Erstes Quartal 2016: Flüchtlingszahlen steigen drastisch um 132 Prozent

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Kopp Verlag


11.04.2016
Stefan Schubert

Nur 100 Tage nach dem Flüchtlings-Sex-Mob von Köln läuft die Propagandamaschinerie des Mainstreams wieder auf Hochtouren. Denn dieser meldet in großen Überschriften einen angeblich kräftigen Rückgang der Flüchtlingszahlen. Herangezogen für diese Behauptungen werden die Hochstände der letzten Monate des Jahres 2015.

Doch jegliche Statistik (Arbeitslose, Inflation usw.), die wenigstens einen ersten Eindruck von Seriosität erzielen will, bezieht sich immer auf die Monate oder das Quartal des Vorjahres, allein schon um die saisonalen Einflüsse zu berücksichtigen. In diesem Fall wären dies: Stürmisches Mittelmeer und Ägäis, Minustemperaturen, Schnee, Regen und Matsch, die größere Flüchtlingsbewegungen erheblich erschweren.

Und siehe da, im ersten Quartal 2015 registrierte Eurostat »nur« 73 100 Asylsuchende in Deutschland, hingegen wurden im ersten Quartal 2016 im EASY-System 170 608 Flüchtlinge registriert. Dies bedeutet keine Abnahme der Einwanderung, sondern im Gegenteil eine drastische Zunahme um 132 Prozent.

Mit dem Wissen dieser Hintergründe ausgestattet, verbreiten die Qualitätsmedien bundesweit trotzdem folgende Überschriften: Nicht nur im Spiegel und der Süddeutschen wird getitelt: »Zahl der neuen Asylsuchenden in Deutschland sinkt drastisch«. Wohin man schaut, überall die identische Schlagzeile: Tagesspiegel, Handelsblatt, und natürlich eröffnen auch die Hauptnachrichten im Merkel-Haussender ZDF mit der angeblich frohen Kunde: »Viel weniger Flüchtlinge kommen nach Deutschland«, erfährt dort der zwangsbeglückte Beitragszahler.

Eines haben alle diese Beiträge gemeinsam, mit keiner Silbe wird dort das erste Quartal 2015 als Vergleichswert erwähnt. Stattdessen werden die Höchstwerte des letzten

Quartals 2015 herangezogen, als 500 000 Einwanderer über Deutschlands offene Grenzen strömten. Zudem wird auch nicht erwähnt, dass die Zahlen ohne die Schließung der Balkanroute um bis zu weitere 60 000 Einwanderer angestiegen wären. Denn so viele Flüchtlinge sitzen mittlerweile in Griechenland fest, auf ihrem Marsch nach Norden und damit größtenteils nach Deutschland. Die Bundesregierung hat keinen einzigen Finger gerührt, um ein Absinken der Flüchtlingszahlen zu erreichen.

Im Gegenteil, anstatt den konsequent handelnden Staaten wie Österreich und Mazedonien zu danken, greift Merkel sie offen für die Wiederherstellung einer wirksamen Grenzsicherung scharf an. Denn die funktionierenden Grenzschließungen der Balkanroute entlarven auch Merkels monatelange Lügen, die die Grenzsicherungen als nicht durchführbar, gar als utopisch diffamierte. Alle diese Zusammenhänge verschweigt der Mainstream seinen noch nicht geflüchteten Lesern, stattdessen ist er mit viel wichtigeren Themen beschäftigt.

So sind die Angehörigen der medialen Elite einmal mehr damit ausgelastet, sich selbst zu beweihräuchern. Schließlich haben die Investigativsten unter ihnen sensationelle Enthüllungen zu verkünden. In einem Fleck der Erde, der weltweit als Steueroase bekannt ist, existieren doch tatsächlich eine stattliche Anzahl von Briefkastenfirmen. Wow! Wirklich Wahnsinn, geradezu wahre Teufelskerle, diese deutschen Medienleute.

Kanzlerin von Erdoğans Gnaden

Wie unwichtig erscheinen dann harte Fakten zur immer noch anhaltenden Flüchtlingskrise. So wären ohne die geschlossene Balkanroute nämlich nicht über 170 000 Einwanderer nach Deutschland geströmt, sondern fast eine Viertel Million Menschen. Und das in dem Quartal, welches in der Vergangenheit immer für eine moderate Fluchtbewegung gestanden hat. Diese Zahlen auf das gesamte Jahr 2016 hochzurechnen, würde eher zwei Millionen Einwanderer bedeuten als die 1,1 Millionen des Vorjahres.


Denn der dreckige EU-Türkei-Deal oder exakter formuliert, der Merkel-Erdoğan-Deal, wird nicht für einen Flüchtling weniger in Deutschland sorgen. Im Gegenteil, neben der Visa-Freiheit für 80 Millionen Türken und einer anvisierten EU-Mitgliedschaft des sich immer schneller islamisierenden Landes hat Merkel in einem Geheim-Passus zugesagt, 500 000 Syrer direkt nach Deutschland umzusiedeln.

Die Unterwürfigkeit der Kanzlerin hingegen nimmt mittlerweile schon pathologische Züge an. So hat sie sich einmal mehr Erdoğans Druck gebeugt und öffentlich den ZDF-Moderator Jan Böhmermann kritisiert und sich damit von ihm distanziert. Der ehemalige heute-journal-Moderator und jetzige Regierungssprecher Steffen Seibert gab den Satiriker offiziell zum Abschuss frei, als er wiedergab, dass Merkel sein Schmähgedicht als »bewusst verletzend« ansehen würde.

Die gleiche Merkel, die vor etwas mehr als einem Jahr nach Paris flog, um für ein gestelltes Gruppenbild von Staatenlenkern zu posieren und so versuchte, ihren persönlichen Vorteil aus den weltweiten Solidaritätsbekundungen »Je suis Charlie« zu ziehen. Vom damaligen »Was darf Satire? Alles« ist im Kanzleramt nichts übriggeblieben. Merkel hat sich selbst von der einstmaligen einflussreichsten Politikerin der Welt zur Kanzlerin von Erdoğans Gnaden degeneriert.

Dazu passt, dass das Bundesaußenministerium aus eigenem Antrieb eine juristische Prüfung des Böhmermann-Gedichts in Auftrag gegeben hat, die dann auch flugs zu dem Schluss gelangt, dass sich der Satiriker höchstwahrscheinlich strafbar gemacht hat.

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Ein ungeheuerlicher Vorgang, doch die Solidarisierung des Mainstreams mit einem der ihren bleibt größtenteils aus. Eine Peinlichkeit jagt in diesem Fall die nächste.

So bleibt es dem Direktor der Stasiopfer-Gedenkstätte in Berlin-Hohenschönhausen, Hubertus Knabe, vorbehalten, das Verhalten der Berliner Politik einzuordnen: »Ich kenne den Text des Gedichtes nicht. Aber ich finde es höchst problematisch, wenn die Bundesregierung strafrechtliche Ermittlungen gegen einen Satiriker befördert oder gar initiiert. Das gibt es sonst nur in Diktaturen oder in Staaten, die auf dem Weg dorthin sind«, so der anerkannte Historiker.


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Quelle: Kopp-online vom 11.04.2016

 

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Ein Kommentar zu Erstes Quartal 2016: Flüchtlingszahlen steigen drastisch um 132 Prozent

  1. Ulrike sagt:

    Wir werden doch nur noch belogen. Es kommen immer mehr. Nun wollen noch hunderttausende Schwarzafrikaner kommen. Wohin mit allen? Hoffentlich wird dagegen endlich was unternommen. Wir brauchen die hier nicht. Da holen wir doch bloss Hartz IV Empfänger und Verbrecher ins Land.

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