlich gelten sollen. (picture alliance/dpa /Julian Stratenschulte)

Investitionen in neue Kernkraftwerke sollen nach den Plänen der EU-Kommission dann als grün klassifiziert werden können, wenn die Anlagen neusten technischen Standards entsprechen. Das geht aus einem Entwurf der Brüsseler Behörde hervor. Zugleich müssen die Betreiber einen konkreten Plan für den Betrieb einer Entsorgungsanlage für hoch radioaktive Abfälle ab spätestens 2050 vorlegen. Investitionen in neue Gaskraftwerke sollen übergangsweise unter strengen Voraussetzungen ebenfalls als grün eingestuft werden können, dies ist abhängig von der Höhe des Treibhausgas-Ausstoßes. Konkret schlägt die Kommission vor, dass bis 2045 erteilte Genehmigungen für neue Atomkraftwerke unter die Taxonomieverordnung fallen und der Bau entsprechend gefördert werden können sollte.

Kritik von Lemke und Habeck

Bundesumweltministerin Lemke lehnt das Vorhaben der EU-Kommission mit Blick auf die Atomkraft ab. Der Funke Mediengruppe sagte die Grünen-Politikerin, eine Energieform, die zu verheerenden Umweltkatastrophen führen könne und gefährliche hochradioaktive Abfälle hinterlasse, könne nicht nachhaltig sein. Auch Bundeswirtschaftsminister Habeck erklärte, die Vorschläge der EU-Kommission verwässerten das gute Label für Nachhaltigkeit. Er halte eine Zustimmung zu den Vorschlägen deshalb für unwahrscheinlich. Der Grünen-Politiker ist in der Bundesregierung auch für Klimaschutz zuständig.

Deutsche Umwelthilfe: Atomkraft umweltschädliche Investition

Auch die Deutsche Umwelthilfe reagierte empört auf den Vorstoß der EU-Kommission. Damit würden „umweltschädliche Investitionen unter einem grünen Deckmantel ermöglicht“, warnte die Organisation. Die EU-Mitgliedstaaten und das Europaparlament müssten sich klar gegen dieses Vorhaben positionieren.

Scholz: EU-Vorschlag nicht überschätzen

Bundeskanzler Scholz hatte zuletzt erklärt, der Kommissionsvorschlag sollte „nicht überschätzt werden“. Er verwies darauf, dass die Mitgliedsländer auch künftig allein über ihren jeweiligen Pfad in eine emissionsfreie Zukunft entscheiden könnten. Es bleibe dabei, dass in Deutschland 2022 das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet werde.

Österreich kündigt rechtliche Schritte gegen Vorhaben an

Österreichs Klimaschutzministerin Gewessler kritisierte: „Die EU-Kommission hat gestern in einer Nacht- und Nebelaktion einen Schritt in Richtung Greenwashing von Atomkraft und fossilem Gas gemacht.“ Österreich habe bereits ein umfassendes Rechtsgutachten einer renommierten Rechtsanwaltskanzlei zur Atomkraft in der Taxonomie in Auftrag gegeben. „Damit im Gepäck werden wir auch nicht davor zurückschrecken, rechtlich gegen die geplante Taxonomieverordnung vorzugehen“, versicherte Gewessler.

Die zumindest eingeschränkt positive Bewertung von Erdgas im Kommissionspapier wurde als Entgegenkommen gegenüber den Atomkraft-Gegnern aufgefasst. Insbesondere Deutschland und Österreich sind stark von russischem Erdgas abhängig und wollen dessen Nutzung als Übergangstechnologie hin zur Klimaneutralität weiter fördern.

Frankreich und Polen halten Atomkraft für unerlässlich

Innerhalb der EU hat das Vorhaben auch Fürsprecher. Vor allem Frankreichs Präsident Macron hält die Atomenergie für unerlässlich, damit Frankreich und die EU wie geplant bis 2050 klimaneutral werden können. Schon jetzt bezieht die Atommacht Frankreich rund 70 Prozent ihres Stroms aus Kernkraftwerken – der höchste Anteil weltweit. Auch Polen und weitere östliche EU-Staaten wollen neue Atomkraftwerke bauen, um ihre stark von Kohle abhängigen Volkswirtschaften klimagerechter aufzustellen.

Die Mitgliedstaaten haben nun bis zum 12. Januar Zeit, den Entwurf der EU-Kommission zu kommentieren. Eine Umsetzung kann nur verhindert werden, wenn sich mindestens 15 EU-Länder zusammenschließen, die mindestens 65 Prozent der Gesamtbevölkerung vertreten.

Quelle: Deutschlandfunk vom 02.01.2022

Sie finden staseve auf Telegram unter https://t.me/fruehwaldinformiert

Sie finden staseve auf Gab unter https://gab.com/staseve

Sie finden uns auf Gettr https://gettr.com/user/peterfruehwald

Folgt unserem neuen Kanal Heimische Direktvermarktung: https://t.me/heimischeProdukte

Besuchen Sie den Shop durch klicken aufs Bild

 

Dieser Beitrag wurde unter Aktuell, Geschichte, Kultur, Nachrichten, Politik, Soziales, StaSeVe Aktuell, Völkerrecht, Wirtschaft, Wissenschaft abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

14 Kommentare zu Klimafreundliche Atomkraft? – Kritik an EU-Plänen zu grüner Energie

  1. Annette sagt:

    Kein Strom und das Chaos ist perfekt.

    An alle E-Auto-Liebhaber und Besitzer: Da macht Fahren Freude, was?

  2. birgit sagt:

    Mögen SIE sich gegenseitig zerfleischen ! Gut so !

  3. Rosemarie Pauly sagt:

    …Kritik von Lemke und Habeck (und Scholz natürlich auch)…

    Was kümmert es die stolze Eiche, wenn sich die Wildsau an ihr wetzt ?!

  4. Ulrike sagt:

    Das Bild würde ich gerne sehen wie der Bärenbock und der elende Habeck kotzen…..wegen diesem Vorhaben div.Länder.

    Jawohl die Elektro-Särge fahren dann nicht mehr. Wer kauft sich solch eine Kiste ?

  5. Kleiner Grauer sagt:

    Einer geht noch!
    Der Lindwurm will den Mittelstand und die breite Masse steuerlich entlasten.

    Uns soll es xxxx> die Tasten gibt es gar nicht die diese Verarschung beschreiben können! Sagen wir es doch so!!! Es wird wie die Riester Rente ein totaler Schenkelklatscher, ein Kugelwitz-keine Ecke zum Lachen, die Banken bauen schon an, nicht den Tresorraum-klar flattert der Betrug LKW weise voller Geld auf die hernieder. Neiiin der Direktor/in/d baut an! Die Lagerräume in seinen Schlössern reichen nicht mehr aus, nur um die Provisionen für den Betrug unter zu bringen! Bezahlen lässt der sich den Anbau von der Firma, so ist das korrekt!

    • Kleiner Grauer sagt:

      Ab 2023 sollen diese Märchen kommen! Sag ich doch immer; diese Brut kündigt, wie in der DDR, „Vorteile“ über Jahre vorher an! Der braucht sich keine Gedanken machen, 2023 weht eine andere und richtige Staatsfahne im Wind!

  6. Adi sagt:

    Da können diese „Ökoterroristen“ noch so brüllen und wüten, es nützt ihnen nichts. Deren komplette Umwelt -, Öko – und Klimapolitik war schon Ende der 70er eine „Totgeburt“, da beißt die Maus keinen Faden ab.
    Wir hier in Deutschland haben die sichersten AKW, die saubersten Kohle und Gaskraftwerke weil wir eben die besten Ingenieure dafür haben,
    Was den Bergbau anbelangt – würden andere Steinkohle produzierende Nationen die gleichen Sicherheitsstandards anwenden wie sie im hiesigen Bergbau verpflichtend waren müssten wir das Zeug nicht zu völlig überhöhten Preisen importieren, genauso wenig wie den Atomstrom unserer Nachbarländer.
    Und diejenigen, die heute am lautesten nach Umwelt und Klimaschutz schreien sind genau dieselben, die ihre eignen Forderungen mir Hingabe und Hurra mit Füßen treten.
    Was mir noch dazu einfällt : WO genau passiert denn die ERDERWÄRMUNG ?! Die letzte Dunkelperiode am Südpol war mit durchschnittlich MINUS 61* C die kälteste seit 60 Jahren, das Arktische Eis schmilzt nicht sondern hat laut NASA zugenommen und die globale Durchschnittstemperatur hat in den letzten 15 Jahren auch nicht zugenommen. Selbst das von den Grün*innen so hysterisch gehypte CO² kommt nicht über seine obligatorischen 0,4 %, wovon die NATUR selbst 96 % selbst produziert (denn die Natur braucht CO², damit wir überhaupt existieren können; CO² + Pflanzen + Photosynthese = Sauerstoff O) – die normale Umgebungsluft sind 78 % Stickstoff, 21 % Sauerstoff und der kümmerliche Rest sind Edelgase.
    Aber wenn man in der Schule nix lernt und sofort NACH der Schule in die Politik geht, weil man kein Interesse an regulärer Arbeit hat bleibt es nicht aus das man diverse Zusammenhänge nicht begreift.
    WÜRDEN POLITIKER NACH FACHLICHER KOMPETENZ BEZAHLT MÜSSTEN FAST ALLE EHER NOCH GELD MITBRINGEN !

    • birgit sagt:

      Genauso ist das ! Wir lassen und von Psychopathen und bildungsfremden Kreatur regierigen. Die sind weder Prof. noch Doc., die sind einfach nur Sitzenbleiber. Deshalb klebt auch deren Arsch so gut am ergaunerten Politstuhl. Von Flora und Fauna keine Ahnung, aber die fetten Ärsche in E-Vehikel plazieren, obwohl die Zutaten dazu von kleinen Kindern in Afrika mit den Händen ausgebuddelt werden. Diese Klima- und Menschenrechtsheuchler kotzen mich einfach nur noch an !Dieser Brut gehört Kacke und Schaufel in dei Hand. Unsere Brücken und Nebenstraßen sind im Arsch, also hopp, hopp, an die Arbeit, IHR Versager.

      • birgit sagt:

        Ich hab so ne Wut auf die Brut, daß ich mich schon verschreibe. Sollte natürlich Hacke und Schaufel in die Hand heißen.

        Aber Kacke ist auch nicht schlecht ! Mögen die sich von oben bis unten mit ihrer Scheiße beschmieren, damit man SIE schon von weitem erriechen kann, diesen aufgeblasenen Betrüger-Lügnerdreck.

  7. Ulrike sagt:

    In der freien Wirtschaft würden solche Vollpfosten gar keinen Job kriegen.
    Deshalb drücken sie sich in der Politik und sonstigen staatlichen Stellen die faulen Ärsche platt und gängeln das restliche Volk.

  8. günter sagt:

    Alle ins Nachtgebet einschliesen damit der Herr Sie zu sich holt und erleuchtet

  9. Baufutzi sagt:

    Lasst denen doch ihr bedrucktes Papier. In naher Zukunft werden enorme Massen Hilfskräfte gebraucht, für die niederen Arbeiten. Da kann das Arbeiten erlernt werden, von denen.

    • birgit sagt:

      Dieses Gesockse kann man für NICHTS gebrauchen ! Die halten sogar den Besen verkehrtrum. Die sollten in Zukunft Fresslie nur nach Arbeitsleistung erhalten, nicht nach ausgedruckten Plünderschreiben im Fingersuchsystem. BOOSTERN,BOOSTERN bitte, bitte !

  10. gerhard sagt:

    Die Grünen in Österreich wollen gegen die Kommission klagen….hääää….wo haben die ihre AKWs versteckt ??? Und unsere Grünen Heuchler fühlen sich ans bein gep … inkelt.
    Das Keifen in den Medien wird inden nächsten Tagen zur Höchstform auflaufen …da geraten das Lauterbächle und sein Coronastab unter die Räder.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.